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Namaqualand
Etwa 500 km nördlich von Kapstadt, zwischen Olifants und Oranje River, liegt das Namaqualand, ein trockenes, sandiges Flachland. Vor langer Zeit einmal grenzte es an den Atlantischen Ozean und bildete seine Strände. Das Volk der Nama (ehemals als „Hottentotten“ bezeichnet) besiedelt die Gegend erstmals vor etwa 2.000 Jahren. Das Namaqualand ist der Ort eines einmaligen Naturschauspiels. Einmal jährlich verwandeln sich Abschnitte der öden, lebensfeindlichen Region in ein wahres Blütenmeer. Der geringe Winterregen (örtlich <50 mm/Jahr) bringt zum Frühjahr die vielen einjährigen Pflanzen fast gleichzeitig zum Blühen. 4.000 Pflanzenarten sind im Namaqualand bekannt, darunter viele Sukkulenten und der dickstämmige Quiver Tree („kokerboom“ – Köcherbaum: Aloe dichotoma), aus dessen faserigen Ästen die San (Buschmänner) Köcher (quiver) für ihre Pfeile herstellten. Seit der Mitte des letzten Jahrhunderts wird im Namaqualand nahe der Hauptstadt Springbok Kupfer abgebaut.
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