Kapstadt in Südafrika

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Die Verteilung des Landes in Südafrika

Die Sklaven, seit Anfang des 18. Jahrhunderts den Freien zahlenmäßig immer überlegen, sollten das Schicksal Südafrikas entscheidend beeinträchtigen: Handwerkliche Tätigkeiten jeder Art wurden in der Regel von Sklaven ausgeführt, die als billige Arbeitskraft geschätzt wurden, während ein freier Arbeiter sich nur in äußerster Notlage dazu herabgelassen hätte. Als Weißer hatte man sein eigener Herr zu sein, wenn auch als Geschäftemacher oder Spekulant.

Diese Arbeitsmoral hatte eine hohe Beschäftigungslosigkeit unter Weißen trotz vorhandener Arbeitsplätze zur Folge. Die Kompanie verpachtete daraufhin den besitz- und erwerbslosen Freien zu sehr günstigen Konditionen eine insgesamt riesige Fläche Land, auf der sie mit geringem Startkapital Viehzucht betreiben konnten. Im Jahre 1793 gab es 1959 Siedler auf einer 400 mal 800 Kilometer großen Fläche nord-östlich vom Kap aus gesehen. War das Weideland abgegrast, zogen die Bauern, die man nun als Trekburen (von trekken = ziehen; bure = Bauer) bezeichnete, weiter und pachteten neues Land. Folge war eine dünne Besiedlung einer gewaltigen Fläche; gestoppt wurde die Expansion nur durch natürliche Grenzen bzw. ab 1770 durch Grenzkriege mit den Xhosa.

Eine der entscheidenden Auswirkungen des Zusammentreffens von billiger Sklavenarbeit und verfügbarem Weideland an der Grenze der Kolonie war, dass dadurch keine weiße Unterschicht entstand. Soziale Spannungen zwischen Ober- und Unterschicht innerhalb der weißen Bevölkerungsgruppe wie in Europa entsprachen hier denen zwischen Freien und Unfreien (= Nichtweißen). Damit war zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Anlage der Gleichbedeutung von Klassen- mit Rassenunterscheidung gegeben und ist bis in die Gegenwart hinein spürbar.




Kommentare 

 
+9 #2 May-Line 2011-05-23 16:14
Ich schreibe im Moment meine Facharbeit über Nelson Mandela. Ich fand Mandela schon immer eine eindrucksvolle Person, doch durch diese Arbeit wurden mir erst richtig die Augen geöffnet wie hart die Apartheid wirklich war! Wir denken uns vielleicht, dass es nicht möglich ist einem anderen Menschen so etwas schreckliches anzutun...doch dies geschiet noch heute an vielen Orten auf der Welt, vielleicht nicht in diesen Ausmassen aber denoch geschiet es! Die Welt ist friedlich, die Menschen aber nicht!! Dies ist traurig aber wahr!!
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-3 #1 Julietta Martire 2011-05-03 06:40
Die Demokratie ist in in der jetzigen zeit nun mal die vorherrschende Regierungsform. Doch in der tatsächlichen Durchführung kommen große Probleme auf, die prinzipiell heutzutage nicht auftreten dürften. Nun wird auch in mehreren Arabischen Staaten die Demokratie eingeführt, und die Probleme treten auch hier auf. Und wer kommt dafür auf? Natürlich der Steuerzahler. Zum Beispiel guckt man sich nur mal diese riesigen Wahlkampagnen an. An Stelle Wähler (die übrigens für den Bestand der Parteien verantwortlich sind) objektiv zu schildern welche Zielsetzungen sie haben, und welche Schritte sie dazu unternehmen, verschwenden sie Unmengen an Toner und Papier, oder fahren mit großen Wahlständen umher. Anstatt den Staat mit ebendiesen Finanziellen Mitteln zu stützen, sorgen sie dafür, dass Unternehmen, sogar teilweise Ausländische, viel Geld mit der Toleranz des Deutschen Bürgers zu verdienen. Lasst uns handeln! Ich drucke Plakate gegen solche Verschwendung.
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