Kapstadt in Südafrika

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Rüdiger Reinisch Südafrika Reisebericht

Südafrika - Rundreise

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Am Vormittag sind wir in Johannesburg nach ca. 11 Stunden Flug (von London aus) gelandet. Die Verbindung in London war sehr knapp, da wir ca. eine 3/4 Stunde wegen des starken Flugverkehrs über London kreisen mussten. Das Gepaeck hat es leider nicht mehr geschafft, dies sollte aber den Normalfall darstellen haben wir erfahren. Nach laengerem Verhandeln konnten wir fuer uns ein Hotelzimmer fuer eine Nacht im nahegelegenen Holiday Inn Hotel herausschlagen (inkl. Abendessen und Fruehstueck - sehr gut).

Dafuer wurde uns ein Uebernachtungsscheck ausgestellt. Weiters standen fuer die notwendigsten Dinge jeder Person 500 Rand zur Verfuegung. Diese Dinge bekamen wir aber nur deshalb, weil wir angaben: 1) dass wir nicht in vorgehabt hatten in Johannesburg zu bleiben und 2) weil wir nicht wussten in welchen Hotels wir uebernachten werden. Das Mietauto hatten wir bei Europcar gemietet. Es war alles schon vorbereitet. Ich legte noch eine Fuehrerscheinuebersetzung hinzu ueber die sie sich sehr gefreut hat. (ein internationaler Fuehrerschein ist nicht notwendig. Fuehrerscheinuebersetzung bekommt man bei den Automobilclubs als Mitglied gratis) Weiters erhielten wir noch eine Landkarte und ein Heft mit Verkehrszeichen und Spracherklaerungen - nie gebraucht. Die Rechtslenkung und das Rechtsfahren war am Anfang doch etwas ungewohnt - vorallem das Schalten.

Wir machten dann einen kleinen Autoausflug in ein nahegelegenes Einkaufszentrum um die notwendigsten Dinge zu besorgen und schauten uns dabei gleich auch noch ein bisschen Johannesburg an. Bei Nacht sind wir nicht durchgefahren und ich bin auch froh darueber, der Tag hat gereicht. Die Distanz fuer den naechsten Tag war sehr gering (Pretoria) deshalb wollten wir uns noch Gold Reef City (in Johannesburg) anschauen. Wir waren sehr enttaeuscht, da dies nur ein mittelmaessiger Vergnuegungspark ist und mit den Disney-Parks in keinster Weise mithalten kann - Besuch umsonst. In Pretoria haben wir wahrscheinlich die falschen Strassen befahren, denn bis auf die schoenen in violett gehaltenen Strassenalleen gab es nicht wirklich Sehenswertes. Der Entschluß wurde gefasst sofort weiter nach Sun City zu fahren. Es war nicht so leicht den Weg dorthin zu finden, da wir des oefteren die Strasse verloren hatten. Man muss hoellisch aufpassen, denn Beschilderungen sind oft sehr rar gesaeht. Wir kamen um ca. 16:00 in Sun City, nach einem kleinen Zwischenstop bei einem kleinen Markt, an. Wir fuhren hinein und zahlten ca. 80 Rand (40 Rand in Jetons) Eintritt. Das schönste Hotel ist natuerlich auch das am weitesten entfernteste und auch wahrscheinlich auch das teuerste. Billigstes Zimmer 2000 Rand und teuerstes ca. 13000 Rand. Das Personal dort war sehr hilfsbereit und telefonierte in Sun City herum um ein Zimmer zu bekommen. Resultat kein Zimmer in Sun City. Nur eines ausserhalb (nicht sehr weit entfernt). Die Nacht pro Person ca. 500 Rand (inkl. Fruehstueck und Abendessen - ausgezeichnet). Das Fleisch und den Salat stellt man selbst zusammen und zubereitet wird von einem anderen. Sehr schöne Anlage mit Pool udgl. Am Abend sind wir dann noch mit der schon zuvor geloesten Eintrittskarte (um 24:00 laeuft sie aus) nach Sun City gefahren. Wir haben uns ein wenig mit einem Herrn bei der Einschienenbahn unterhalten. Er erzählte uns ein wenig über das Leben in Südafrika. Das Casino haben wir nicht auf Anhieb gefunden aber ein Bus-Lenker war dann so nett und hat uns gezeigt wo wir aussteigen sollten bzw. er hat uns dorthin geführt. Roulette-Tische haben wir leider keine gefunden. Scheinbar nicht so leicht. Gewonnen haben wir nicht viel. Ich habe 2-3 Rand gewonnen und Daniela glaube ich 5 Rand (bei den einarmigen Banditen). Irgendwie schockierend, daß auch schon Kinder in die Casinos duerfen oder vielleicht sehe ich das nur zu eng.

Am naechsten Tag sind wir auf dirktem Weg nach Phalaborwa gefahren (an die Grenze vom Kruegerpark). Wir sind zu spaet zum Eingang gekommen, deshalb konnten wir an diesem Tag nicht mehr hineinfahren. Hier traten auch Probleme bzgl. der Unterkunft auf. Auf der Strecke dorthin blieben wir einmal bei einem Schwarzen stehen der auf einer total verlassenen Strasse eine Autopanne hatte. Dieser riet uns nie mehr stehen zu bleiben, weil es in Suedafrika sehr gefaehrlich ist. In diesen Gebieten wird uebrigens der Tank so vollgetankt, daß sicher nichts mehr hineinpasst. Auf der Strecke hatten wir auch unsere ersten Affen und Strausse gesehen. Die Unterkunft in Phalaborwa war eine kleine Huette (fuer bis zu 7 Personen - Name: Buffalo; sehr geraeumig, Kuehlschrank, Besteck, sauber, an einem Teich gelegen, mit Grillstelle). Ich musste auch feststellen, dass es nicht so einfach war an Bier heranzukommen. Bei uns kauft man dies in jedem Laden oder auf jeder Tankstelle. In SA nur im Bottle-Shop. War nicht einfach den dort zu finden. Zu den Bieren hatten wir uns dann noch Wuerstel gekauft die wir auf Holzscheitern, die es ja ueberall zu kaufen gibt, brateten.

Am naechsten Tag fuhren wir dann in den Kruegerpark (Eintritt glaube ich 10 Rand) und eine Angabe der Unterkunft mussten wir auch machen. Wir hatten diesbezueglich sehr viel herumtelefoniert - war nicht einfach (hatten uns beim Eingang auch eine Wertkarte gekauft). In Schingwedzi bekamen wir dann eine Bestaetigung fuer das Zimmer. Wir fuhren los und sahen natuerlich einige Tiere (Gazellen, Zebras, Affen, Hyaenen, Elefanten, Krokodile, Giraffen, Voegel - keine Loewen). Um ca. 18:00 wird es dunkel und es wird schnell dunkel - man muss aufpassen dass man keine Tiere niederfaehrt. Uebrigens haben wir noch einige Camps gesehen die auch sehr nett gewesen waeren - aber wir hatten ja reserviert. Die Strecke Phalaborwa - Schingwedzi ist eigentlich keine weite, nur darf man in einem Naturpark gewisse Dinge nicht unberuecksichtigt lassen: 1) Speedlimit 50 km/h 2) Man nimmt gewisse Strecken, die auf dem ersten Blick sich nicht wirklich als Umweg deklarieren 3) Man sieht Tiere, die man filmen will und natuerlich auch fotografieren. Wir kamen also um 18:30 im Camp an und kassierten gleich einmal einen grossen Anschiss vom Torwaechter. Nachdem wir ihm dann aber klarmachten, dass wir von Uebersee (klingt komisch wenn es sich lediglich um Europa handelt) kommen und dies nicht wissen konnten, weckte er die Rezeptionistin (von der bekamen wir auch noch einen Anschiss). Die Hütte die wir zugeteilt bekamen, war ganz nett (mit eigener Grillstelle). Es gab kalte Küche. Am naechsten Tag fuhren wir noch eine Runde im Kruegerpark herum (in den Norden hinauf). Da gab es nicht so viel zu sehen. Wir waren wieder rechtzeitig im Camp zurueck. Der Torwaechter kannte uns noch. Wir kauften Hendel und grillten selbst. Unsere Nachbarn (Suedafrikaner) luden uns auf ein Glas Wein ein und ein anderer wollte uns beim Lagerfeuer helfen (alle sehr sehr nett). Die Strecke die wir am naechsten Tag zurueckzulegen hatten betrug lt. Plan 13 Stunden (bei ca. 25 km/h) (suedliche Grenze des Kruegerparks). Wir schafften es mit staendiger Geschwindigkeitsuebertretung in 6-7 Stunden. Naechstes Problem wir mussten die Swaziland-Grenze bis 16:00 erreichen denn sonst sperrt diese zu. (Grenzuebergang Josefthal). Da lernte ich die Strassenkarte richtig zu lesen. Strassen die auf dem Plan ganz klein eingezeichnet sind entsprechen Forstwegen (eine ungewoehnliche Erfahrung). Zu allem Uebel regenete es noch wie aus Eimern. An der Grenze kamen wir an und trotz Visum mussten wir an der suedafrikanischen Grenze und an der Swaziland-Grenze aussteigen und ein Visa ausfuellen. Fuer das Auto verlangten die Suedafrikaner noch 12 Rand. Die wichtigsten Nummer sind uebrigens die Auto-Nummer und die Passnummer. Wir fuhren dann weiter in einem Stau nach Mbabane. Unser Hotel das wir uns ausgesucht hatten wurde renoviert und ausserdem fuehrte keine Strasse dorthin (Umbauarbeiten). Wir uebernachteten dann in einem Hotel (Mountain Inn) indem das Zimmer ca. 500 Rand gekostet hat. Das Hotel hatte eine Bar und eigentlich kein schlechtes Essen. Wir sind dann am naechsten Tag ueber den Westen wieder hinausgefahren. Das gleiche Prozedere bei der Ausreise, diesmal zahlten wir aber nichts fuer das Auto. Uebrigens ist es nicht schlecht, wenn man sich von der Autovermietung eine Bestaetigung fuer das Auto ausstellen laesst, wenn man ins Ausland faehrt. Auf dem Weg nach Durban ist dann nicht wirklich viel passiert. Wir quartierten uns im Holiday Inn Garden Court ein (Preis ca. 250 Rand).

Dort sahen wir die Surfer, Sea-Aquarium (3 Delphine, Haie, Rochen, Seeloewen...), eine afrikanische Tanzgruppe (wie in Italien) und kauften ein paar Andenken. Eigentlich gab es dort nicht viel aufregendes. Wir fuhren weiter nach Blomfontain und uebernachteten im Formula 1 - Hotel (Zimmer 129 Rand + 8 Rand pro Person fuer das Fruehstueck). Diese Kette gibt es oefters in SA. Die Zimmer sind in jeder Stadt die gleichen. Man weiss also was einem erwartet. Die Zimmer sind fuer 3 Personen ausgelegt, mit Fernseher (nur Lokalsender), Klo/Dusche-Kabine (wie in einem Camping-Bus) und harte Betten (was aber fuer mich kein Nachteil ist). Wir sahen uns ein bisschen in Blomfontain um und gingen abends in das benachbarte Restaurant essen (sehr zuvorkommende Bedienung). Am naechsten Tag fuhren wir nach Lesotho (Tagesausflug) ueber die Maseru-Bridge. Die Grenzformalitaeten waren die gleichen wie in Swaziland (nur fuer das Auto bezahlten wir diesmal nichts). Maseru ist klein, dreckig und man hat ein etwas mulmiges Gefuehl. Das Fotographieren ist leider auch keine leichte Sache (ohne Erlaubnis geht ueberhaupt nichts). Dort haben wir aber die kleinsten Friseure gesehen (2* 2 Meter), und davon gleich mehrere nebeneinander, Schuhverkaufshuetten, den Basotho als Huette und auf den Koepfen und eine Sandsteinkirche. Nach ca. 1,5 Stunden fuhren wir wieder hinaus. Am naechsten Tag machten wir uns dann auf den Weg nach East London (keine schoene Stadt). Kurzes Essen bei KFC dann weiter nach Port Alfred. Haben deine Zettel nicht mehr gefunden und studierten deshalb den Lonely Planet. Uebernachteten im Grand Hotel. Dort steht die aelteste Telefon-Anlage die sonst nur aus dem Fernsehen kannte. (sehr sehenswert). Die Besitzerin ist auch sehr zuvorkommend gewesen. Die Zimmer waren ausserst groß und im alten Stil eingerichtet aber natuerlich mit Fernseh-Apparat und Radio. (Kostenpunkt ca. 150 Rand). Wir fuhren am Abend dann noch an den Strand und machten dabei ein paar schoene Wuestenaufnahmen. Essen gingen wir in den Hafen. Am naechsten Tag gings weiter nach PE und uebernachteten wieder im Formula 1 Hotel (ist direkt neben dem Sea-Aquarium (2 Delphine, Haie, Rochen, Seeloewen, Pinguine, ...).

Ausserdem gingen wir noch ins Schlangenmuseum (sehenswert), und wollten noch ins Airforce-Museum (schwer zu finden - und dann hatte es leider zu - kann aber nichts Grossartiges sein). Weiterfahrt nach Mossel Bay. Übernachtung im Guest-House A B+B (John & Coba Lincoln). Wunderschöne Zimmer. Traumhaftes Fruehstueck und ueberaus nette Gastgeber. (pro Person ca. 100 Rand). Am Abend ist Beisammensitzen an der Hausbar mit allenmoeglichen Getraenken. Die Getraenke werden Daumen mal Pi abgerechnet und fuer unsere Verhaeltnisse sehr guenstig (20 Rand fuer 8 Bier, im Vergleich bei uns ca. 80 Rand). Der Begruessungs-Drink geht auf die Rechnung des Hauses. Der Gastgeber hat uns auch noch eine Runde mit seinem Privatauto durch die Stadt gefuehrt. Ausserdem haben sie Speise-Karten von guten Restaurants in der Stadt im Guest-House. Man kann sich dadurch schon vorinformieren und vorreservieren. An diesem Tag schauten wir uns noch den Post-Tree an und das Diaz-Museum (sehenswert). Am naechsten Tag machten wir einen Tagesausflug nach Outshorn zur Straussenfarm (Ritt auf einem Strauss, Stehen auf einem Ei, Straussenrennen, na die normale Fuehrung halt), weiter in den Cheetah-Park (dort ein Krokodil-Steak gegessen - ausgezeichnet), weiter zu den Cango Caves (leider zu spaet angekommen - nur die kurze Tour - trotzdem eine wunderschoene Hoehle). Am naechsten Tag ging es dann nach Kapstadt. Uebernachtung fuer den Rest des Urlaubs im Formule 1 Hotel. Fuhren zur Waterfront (waren praktisch jeden Tag dort) und gingen ein bisschen bummeln. Am naechsten Tag ging es runter an das Kap der guten Hoffnung. Auf dem Weg dorthin sahen wir einige Wale (ich liebe sie - The Right Wale). Mit der Bahn sind wir nicht hinaufgefahren. Blieben gleich unten im Restaurant sitzen (wunderschoener Ausblick gewesen). Den Rest im Reserve herumgefahren. Am naechsten Tag gingen wir in das South African Museum (sehenswert) und in das Sea-Museum (zwar keine Delphine aber trotzdem sehr sehr schoen). Auf den Tafelberg fuhren wir natuerlich auch einmal hinauf (Aufenthalt gerademal 10 Minuten, Daniela war die drehende Gondel nicht ganz geheuer). Im Park "World of birds" waren wir auch (traumhaft - man kann direkt durch die Kaefige gehen). Eine Weinverkostung haben wir auch mitgemacht inkl. Fuehrung (8 Rand). Leider bekamen wir keine begeisterungswuerdigen Weine zum Kosten. Franzoesische und Italienische schmecken besser.
Am letzen Tag machten wir noch eine Rundtour ums Cape und dann ab zum Flughafen. Der Rueckflug ging gut und wir landeten um die Mittagszeit wieder in Wien.

Liebe Gruesse
Ruediger & Daniela

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