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Geschichte des Addo Elephant Park

bis 1886

Im späten 18. Jahrhundert beschrieben Reisende diese wildreiche Gegend als ein "undurchdringliches Dornengestrüpp" und als eine "Großwildjägerhölle". Das hinderte die weißen Einwanderer jedoch nicht daran, bereits ab ca. 1700 regelmäßig große Jagden zu veranstalten, um an das begehrte Elfenbein zu gelangen. Den Jägern folgten Farmer, die das Land rodeten und Felder und Weiden anlegten. Langsam und unwiderruflich veränderte sich die Landschaft. Der Wildbestand nahm dramatisch ab. 1849 wurde der letzte Löwe erschossen und 1853 das letzte Nashorn. Der Bau von Eisenbahnlinien, Straßen und der große Bedarf an Holz für die Ziegeleiindustrie sorgten für eine weitere Einengung des Lebensraums für das Wild. Nur wenige Elefanten und Büffel überlebten die systematische Verfolgung und zogen sich in das Dickicht des heutigen Addo Parks zurück.

1886 - 1916

addoheute_1601886 wurde das Gesetz zum Schutz der Wildtiere verabschiedet. Es sollte verhindern, dass bedrohte Tierarten gänzlich ausgerottet wurden. Großwildjäger benötigten nun eine Schußlizenz. Einige ausgewählte Bezirke wurden zu Schutzgebieten erklärt, das wichtigste davon war das Strathmore-Mentone Reservat. Dieses bildet den Kern des heutigen Addo Parks. Aber für die Tiere war die Zeit der Verfolgung und Ausrottung noch längst nicht vorbei. Im Gegenteil, die schlimmsten Jahre kamen noch. Es begann mit der tödlichen Rinderpest 1896. Das meiste Wild verendete, nur wenige Herden im Addo entkamen der Seuche. Die größte Bedrohung entstand 1913 durch ein ehrgeiziges Siedlungsprojekt und dem Bau eines Staudamms im nahegelegenen Zuurberg. Anhänger des Projektes und Farmer sahen in den Elefanten ein Hindernis für die Entwicklung der Landwirtschaft in dieser Region. Sie versuchten, das Problem auf ihre Art zu lösen.

1916 - 1931

Zunächst wurde noch vorgeschlagen, das Strathmore-Mentone Reservat einzuzäunen, aber das scheiterte an den Kosten. Daraufhin erklärte sich der Außenminister der Kapprovinz dazu bereit, alle verbliebenen etwa 150 Elefanten abschießen zu lassen. Für dieses Vorhaben rekrutierte man 1918 den prominenten Elefantenjäger Jan Pretorius. Er begann 1918 mit der Vernichtungsaktion und hatte die Herde im Juni 1920 auf 16 Tiere reduziert. Es sollte noch ein Jahrzehnt dauern und einigen Elefanten das Leben kosten, bis die verbliebene kleine Herde endlich unter offiziellen Schutz gestellt wurde. Am 13. Juni 1931 wurde das Mentone Reservat zum Addo Nationalpark erklärt.

ab 1931

Trollope, dem ersten Wildhüter fiel die heikle Aufgabe zu, die durch jahrzehntelange Verfolgung scheu und aggressiv gewordenen Elefanten in den 4000 ha großen Park zu überführen. 2 Wochen benötigte er, sie von Harvey's Farm in den neu geschaffenen Park zu treiben. Zu der damaligen Zeit gab es noch keine Zäune, die für Elefanten unüberwindlich waren. Daher versuchte man, sie durch ein zusätzliches Angebot an Nahrung und Wasser in dem ihnen zugewiesenen Gebiet zu halten. Die Elefanten nutzten zwar bald das reichliche Angebot an Zitrusfrüchten, Getreide und Gemüse, aber es kam immer wieder zu Ausbrüchen. Pflanzungen wurden verwüstet und in einigen Fällen kam es sogar zu tödlichen Unfällen. Die Farmer waren aufgebracht und forderten eine endgültige Lösung. Der Wildhüter G. Armstrong schlug vor, einen Zaun aus Eisenbahnschienen und Stahlseilen zu errichten. 1951 wurde mit dem Bau des Zauns begonnen. und 3 Jahre später war der Park eingezäunt.
Zunächst konnten Besucher das Wild nur von Aussichtstürmen an der Parkgrenze beobachten. Die Elefanten wurden mit Zitrusfrüchten angelockt. Das wurde aber 1979 eingestellt, da das Gruppenverhalten dadurch negativ beeinflußt wurde. Im März 1981 durften dann die ersten Touristen in den Park und seitdem steigt die Besucherzahl jedes Jahr.

Es bleibt zu hoffen, dass die Elefanten jetzt endlich nach mehr als 200 Jahren systematischer Verfolgung in dem ihnen angestammten Gebiet sicher sind!

Danke für Text und Bilder an Dr. W. Franke

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