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Fischfang in Südafrika
Zwischen 500.000 und 1 Million Tonnen Fische werden in Südafrika jährlich gefischt, die größtenteils exportiert werden. Zu den wichtigsten Fängen der Küstenfischerei gehören Sardellen, Sardinen, Stöcker und Makrelen, aus der Hochseefischerei Seehecht, Seeteufel und Snoek. Die meisten von diesen Fischen werden in einem relativ eng begrenzten Gebiet gefangen und gelten auf dem Weltmarkt als „Niedrigpreis“-Fische. Die wichtigsten Fischereihäfen am Atlantik, von Süden nach Norden, sind außer Hout Bay Kapstadt, Saldanha Bay, St. Helena Bay und Lambert’s Bay. Der vorhandene Fischreichtum hatte Anfang der 50er Jahre zu einer rigorosen Ausbeutung der marinen Ressourcen bei der Küstenfischerei geführt. Insbesondere Sardinen und Langusten erzielten hohe Preise auf dem Weltmarkt. Die Überfischung geschah teils durch eigene Boote, teils durch ausländische Fangflotten. Zum Schutz für die restlichen Fischbestände wurden lizensierte Fangquoten für einzelne Fischarten ausgegeben. Der Schwerpunkt der Hochseefischerei liegt bei der Gewinnung und Vermarktung von Frischfisch, während die Küstenfischerei sich vorwiegend auf die Herstellung von Fischkonserven, Fischmehl und -öl konzentriert. Als es 1990 zu einer drastischen Begrenzung der Sardellen-Fischerei auf 294.000 Tonnen kam, um eine weitere Ausdünnung zu vermeiden, hatte dieses negative Auswirkungen auf die Futtermittelerzeugung. Außer Thunfischen mussten auch Sardinen in größeren Mengen importiert werden (aus Namibia), um den südafrikanischen Mark ausreichend mit Fischprodukten zu versorgen.
Fischereiwirtschaft in Südafrika
Der Benguelastrom, der von Süden her an Kapstadt vorbei die afrikanische Küste hinaufzieht, führt kühles Wasser in den Südatlantik, das reich an Sauerstoff und Nährstoffen ist. Die grüne Farbe des Wassers (der Indische Ozean ist blau) rührt vom Plankton her, das als erstes Glied einer Nahrungskette die Grundlage für die vielgestaltige Meeresfauna ist. Viele Fische ernähren sich ausschließlich von Plankton, und so liegen ausgesprochen reiche Fischgründe vor der Südwestküste Afrikas. Das Zentrum der südafrikanischen Fischerei bilden die Standorte Hout Bay, Saldanha Bay, St. Helena Bay und einige weiter nördlich gelegene Buchten. Von hier aus wird die lokale Bevölkerung mit Fisch und Seafood versorgt. Während die Hochseeflotte vorwiegend Frischfisch liefert, ist die Küstenfischerei auf die Herstellung von Fischkonserven (z.B. Langusten), Fischmehl und Öl ausgerichtet. Kapstadt war zu Beginn des 20. Jh. der erste südafrikanische Hafen für die Hochseefischerei und ist wegen der Bevölkerungskonzentration und der guten Verkehrsanbindung heute noch wichtigster Verteilerhafen für das Hinterland bis Zimbabwe. Ein strenges Quotensystem gegen Überfischung und eine 200-km-Verbotszone für ausländische Fischtrawler sorgen dafür, dass die Fanggründe auch in Zukunft genügend Nahrung für Südafrika bieten.
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