Kapstadt in Südafrika

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Nicht-weißer Widerstand nach dem Zweiten Weltkrieg

Dadurch, dass die Nationale Partei seitxe "Group Areas Act" 1948 ihre Diskriminierungspolitik auf Inder, Mischlinge und Asiatenxe "Farbige" ausgedehnt hatte, kam es fast zwangsläufig zu einem Zusammengehörigkeitsgefühl allerxe "Cape Flats" Nicht-Weißen und anlässlich der 300-Jahr-Feier des weißen Südafrika Ende xe "Mitchell’s Plain"1952 erstmals zum gemeinsamen Widerstand. ANC und SAIC (South African Indian Congress) organisierten zahlreiche friedliche Protestaktionen gegen das Apartheidregime; innerhalb kurzer Zeit wuchs die Mitgliederzahl des ANC von 7.000 auf 100.000. Um von Anfang an jede Opposition gegen die Politik der Nationalen Partei zu ersticken, rief die Regierung im Januar 1953 den Ausnahmezustand im Lande aus.

Im Jahre 1955 wurde auf dem sogenannten Volkskongress ein „Freiheitsmanifest“ verabschiedet, in dem eine Gesellschaftsordnung mit gleichen Rechten und Chancen bei gleicher Leistung für alle – unabhängig von Rasse und Hautfarbe – gefordert wurde. Folge waren Polizeirazzien und Verhaftungen. ANC-Präsident Mvumbi Luthuli stand bis zu seinem Tode 1967 unter „Hausarrest“. Dennoch trat er stets für einen gewaltfreien Widerstand ein. In der Friedenscxe "Swart, C. R."harta des Congress of the People vom 25. Juni 1956 xe "Britisches Commonwealth"forderten die Vertreter aller Rassen ein demokratisches Südafrika, woraufhin 156 Personen wegen Hochverrats festgenommen wurden.

Sharpeville

Die jüngere Generation innerhalb des ANC drängte nach spektakulären Taten. 1959 spaltete sich ein radikaler Flügel unter Robert Sobukwe ab und gründetxe "Widerstand"e den Pan-African Congress (PAC). Dieser organisierte am 21. März 1960 die ersten Massendemonstrationen im ganzen Lande, wobei es an etlichen Orten zu blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei kam. Der blutigste und zugleich als Wendepunkt angesehene Zwischenfall ereignete sich in Sharpeville bei Johannesburg, als in Panik geratene Polizisten 69 schwarze Anti-Apartheid-Demons­tran­ten töteten, 180 wurden schwer verletzt, zumeist durch Schüsse in den Rücken. Das Massaker rief weltweite Empörung hervor, im ganzen Land fanden Streiks und Demonstrationen statt, Polizeieinsätze bei Kapstadt hatten weitere Todesopfer zur Folge. Daraufhin verfolgte die Regierung eine Vorwärtsstrategie und verhängte den Ausnahmezustand, verabschiedete im Eilverfahren das Gesetz gegen gesetzwidrige Organisationen, was am 8. April zum Verbot von ANC und PAC führte, die im Untergrund oder im Exil verschwanden.

Hervor kam die PAC-nahe Organisationen Poqo (Xhosa-Sprache: „rein“, „allein“), die sich durch blutige Attentate einen baldigen Umsturz erhoffte und die ANC-nahe Umkhonto we Sizwe („Speer der Nation“), die einen langen Kampf erwartete und vor allem staatliche Einrichtungen durch gezielte Anschläge treffen wollte. Durch die Kriminalisierung der Widerständler konnte sie nun wegen Planung und Durchführung bewaffneter Aktionen zu massiven Freiheitsstrafen verurteilt werden. Die organisierte schwarze Opposition wurde dadurch 1960–1964 fast vollständig zerschlagen, doch unternahm die Regierung nichts, um Ursachen und Nährboden des Widerstandes zu beseitigen.



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