Kapstadt in Südafrika

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Kapstadt Township-Tour

Township-Tour: 4-6 Stunden, Beginn meist um 09:00

Eine solche erläuterte Tour mit einem Kleinbus zu unternehmen, lohnt allemal. Unterwegs erzählt Ihnen Ihr Führer alles Wesentliche, steht Fragen zur Verfügung und versucht Ihnen, das Leben in diesen äußerlich wenig attraktiv erscheinenden Wohngegenden ein wenig näher zu bringen. Die Touren der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich kaum in den Kernpunkten. Trotzdem macht es Sinn, sich vorher nach der Route und den „Anlaufstellen“ zu erkundigen, da immer etwas anderes Besonderes auf dem Programm steht.

Zuerst geht es zum Bo-Kaap, dem historischen Kapmalayen-Viertel, und dann zum District Six Museum, in dem gezeigt wird, dass die Zerstörung dieses Stadtteiles nicht nur wirtschaftlich negative Folgen hatte, sondern vor allem zu einem moralischen Einbruch bei den Vertriebenen geführt hat. Hauptziel der Fahrt sind schließlich die Stadtteile in den Cape Flats.

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Typischer Hostel-Anblick während des beliebten Ausflugs ins Langa Township

Hier wohnt die überwiegende Mehrheit der „Coloureds“ und Schwarzen, und der Begriff „Cape Flats“ steht auch heute, wie eh und je für Armut, Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Gewalt. Wer hier rauskommt, hat es geschafft, wer hier hängenbleibt, hat keine Zukunft, so das gängige Vorurteil.

Trotz massiver staatlicher Unterstützung, selbst zu zweifelhaftesten Zeiten während der Apartheid, konnten die Cape Flats niemals den Slum-Charakter ablegen. Wohnungsbauprojekte für Tausende wurden und werden ad absurdum geführt durch den gleichzeitigen Zuzug von Zehntausenden aus den ländlichen Regionen. Ein Haus oder eine Blechhütte, gerade mal groß genug für 2 Personen, wird oft von 10 Personen aus dem weitläufigen Familienclan bewohnt. Nicht selten wird auf den wenigen Betten nach Zeitplan geschlafen. Die sanitären Einrichtungen reichen nur bedingt, können mittlerweile aber als verbessert angesehen werden, besonders wenn man sie mit denen gleicher Viertel in anderen Ländern vergleicht. Ausreichend sind sie aber nicht.

Und der Müll? Natürlich gibt es zentrale Müllplätze, aber wer bringt schon gerne seinen Müll 3 km weit weg und das noch ohne Fahrzeug? Die geregelte Müllabfuhr funktioniert nur bedingt, da keine Zahlungsmoral für so etwas existiert. Doch mag man das bei den niedrigen Löhnen – falls überhaupt ein Einkommen vorhanden ist – kritisieren. Mit dem Strom hat sich die Stadtverwaltung da aber etwas anderes ausgedacht: Strom wird nur mit einer vorbezahlten Chipkarte, die an dem hauseigenen Zähler eingesteckt wird, abgegeben. Oft fehlt es dann zum Monatsende an Licht.



Kommentare 

 
-3 #4 hauke scholz 2011-08-22 06:08
ich habe 32 jahre in den townships gelebt und habe dort gewohnt . ganze 32 jahere lang. ciao
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-2 #3 Fred 2011-02-20 17:36
Ich habe ein Jahr in Khayelitsha gelebt und wenn man als Mensch kommt und nicht als Umlungu, dann klappt das auch. Ich wäre gern dort geblieben, aber leider kann man als Mensch auf dieser Welt nicht ohne Papiere leben, die sind leider wichtiger als der Mensch.
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-2 #2 helene 2011-02-01 18:52
habe heute einen sehr guten Bericht über ein kinderheim, spital und schule gesehen, da war eine muttige frau und eröffnet das kinderheim bhupumelele. es gibt also auch noch hoffnung in der ärmsten gegend dieser welt! solche helfenden leute sollte man unterstützen.
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0 #1 Lilli 2010-07-26 12:55
Ich war sehr sehr oft in diesen Townships unterwegs, hatt dort viele Freunde. In diesen Townships habe ich viel gesehen und gehört. Sehr sehr krasse Sachen. Wie plötzlich gute Freunde, denen du vertraust, das komplette Gegenteil beweisen können. Man muss als weiße Person sehr aufpassen wem man vertraut. Gewalt, Tod, Drogen waren überall an der Tagesordnung!
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