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Donnerstag, den 30. Juni 2011 um 10:31 Uhr |
Illegaler Handel mit DEUKOM-Lizenzen in Südafrika aufgeflogen
Sie waren bereits seit über 10 Monaten unter Beobachtung, als die besagten Personen (Deutsche, Schweizer bzw. Südafrikaner) dem illegalen Handel mit DEUKOM-Lizenzen nachgingen. Jetzt schnappte für Sie völlig unerwartet die Falle zu. Die Drahtzieher hatten mittels importierten Dreamboxen, das DEUKOM Fernsehprogramm illegal an ihre „Kunden“, die zumeist vorher DEUKOM-Kunden waren weitervermittelt.
Dabei ließen sie zunächst ihre „Kunden“ in dem Glauben, dass dies völlig legal sei. Viele DEUKOM-Kunden ließen sich auf diesen Handel ein und kündigten ihren DEUKOM-Vertrag. Bei genauem Überlegen, muss man aber darauf kommen, dass dies unmöglich und schon gar nicht zu diesem Preis, legal sein kann, da bekanntlich DEUKOM alleiniger Rechteinhaber für die Ausstrahlung der deutschen Fernsehprogramme im südlichen Afrika ist.
DEUKOM leistet hierfür Monat für Monat immense Zahlungen für die Satelliten Übertragungskosten und die Lizenzgebühren an die jeweiligen Sender. Man kann sich auch nicht darauf berufen, dies nicht gewusst zu haben, denn es war schon auffallend, dass dies exakt die deutschen Sender waren, die DEUKOM seit nunmehr über 15 Jahren überträgt und außerdem im EPG-Infofenster immer wieder der Begriff DEUKOM erscheint. Wer sich nun, egal wie auch immer, dieses DEUKOM-Signals, ohne Lizenz bemächtigt, handelt nicht nur illegal, sondern bereichert sich auch auf Kosten der legalen DEUKOM Kunden. Denn letztendlich muss die Gemeinschaft für die Gesamtkosten aufkommen.
Viele treue und loyale DEUKOM-Kunden, haben dies wohl erkannt und sich an DEUKOM mit der Frage gewandt, ob denn dieser neue Service auf dem Markt legal sei. DEUKOM wird möglicherweise nicht nur gegen die „Händler“ sondern, auch gegen die „Nutzer“ rechtlich vorgehen. Dies wird nicht nur zu beträchtlichen Schadensersatzforderungen führen, sondern wird auch strafrechtlich relevant sein und kann neben empfindlichen Strafen, auch zum Verlust der Permanent Residence bzw. zur Ausweisung führen.
Außerdem haben die abtrünnigen DEUKOM-Kunden nun das Problem, dass es DEUKOM überlassen bleibt, sie wieder als Kunden zu akzeptieren. Im schlechtesten Fall bedeutet dies für viele, nie mehr deutsches Fernsehen in Südafrika. Für betroffene Gästehäuser ist das besonders bitter, da diese mit deutschen Fernsehprogrammen für ihre Häuser werben und nun diesen Vorteil vielleicht nicht mehr anbieten können.
Immer wieder versuchen Kriminelle sich auf Kosten der Gemeinschaft zu bereichern. In diesem Fall wurde dies mit großer krimineller Energie betrieben. Solches wird in Deutschland und auch hier in Südafrika strafrechtlich verfolgt und bestraft. Wer sich auf solche Machenschaften einlässt, sollte vorher das Risiko kennen. Bereits vor ca. 5 Jahren wurden hier im Raum Kapstadt Smartkarten von Deutschen gefälscht und unter die Leute gebracht. Die Drahtzieher wurden allesamt verhaftet und anschließend zu empfindlichen Gefängnisstrafen verurteilt. Wie es diesmal ausgeht ist noch nicht bekannt, aber gut wird es für die Beteiligten sicherlich nicht ausgehen. Übrigens, auch in Südafrika gilt der Rechtsgrundsatz: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
Fazit: Nach wie vor gilt, DEUKOM ist der alleinige Rechteinhaber für deutsche Fernsehprogramme im südlichen Afrika. Jegliches anderweitige Angebot für Deutsches Fernsehen in Südafrika ist also weiterhin illegal.
DEUKOM ist über diese illegalen Anbieter sehr gut informiert und mittlerweile auch im Besitz von umfangreichen Informationen zu deren “Kunden”. DEUKOM ist jedoch hauptsächlich an der rechtlichen Verfolgung der Anbieter dieser illegalen Systeme interessiert und würde unter bestimmten Voraussetzungen deren illegalen Zuschauer auf- bzw. zurücknehmen, um diesen einen legalen Empfang von deutschen Programmen zu ermöglichen.
Autor: Deukom -
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Wir danken IBN für die Erlaubnis der Veröffentlichung
Anmerkung von www.Kapstadt.de
Selbstverständlich sind diese Gesetzesverstöße keine Kavaliersdelikte - Sie gehören geahndet und strafrechtlich verurteilt. Jedoch schwingt im Artikel von Deukom schon ein wenig auch Sorge mit, denn das immer teurer werdende deutschsprachige Bezahlfernsehen in Südafrika könnte ein Auslaufmodell sein - Viele Kunden hören von günstigeren Alternativen und sind nicht mehr bereit den Preis zu bezahlen. Wo nämlich der Preis eine gewisse Schmerzschwelle überschreitet, fängt der Erfolg illegaler Alternativen an, wie hier nun geschehen...
Das ist natürlich der falsche Weg - es gibt völlig legale Alternativen, die stark im Kommen sind:
Mit dem immer preiswerter und schnellere Internet (siehe auch Artikel "Internet Unterseekabel bei Kapstadt gelandet") schauen wir selber längst unsere deutschen Nachrichten und auch immer mehr Dokumentationen und Berichte legal über das Internet (z.B. sorgt die "ZDF Mediathek" für hochwertige Unterhaltung).
Anfangs haben wir das komplette RTL Aktuell, Tagesschau, Galileo und komplette Serien erst z.B. per "Dailyme" oder anderen Hilfs-Programmen komplett runter geladen und dann auf dem TV/Monitor in mittelmäßiger Qualität geschaut. Mittlerweile klappt das immer besser und zum Teil neuerdings auch im Livestream, wenn auch noch nicht in der besten Auflösung. Hier aber galoppiert Technik und Fortschritt rasant voran. Neulich schauten wir auf dem IPad RTL, 3SAT, PRO7 und die öffentlichen Rechtlichen im Livestream übers das Internet von wechselnden URL-Adressen in beachtlicher Qualität.
Schon jetzt kosten 8 GB Datenvolumen weniger als ein Deukom-Vertrag und die Preisschere dürfte wohl noch weiter auseinander gehen. Gästehausbesitzer, TV-Vielgucker und Internet-Unbedarfte werden sicher dem Bezahlfernsehen am längsten treu bleiben (müssen), aber die hohen Lizenzgebühren lassen sich bei dem längst eingesetzten Mitgliederschwund an der Basis immer schwieriger auf die verbliebenen Abonnenten umlegen...
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