Kapstadt in Südafrika

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Problematiken und Tendenzen

Die Zukunft Kapstadts liegt sicherlich im Tourismussektor, der in den letzten Jahren 10–15 prozentige Zuwachsraten pro Jahr hatte, eine Zahl, die sich aber in Zukunft abschwächen wird, da die Marktpotentiale langsam ausgeschöpft sind. Auch der Boom auf dem Immobilienmarkt wird zeitlich begrenzt bleiben, denn mittlerweile ist ein Preisniveau erreicht, das sich nur noch sehr begüterte Südafrikaner und Investoren aus der Ersten Welt leisten können. Ein sicheres Standbein und zukunftsträchtig ist allein der Weinbau, da die Weinqualität international anerkannt ist und die Anbauflächen immer mehr erweitert werden. Der oft gepriesene Fischfangsektor macht zwar 85 % des landesweiten Fischfanges und der Fischproduktion aus, wird aber in Zukunft nur unbedeutend zur wirtschaftlichen Gesamtlage der Provinz beitragen. Ähnliches gilt für die Forstwirtschaft.

Da Kapstadt das Hinterland fehlt und bisher nicht in große Industrieprojekte investiert wurde, ist auch nicht zu erwarten, dass sich dieses in absehbarer Zeit ändern wird. Hinzu kommt, dass die Wirtschaftsbeziehungen der Western Cape Province mit den SADC (Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika) und anderen afrikanischen Ländern durch Krieg in Angola, schwierige Friedensverhandlungen im Kongo/DRC und politisch instabile Lage in Zimbabwe wie auch in zahlreichen anderen Ländern überschattet werden und kurzfristigen Optimismus dämpfen.

Wirtschaftliches Wachstum am Kap wird demnach zukünftig weder einfach noch sicher sein. Es wird abhängen von der Fähigkeit lokaler Firmen und Anteilseigner, die Möglichkeiten zu ergreifen, die in den unterschiedlichen Sektoren entstehen. Und auch das Erkennen von der Synergie zwischen Sektor, Mega-Projekt und Stadtentwicklungsinitiativen ist gefragt. Ob Kapstadt der Sprung zur angestrebten Dienstleistungsmetropole gelingen wird, ist fraglich, denn hier ist die Konkurrenz von Johannesburg und Durban erdrückend.



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