Die fast 40km breite"False Bay" - Bucht ist die Heimat riesiger Seehund- und Robbenkolonien (z.B. auf Seal Island). Dadurch angezogen findet man hier recht oft den berühmten, großen "Weißen Hai" an. Glücklicherweise ist es wohl wegen des übergroßen Nahrungsangebotes für den Hai in den vielen vergangenen Jahren nicht zu Angriffen auf den Menschen gekommen. Das Jagen des Hai ist verboten worden - auch um die riesigen Seehundkolonien nicht noch größer werden zu lassen.
Übersicht des Kapitels zu Kapstadts False Bay Küste
Simons Town - Ist Marinehafen und nicht weit sind in Boulders die Pinguine
Fish Hoek - Hat einen feinsandigen Strand mit schöner Promenade
Kalk Bay - Bietet eine geschäftigen Fischereihafen und viele Antiquitätengeschäfte
Muizenberg - Ist bekannt für die bunten Häuschen am Badestrand
Somerset West - Ist beliebt bei Golfern, Feinschmeckern und Weinliebhaber
Strand - Ist bei Kurzurlaubern wegen der Strände besonders beliebt
Gordons Bay - Bikini Beach und das wärmere False Bay Wassser zieht Wasserratten an
Cape Point - Ist nicht die südlichste Spitze Afrikas! Tolle Tagestour dorthin!
Die False Bay gehört nicht zum "Indischen Ozean"
Die meisten Kapstädter ordnen die False Bay bereits dem Indischen Ozean zu, was man auch gut begründen kann. "Offiziell" treffen sich nämlich der Atlantische und Indische Ozean am südlichsten Punkt Afrikas, am "Cape Angulhas". Danach würden beide Seiten des Kaphalbinsel zum Atlantischen Ozean gehören.
Warum aber ist das Wasser dann in der False Bay wärmer als beispielsweise in Clifton oder Camps Bay auf der anderen Seite der Halbinsel?
Im Sommer drückt der kräftig und regelmässig wehende "South-Easter" die wärmeren oberen Wasserschichten direkt in die False Bay, während er am Clifton Beach (auf der anderen Seite) die warmen oberen Meeresschichten auf das offene Meer "hinausschiebt" und das kältere Tiefenwasser nach oben "zieht".
Satelliten-Aufnahme der False Bay Bucht
Wenn mehrere Tage hintereinander kaum Wind geweht hat, dann sind die Temperaturen in Camps Bay nur geringfügig (ca 3-5 C) niedriger als in Muizenberg! Der immer noch bestehende Temperaturunterschied ist dann rein auf die wärmeren Tiefenströmungen des Agulhas Stromes zurückzuführen. Zu Südoster-Zeiten (im Hochsommer) ist der Temperaturunterschied daher besonders gross. Das Wasser in Clifton ist daher tatsächlich im Kap-Winter daher interessanterweise meist wärmer als im Kap-Sommer!
Viele vertreten daher die Meinung, dass der warme Agulhas Meerestromentlang der Südküste Afrikas strömt und am Cape Point (und nicht am geografisch ansonsten unbedeutenden Cape Angulhas) auf den kälteren von Südwesten kommenden Benguela Meerersstrom trifft.
Wer öfter am Cape Point am Aussichtpunkt ist kann tatsächlich an wenigen Tagen die etwas unterschiedlichen Färbungen des Meeres in einem meist unscharfen Streifen erahnen.
So gesehen kann man das Cape Point durchaus als die Trennlinie zwischen den beiden Ozeanen sehen...
Buchautoren schreiben vielfach voneinander ab und es hat sich da (und bei vielen lesenden Tourguides) so eingebürgert mit etwas "erhobenen Zeigefinger" darauf hinzuweisen, dass am Cape Point nicht die Trennlinie verläuft. Eine plausible Begründung gibts dafür aber nie - und warum je das Cape Agulhas (als südlichster Punkt) als "offizielle" Trennlinie benannt wurde, schreibt niemand. Vermutlich, um den sonst unspektakulären Leuchtturm dort noch etwas aufzuwerten um mehr Touristen anzuziehen.
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