Erstmals kam die fundamentalistische Muslimgruppe Pagad (People against gangsterism and drugs = Menschen gegen Gangstertum und Drogen) in die Schlagzeilen und in den Mittelpunkt der Politik des Westkaps, als deren Mitglieder 1996 an einem der Drogenbosse einen grausamen Lynchmord verübten. Rashaad Staggie war nach einem Aufmarsch der Pagad im Beisein der Polizei durch Schüsse verletzt und anschließend bei laufenden Kameras verbrannt worden, während die Polizei hilflos zuschaute.
Armut und Arbeits- und Hoffnunglosigkeit in den Cape Flats bilden sich Gangs
Seitdem wurden immer wieder Anschläge meist mit Rohrbomben verübt. Beunruhigt von der zunehmenden Kriminalität und empört über den fast ungestörten Drogenhandel, formierten sich die rund 400.000 Muslime 1996 in und um Kapstadt zu einer Art Bürgerwehr. Sie genossen auch die Sympathien vieler weißer Südafrikaner, da der Staat aufgrund Korruption und Machtlosigkeit als Ordnungshüter abgedankt zu haben schien. Bürgerwehren auf allen Seiten des politischen Spektrums haben eine alte Tradition in Südafrika: von weißen Farmern auf der Suche nach Viehdieben über die vom Militär gesteuerten Gruppen bis hin zu „Volksgerichten“ in den Townships gegen „Polizeispitzel“, deren Strafe es war, auf dem Scheiterhaufen angezündeter Autoreifen verbrannt zu werden.
Mitchell‘s Plain in den Cape Flats
Schwierigkeiten mit Banden gibt es in Kapstadt seit mehr als 60 Jahren. Zwangsumsiedlungen in der Zeit der Apartheid, soziale Entwurzelung sowie Straßenschlachten in den Jahren des politischen Widerstandskampfs und chaotische Schulbedingungen haben das Problem verschärft. Muslime, aus denen hauptsächlich die Pagad besteht, leben in Kapstadt fast seit deren Gründung Mitte des 17. Jahrhunderts.
Sie sind Nachfahren von Malaien, die von den Holländern einst als Arbeitskräfte in ihre südafrikanische Kolonie geholt wurden. Konflikte der Muslime mit anderen ethnischen Gruppen gab es in Kapstadt früher kaum. Eine Bandenkultur entwickelte sich in den Townships der Farbigen, wie z.B. Mitchell‘s Plain, um sich gegen Übergriffe aus benachbarten Townships der Schwarzen zu verteidigen. Der Zwillingsbruder Staggies übernahm inzwischen die Führung der Gangsterbande „Hart lebende Jungs“. Er genießt wie zuvor sein Bruder unter arbeitslosen Jugendlichen in den Cape Flats besonderes Ansehen, weil er ihnen durch Rauschgifthandel und Diebstahl zu Einkommen und Ansehen verhilft.
Bis Ende 1999 belief sich die Anzahl der Anschläge, für die entweder Kapstadts Banden oder Pagad verantwortlich gemacht wurden, auf über 680. Mehr als 170 Menschen wurden festgenommen, verurteilt wurde bis dato niemand. Nachdem Thabo Mbeki im Januar 1999 davor warnte, dass die Angriffe außer Kontrolle gerieten, wurde eine Sondereinheit der Polizei gebildet, die den städtischen Terrorismus im Westkap, vor allem in Kapstadt, bekämpfen sollte.
Kapstadt und die Cape Region gehören zu den schönsten Gegenenden der Welt.Die Kriminalitätsrate ist nicht zu unterschätzen aber auch nicht über zu bewerten. Mit Vorsicht, gesundem Menschenverstand und wenn man sich an die oben schon genannten Regeln hält, ist man genauso sicher/unsicher wie in Großstädten der USA,Südamerika oder Berlin. Der Unterschied liegt darin, dass die Hemmschwelle zur Gewalt ggfs. etwas niediger ist, daher ist Leichtsinn nicht angebacht. Ich war mind schon 15x in CapeTown und mir ist noch nie etwas passiert. Beim Fahren durch die Stadt: "lock in & all bags under seat!"
Ich möchte erstmals alle entwarnen! so schlimm ist das nicht!! ich war 3 Monate in Kapstadt und ich hatte nie ein grösseres Problem nur folgende Regeln beachten: - ab 18.00 Uhr nur noch mit dem Taxi unterwegs sein - nicht zu viel Bargeld dabei haben - z.B. einen Apfel bereithalten für die Bettler die kein Geld wollen sondern das man ihnen etwas zu essen kauft. Gibt man ihnen dann etwas zu essen sind sie zu frieden und lassen einem in Ruhe - Longstreet & Waterfront sind kein Problem auch am Abend und Nachts wenn man Acht gibt und nicht unbedingt alleine unterwegs ist
-> Selbst wenn es ein Touristenplatz, Einkaufspassage oder sonstiges (Strand, Bergwandern ...). Bei Einbruch der Dämmerung verlassen! Außer es ist eine Touri-Veranstaltung und es sind sehr viele Menschen anwesend (z. B. Waterfront) -> Bei Dunkelheit auch keine Seitenstraßen entlang laufen und schon gar nicht unbeleuchtete Straßen oder Gegenden!!! -> Verteilen Sie ihr Bargeld am Körper. Einen Teil im Geldbeutel, ein Teil in den Hosentaschen und einen Teil im Socken (natürlich nur, wenn man mehr mit sich führt. Ich hab das ab 1.000 Rand gemacht)
Kommentare
- ab 18.00 Uhr nur noch mit dem Taxi unterwegs sein
- nicht zu viel Bargeld dabei haben
- z.B. einen Apfel bereithalten für die Bettler die kein Geld wollen sondern das man ihnen etwas zu essen kauft. Gibt man ihnen dann etwas zu essen sind sie zu frieden und lassen einem in Ruhe
- Longstreet & Waterfront sind kein Problem auch am Abend und Nachts wenn man Acht gibt und nicht unbedingt alleine unterwegs ist
-> Bei Dunkelheit auch keine Seitenstraßen entlang laufen und schon gar nicht unbeleuchtete Straßen oder Gegenden!!!
-> Verteilen Sie ihr Bargeld am Körper. Einen Teil im Geldbeutel, ein Teil in den Hosentaschen und einen Teil im Socken (natürlich nur, wenn man mehr mit sich führt. Ich hab das ab 1.000 Rand gemacht)