Musik aus Südafrika #3

Unser Dank gilt Daniel Roy, der diese Songs zusammengestellt und locker kommentiert hat!

Bok van Blerk

Bok van Blerk heißt bürgerlich Louis Peplar und arbeitete hauptberuflich als Maschinenbauer, bis er 2006 mit „De la Rey“ einen Riesenhit in der afrikaanssprachigen Musiklandschaft landete. Und das Lied ist harter Tobak – darin geht es um den zweiten großen Krieg zwischen Briten und Buren und um Burengeneral De la Rey. Vor allem der Aufruf, De la Rey möge auch heute „sein Volk wieder führen“, ist schwer verdaulich und wird im Lande sogar als Aufruf an die Buren zum bewaffneten Widerstand im heutigen Südafrika betrachtet!

Andererseits wird von De la Rey gesagt, dass er kein typischer Haudegen gewesen sei, sondern im Krieg um Frieden bemüht war, um noch Ärgeres zu verhindern. Bok van Blerk kann schon daher nicht der weiße Rassist sein, für den ihn viele halten, als dass einer der Songs auf seiner CD ausgerechnet dem SCHWARZEN Rugby-Nationalspieler Brian Habana gewidmet ist. Außerdem hat er sich gegen Ziele und Praktiken rechtsextremer Organisationen wie der „Boeremag“ ausdrücklich ausgesprochen und erklärt, dass er Gewalt zur Lösung politischer Meinungsverschiedenheiten für inakzeptabel halte.

Trotzdem beschleichen mich beim Anschauen des Clips und Anhören des Songs arge Bedenken, ob dies in eine gute Richtung geht. Auch wenn ich verstehe, dass sich junge Buren heutzutage durchaus zurecht diskriminiert fühlen, weiß ich nicht, ob es angebracht ist, auf diese Weise mit einem Lied Gefühle aufzuwühlen. Ich will mir aber kein abschließendes Urteil erlauben, sondern gebe einfach mal nur den Link zum Clip, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann:

Weitere Song aus Südafrika im bunten Mix. Zunächst ein Kwaito aus Durban mit Bildern aus Durban:

Gekontert wird mit einer Prise Afrikaans von Etienne Steyns:

Etwas traditioneller (aber nicht viel) klingt da der „Toastersport“ von Willem Welsyn und seinen Sunrine Toffies an:

Meine Güte, finde ich heute nichts Harmonischeres?! Thandiswa, hilf uns mit deinem „Lahlumlenze“!

Na also, geht doch! Auch „Thando Iwakho“ von DJ Bongz ist ganz bekömmlich:

Noch’n DJ. Dieser hier nennt sich Cleo:

Interessante Töne.