|
|
Nicolai Mynter Südafrika Reisebericht
Kapstadt - Reisebericht mit vielen Tipps
Name:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Südafrika - wer einmal dort gewesen ist, ist gefesselt von der Schönheit und Vielfalt der Natur und nicht zuletzt von den Menschen, die trotz der völligen politischen Umstrukturierung des Landes nach der Apartheid relativ friedlich zusammenleben. Besonders spiegelt sich die Ruhe und Gelassenheit in Kapstadt wieder, das, wie viele sagen, wirklich eine der schönsten Städte der Welt ist. Schon beim Anflug auf Kapstadt ist das Wahrzeichen der Stadt zu sehen: der Table Mountain (Tafelberg). Er ist fast immer im Blickfeld, bei klarem Wetter kann man ihn noch mehr als 200 Km Entfernung erkennen, und auf die ersten Seefahrer, die das Kap umfuhren, muß er ein einzigartiges Naturschauspiel dargestellt haben.
Die Geschichte des Kap ist untrennbar verknüpft mit der Suche nach einem Seeweg nach Indien und seiner späteren Verteidigung. Es ist die Geschichte von Handelsrivalitäten und Kriegen zwischen Portugal, den Niederlanden, England und Frankreich. Begründer und Denkmal der Stadt ist der Holländer Jan van Riebeeck, der 1652 damit begann, einen 18 Hektar großen Garten anzulegen, ein Krankenhaus baute und eine Schiffswerft errichtete. Somit war der Grundstock für das moderne Kapstadt gelegt, die Stadt breitete sich aus.
Beeindruckend an Kapstadt ist die Kombination aus Bergen und Meer, Großstadt und Idylle. Vor allem im Sommer, d.h. in den Monaten Oktober bis März pulsiert die Stadt voller Leben, die bekanntesten sonnigen Strände, wie z.B. Camps Bay sind dann überfüllt und es geht ein wenig hektisch zu. Doch wer suchet, der findet auch in dieser Hochphase entlegene Buchten und einsame Strände -man denke an Noordhoek- für ein ruhiges Schäferstündchen, sofern man ein Auto hat und sich traut auf der „falschen" Seite der Straße zu fahren.
Kapstadt hat seine eigene Szene, die allerdings sehr europäisch orientiert ist. Die zahlreichen Clubs, Szene-Kneipen und Cafes beleben das Stadtbild ungemein ebenso wie die Straßenmusikanten, die für typisch afrikanische Klänge sorgen. Ähnlich wie in New Orleans ist Jazz in Kapstadt sehr populär. So trifft man in vielen Lokalitäten auf die Art von Musiker, wie wahre Jazzer nun mal aussehen müssen: meistens schwarz, reiferen Alters, graue Schläfen, fesselnde Stimme und einem Lächeln im Gesicht, das vor Glück, Lebensweisheit und Zufriedenheit nicht zu überbieten ist...
Chapman's Peak Drive Camps Bay Beach Muizenberg / False Bay
-------------------------------------------------------------------------------- Sehenswürdigkeiten und Ausflüge:
Ein Trip hoch auf den Tafelberg. Wer gerne wandert sollte den Aufstieg zu Fuß absolvieren, denn die Wartezeiten an der Gondelbahn können bei regem Publikumsverkehr zwischen 60 und 90 Minuten dauern. Beim Fußmarsch ist es sehr zu empfehlen, ein wenig Proviant im Rucksack zu haben. Für die oberen Regionen ist ein Pullover im Gepäck nie verkehrt, da es bei windigem Wetter sehr frisch wird. Man hat von hier oben eine atemberaubende Aussicht auf ganz Cape Town. Die Waterfront, ein Einkaufs- und Erlebniszentrum am Hafen, ist neben der City die größte, kommerziellste und beeindruckendste Flaniermeile der Stadt. Bei schönem Wetter tummeln sich hier Menschen aus aller Welt, genießen die Vielfalt der Shops, verweilen in der Sonne in Restaurants und Bars und blicken auf den im Hintergrund liegenden Tafelberg. Ein besonderer Grund für den Einkauf in der Waterfront ist, daß die Shops sehr lange geöffnet haben, weswegen auch zahlreiche (zahlungskräftige) Einheimische hierher kommen. Unmittelbar vor der Waterfront befindet sich im BMW Pavilion das IMAX Cinema. Wer schon einmal ein IMAX Kino besucht hat, weiß was ihn erwartet. Rasante Fahrten durch den Grand Canyon mit dem Gefühl als säße man selbst im Boot. Weitere empfehlenswerte Programme sind „The Whales" (Die Wale), „Africa - the Serengeti" und „Blue Planet" (Astronauten im Weltall). Die Preise sind für deutsche Verhältnisse erschwinglich: 23 Rand für Erwachsene, knapp 10 DM (kids=15 Rd). Von der Waterfront aus starten Boote nach Robben Island. Hier befindet sich das Gefängnis, in dem Nelson Mandela die meiste Zeit seiner 27 Jahre Haft verbracht hat. An einigen Tagen in der Woche sind Zellenbesichtigungen möglich, der Preis für die Überfahrt liegt bei ca. 75-80 Rd (zur Erinnerung: 25 Rd=10 DM). Südafrika steht für gute Weinqualität. Sehr schöne Weinrouten finden sich in den Paarl,- Franschhoek- und Stellenbosch-Weinregionen. Hervorzuheben sind die Anwesen Mont Rochelle de Villiers in Franschhoek sowie Delheim und Boschendal in Stellenbosch. In Delheim sollte unbedingt der 96er Merlot getestet werden. Ein nicht sehr alter Wein, aber vorzüglich im Geschmack. Besonders zu empfehlen ist außerdem das Anwesen Groot Constantia, das einen faszinierend angelegten Garten hat (von Cape Town aus auf der M3 fahren). Und wer schon mal einen Abstecher nach Stellenbosch macht, sollte auf jeden Fall im „Ooom Samie Se Winkel" einkehren, ein wunderbarer, mit unglaublicher Liebe eingerichteter Antiquitätenladen. Die Besitzerin, eine ältere Dame, ist die gütigste Person der Welt... Ein absolutes Muß ist ein Ausflug nach Simons Town. Denn dort gibt es ein groß angelegtes Naturschutzreservat für Pinguine. Die „schwarzen Smokings" sind dermaßen drollig, einfach zum verlieben. Der Eintritt ist nicht hoch und dient dem Erhalt des Reservates. Es ist möglich hier zu baden, mit etwas Glück in netter Gesellschaft der kleine Kerle, allerdings ist dies die indische Ozeanseite, also etwas frischer in der Temperatur. Südafrika ist bekannt für sein Straußen- und Krokodilfleisch. Während das Fleisch der Strauße (Ostriches) äußerst delikat schmeckt, schmeckt Krokodilfleisch eher wie eine Mischung aus Schlange und altem Hund (zwar habe ich weder Schlange noch alten Hund probiert, stelle es mir aber so vor). Straußenfarmen gibt es überall. Wer jedoch nicht so weit fahren möchte, kann die West Coast Ostrich Ranch besuchen, die nur 20 Minuten von der Waterfront entfernt ist (N1 bis zur N7 North, Ausfahrt Malmesbury, dann bis zur Van Schoorsdrift Road). Ebenfalls einen Ausflug wert ist der Nature Park „World of birds" auf dem Weg nach Cape Point. Zu bestaunen sind hier Flamingos, bis zu einem Meter große Eulen und Vögel, die in Ihrer Farbenpracht einmalig sind. Aber auch andere Tierarten wie Affen etc. sorgen für keine Langeweile. Zu bestimmten Zeiten finden die Fütterungen statt, denen man natürlich beiwohnen kann und die, wie immer, am interesantesten sind. Der Eintritt ist günstig. Cape Point / Cape of Good Hope. Hier treffen der Atlantische und der Indische Ozean zusammen, ein Grund dafür, daß es häufig diesig und auch ein wenig windig ist. Dennoch ist es ein beeindruckendes Erlebnis an dem Kap gewesen zu sein. Ich habe am Kap der guten Hoffnung eine Zigarre geraucht, aber es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, was er dort macht. Auf jeden Fall sollte man sich etwas Schönes wünschen und den Moment ganz einfach genießen... Hermanus: Paradies der Wale. Die beste Zeit, um die großen Säugetiere wirklich sehen zu können, ist i.d.R. August bis September. Dann kann man nämlich bis zu 100 Wale auf einmal sehen, die vor der Küste dieses kleinen und verträumten Fischortes verweilen. Ertönt das Horn eines alten Mannes, rennen die Touristen wie aufgescheuchte Hühner an das Ufer, denn das ist das Signal für die Sichtung der Wale. In der Hochsaison ist der Ort gut besucht. Hunderte von Menschen erfreuen sich an jedem Sprung, an jeder prustenden Fontäne. Sehr interessant am Rande: die Größen der umherschwingenden Fotoobjektive - a Waaaaahnsinn.... Ein Highlight in der Region „Klein-Karoo" sind die Cango Caves - mit das Beeindruckendste, was ich gesehen habe in Südafrika. Die Cango Caves liegen nördlich von Oudtshoorn. Sie bilden ein riesiges Höhlensystem aus Kalkstein (Tropfsteinformation) unterhalb des Swartbergs. Die erste, mit Lampen ausgerüstete Expedition in die Höhlen wurde von einem hiesigen Farmer im 18. Jahrhundert unternommen. Die Cango Caves sind täglich geöffnet, allerdings ist der Zutritt nur mit einem Führer möglich. Die größte der Höhlen hat einen Querschnitt von über hundert Metern und ist 16m hoch. Wirklich atemberaubend und sehenswert! Kirstenbosch Botanical Gardens - jeden Sonntag in den Sommerwochen findet hier ab 17 Uhr ein Konzert vor einzigartiger Kulisse der Berge und eines wunderschönen Gartens statt, bei dem jeder wenn nicht einen voll bepackten Picknickkorb, doch mindestens ein Fläschchen Cidre dabei haben sollte, um den Sonnenuntergang zu genießen. Gleiches gilt auch für den Signal Hill. Viele verbringen hier Ihren Feierabend, picknicken, plaudern und erfreuen sich des Lebens. Es geht dann sehr relaxed zu - nicht umsonst spricht man in Kapstadt so gerne vom „Cape Coma". So, das war mein kleiner Reisebericht. Ich kann nur sagen: dieses Land hat wirklich sehr viel zu bieten. Ich für meinen Teil habe schon beim Schreiben wieder große Sehsucht bekommen nach Südafrika. Und 14 Stunden Flug lohnen sich allemal für einen Besuch in good ol’ Cape Town und Umgebung.
Viel Spaß
Nicolai Mynter
Kommentar schreiben
|
|
Kapstadt - Angebote
Südafrika - Angebote
 |
Out of Africa Safaris outofafricasafaris.co.za Natur Reisen in Namibia, Suedafrika, Botswana, Zambia und Mozambik! Seit 1994
|
 |
Südafrika Flugtickets Flüge nach Südafrika Wir suchen Ihnen manuell den günstigsten Preis für Ihren Südafrika-Flug heraus
|
|