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Samstag, den 29. August 2009 um 07:04 Uhr

Z + Z = 200 - Zuma und Zille 100 Tage im Amt

Während Jacob Zuma am 7. August 2009 seine ersten 100 Tage im neuen Amt als Präsident der Republik Südafrika absolviert hat, war Helen Zille am 14. August die ersten 100 Tage in ihrem neuen Amt als Ministerpräsidentin des Westkaps. Zeit zurückzublicken und zu reflektieren!

Jacob Zuma hatte in seinem Rennen, in dem es um das Gewinnen von Vertrauen aus dem In- und Ausland geht, sicherlich den schlechtesten Startblock. Gewalttätige Proteste, Streiks und eine Wirtschaft unter Druck ließen schnell die Luft aus den ambitionierten Wahlversprechen. Doch das hielt ihn nicht davon ab, sich als volksnaher Präsident und charismatischer wenn auch sehr bunter Führer zu zeigen. Während Thabo Mbeki sich eher hinter seinem Schreibtisch versteckte und die „Spiele“ in seinem Land von dort aus ansah, nahm Zuma soweit selbst mit seinen Teams an allen Wettbewerben teil. Er ist sichtbar, permanent unterwegs, erkennt Probleme und versucht nicht über die Zäune zu springen, die unter Mbeki kaputt gegangen sind, sondern versucht sie zu reparieren. Während sein Kabinett bereits auf den neuen Kurs voller Aufgaben geschickt worden ist, überrascht Zuma selbst durch sein unangekündigtes Erscheinen in Gemeinden und Verwaltungen, um sich dort ein Bild von Anwesenheiten und Aufgabenbewältigung zu machen. In einem kürzlich stattgefundenen Überraschungsbesuch in Balfour erwischte er so den Bürgermeister faul daheim anstatt bei der Arbeit. Zuma kommentierte seine Taktik damit, dass seine Regierung eine Regierung „aus den Menschen, durch die Menschen und für die Menschen“ in seinem Lande sei und warnte davor, dass er sich nicht alleine auf Berichte seiner Minister oder Behördenleiter verlassen würde. Sein neuer Minister für Menschensiedlungen, der Millionär Tokyo Sexwale überraschte dann auch nicht weniger als er in einem Township nahe Johannesburg erschien, um eine Winternacht in einer Holzhütte zu verbringen und dadurch die Beschwerden der Bewohner aus erster Hand zu erleben.

Während die Vorbereitungen des großen JZ für die wahren Spiele überschattet wurde von Skandalen, Vorwürfen und Anklagen, hat seine Präsidentschaft einen guten Start gefunden und seine Tätigkeit wird derzeit weitaus besser eingestuft als Viele erwartet haben. Er mag lauter sein als Mandela, teilt aber seine Passion und sein Engagement für die Probleme, die den Frieden in so vielen Gemeinden stören. Er versteckt sich nicht und kritisiert seine Gegener wie Mbeki, er ist vielmehr draußen im Feld und offen für jede Art der Kommunikation und Versöhnung mit Jedermann unabhängig von Position und Rang dieser Person. Well done, Jacob, wir beobachten weiter Dein Rennen gegen alle Widrigkeiten!

Im Westkap dachte die ehemalige Bürgermeisterin und Eiserne Lady Helen Zille, dass sie einen viel besseren Startblock erwischt hatte, als sie ihr Amt von ihrem Vorgänger, Ebrahim Rasool, als Ministerpräsidentin des Westkap übernahm. Aufgenommen in die Gruppe der vielen weiblichen Ministerpräsidenten quer durch die Republik nahm jedermann an sie würde einen leichten Start in einem Bundesland mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit und dem sich trotz Wirtschaftskrise immer noch stark entwickelnden Wirtschaftssektor Tourismus haben. Daher sollte sie eher fähig sein, ihre neue Position dazu zu nutzen, die Dienstleistungen im öffentlichen Sektor zu verbessern, oder? Sorry, aber die Jury ist bisher noch mit keinem Urteil zurückgekommen!!!

Zille begann mit der Öffnung von Pandoras Box als sie ein rein männliches Kabinett ernannte und machte sich viele politische Gruppierungen zu ihrem Feind als sie wiederholt und öffentlich Jacob Zuma angriff und als „Selbstbekennenden Frauenhelden mit stark sexistischen Ansichten...“ diffamierte. Der Sturm hat sich inzwischen gelegt, ebenso der „Krieg der Worte“. Drei Monate später hat sie inzwischen eine Vielzahl von Missständen innerhalb der stattlichen Verwaltung aufgedeckt und in Angriff genommen und fährt fort schwarze Ausgabenlöcher zu stopfen um auch in den folgenden Jahren mit dem sich reduzierenden Steueraufkommen auszukommen. Während deutlich sichtbare Ergebnisse sicher noch auf sich warten lassen, hat sie inzwischen 13 Initiativen in Schlüsselbereichen alleine in den ersten 100 Tagen gestartet, ein verheißungsvoller Start nach allen anfänglichen Querelen. Diese Initiativen umfassen unter anderem die Verbesserung der Computersysteme, die Kürzung der Ausgaben der Minister (keine neuen Autos!!) sowie die Eindämmung der Korruption, die in der Vergangenheit zu verschiedenen völlig überteuerten und daher rechtswidrigen Zuschlägen bei Ausschreibungen geführt hat.

In diesem Bereich alleine finden gegenwärtig elf gerichtliche Revisionen statt, die Licht in das Dunkel vergangener Ausschreibungen bringen sollen. Alles in Allem scheinen DA und ID gemeinsam weiter die Vision für die Verbesserung von öffentlichen Dienstleistungen, die Eindämmung der Ausgaben und den kampf gegen die Korruption zu teilen; notwendige Rahmenbedingungen um das private wie auch gewerbliche Alles in Allem scheinen DA und ID gemeinsam weiter die Vision für die Verbesserung von öffentlichen Dienstleistungen, die Eindämmung der Ausgaben und den kampf gegen die Korruption zu teilen; notwendige Rahmenbedingungen um das private wie auch gewerbliche Vertrauen im Westkap weiter zu
stärken.

Autor: Ralph M Ertner - Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Wir danken IBN für die Erlaubnis der Veröffentlichung

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