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Soziale Probleme in den Townships von Kapstadt
"Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und Arbeit einzuteilen, sondernlehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten unendlichen Meer." Antoine de Saint-Exupéry Bei einer 1999 in den Haushalten von Khayelitsha durchgeführte Befragung gaben die Anwohner für ihre Hauptprobleme folgende Wertigkeiten nach Punkten: Arbeitslosigkeit 70; Alkoholmissbrauch 30; Analphabetismus 29; Teenagerschwangerschaften 19;. Tuberkulose 19; Drogenmissbrauch 18; Gewalt in der Familie 17; Kindesmissbrauch 15; Aids 14; Bandenkriminalität 13. Diese Einschätzung ist sehr subjektiv, Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Aids stellen die größten Probleme dar. 2001 lag die Arbeitslosigkeit in Südafrika zwischen 23% und 36%, die Statistiken geben unterschiedliche Zahlen an. In den Townships Kapstadts schätzt man sie auf 50% bis 70%. Da es kaum ein soziales Netz gibt, erwachsen aus der Arbeitslosigkeit andere soziale Probleme wie Armut und Kriminalität. Viele Arbeitslose verdingen sich als Tagelöhner. Wenn man am Morgen durch die Vororte von Kapstadt fährt, sieht man an bestimmten Straßenkreuzungen wartende Männer. Sie hoffen auf Arbeit, auf Bauunternehmer, die vorbeikommen und Hilfskräfte für diesen Tag suchen, auf andere, die einen Gelegenheitsarbeiter für den Garten oder eine schwere Arbeit brauchen. Viele haben Pech und warteten nicht nur viele Stunden umsonst, sie haben auch gutes Geld für ein Busfahrschein ausgegeben. Andere versuchen ihre Familien als "Hawker", Straßenhändler, über Wasser zu halten und verkaufen Obst, Gemüse und Waren des täglichen Bedarfs auf der Strasse. Die deprimierendste Art Broterwerb zu suchen ist von Haus zu Haus zu gehen und nach Arbeit zu fragen. Der Informationsdienst der südafrikanischen Polizei konnte im September 2001 berichten, dass die Kriminalität in Südafrika erstmalig rückläufig war. Manvwertete es als ersten Erfolg des Regierungsprogramms zur Verbrechensbekämpfung. Trotzdem ist die Kriminalität im internationalen Maßstab sehr hoch, wobei Kapstadt als eine der sichersten Städte in Südafrika gilt. Unterhält man sich mit Bewohnern der Townships, weiß jeder eine Geschichte, bei der er selber zum Opfer von Gewalt wurde. Einbrüche, Diebstahl, Raub sind auf der Tagesordnung. Oft trifft es jene, die noch ärmer sind als die Verbrecher, sie sind schwächer und können sich kaum schützen. Die Polizei ist chronisch unterbesetzt und viele Fälle kommen gar nicht erst zur Anzeige, da das Vertrauen in ihre Erfolgsaussichten nicht groß ist.
Arbeitslos
Er erwacht früh am Morgen, Um nach Arbeit zu suchen Doch es wird wohl nicht viel für ihn geben Und er fragt sich wieder, warum gerade ich ? Er geht um sich eine Zeitung zu kaufen Er findet ein Angebot und telefoniert „Es tut uns leid“, die Arbeit . ist weg. Er geht nun los, von Tür zu Tür, doch wieder hat er kein Glück Als er ein Anwesen betritt begrüßt ihn das Schild „Keine Arbeit“ Er beachtet es nicht, geht direkt hinein Eine stattliche Frau an der Rezeption sagt ohne ihn auch nur anzusehen „Es gibt keine Arbeit“ Er geht nach Hause, ohne Hoffnung, Sein Magen ist leer, Er hat nichtsgegessen, Nicht gestern und nicht heute Warum ist diese Welt so grausam Er durchforscht seine Taschen um etwas zu kaufen, Doch das verbliebene Geld ist für die Rückfahrt Er ist ein Mann und muss durchhalten Als ein Mann muss er es ertragen Denn diese Welt ist nicht für Menschen Sondern lebendige Wirklichkeit
Mike Nduna Nachdruck mit freundlicher Genehmigung von Eric Klaas Comunications cc
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