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HomeBusinessWirtschaft & PolitikPressefreiheit am Kap?

Pressefreiheit am Kap?

Die Pressefreiheit ist das verfassungsrechtlich garantierte Recht, Zeitungen zu publizieren, sowie Magazine und andere Printmedien, ohne regierungsseitige Beschränkungen und Zensur aber unter Einhaltung aller Gesetze und Verordnungen hinsichtlich Diffamierung, Beleidigung oder anderer Angriffe gegen Ruf und Persönlichkeit.

Während der Apartheid wurden Journalisten zensiert, verhaftet und zum Teil sogar ins Exil gezwungen, wenn sie versuchten über Anti-Apartheids-Bewegungen zu berichteten. Nachdem er einige der Apartheid Gesetze hinsichtlich Journalismus missachtet hatte, musste Terry Bell ins Exil. Er durfte dann 1991 zurückkehren und arbeitete in den verschiedensten Bereichen in Großbritannien, Sambia und Chile.

Im Jahr 2010 wurde er mit dem Nat Nakasa Preis ausgezeichnet, der jährlich von Print Media SA, dem SA National Editor's Forum und der Nieman Society an Journalisten vergeben wird, die sich selbstlos engagieren, furchtlos berichten und einen unlöschbaren Durst nach der Wahrheit haben.

Der Journalismus blühte danach auf und seit 1994 enthüllen Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine regelmässig Korruptionsfälle und Regierungsverschwendung. Wie auch immer, Medienbeobachter läuten derzeit die Alarmglocken hinsichtlich einer Wiederkehr der (Presse)Unterdrückung. Seit 16 Jahren in der Regierungsverantwortung arbeitet der ANC an einer Veränderung der Medienlandschaft in Südafrika indem Sie mit Gesetzesentwürfen aufwarten, die die Arbeit von Journalisten kontrollieren soll.

Das angefachte Media Appeals Tribunal würde das gegenwärtige System der Selbstregulierung mit einem Organ ersetzen, dass die Kompetenz hat Journalisten für Ungenauigkeiten strafrechtlich zu verfolgen und einem ANC kontrollierten Parlament unterworfen wäre.

Der Index der Pressefreiheit (Reporters without Borders International Index) zeigt deutlich, dass Südafrika mehrere Plätze nach unten abgerutscht ist, von Platz 38 auf 42.


Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dass dies unmittelbar mit der oft aufgeschobenen und stark kontroversen State Information Bill, einem Gesetz zum „Schutze“ von Informationen über den Staat, zusammenhängt. Auch wenn der Platzverlust nur ein kleiner ist, aber dennoch eine negative Grundtendenz, die Südafrika mit vielen anderen afrikanischen Staaten gemeinsam derzeit beibehält, wenn auch Uganda weit deutlicher um 43 Plätze und Malawi sogar 67 Plätze nach unten platziert wurden.

Dieser Index findet an seiner Spitze Länder wie Finnland, Norwegen und die Niederlande, ein klares Zeichen und eine Erinnerungsstütze, dass die Unabhängigkeit der Medien nur in starken Demokratien unterhalten werden kann und umgekehrt eine starke Demokratie die Pressefreiheit als unabdingbaren Stützpfeiler voraussetzt.

Autor: Werner Swart - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Wir danken IBN für die Erlaubnis der Veröffentlichung

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