Kapstadt.de - Reiseführer für Kapstadt und Südafrika

Reptilien

Gefleckte grüne Busch-Schlange in Südafrika

Reptilien in Südafrika

Gefleckte grüne Busch-Schlange in Südafrika

Informationen und Bilder gibt es zu den folgenden Reptilien in Südafrika:

Vier Schildkrötenarten (davon endemisch die Geometric Tortoise), jeweils mehr als zwanzig Schlangen- und Eidechsenarten und eine Chamäleonart sind in der Gegend um Kapstadt heimisch. 

Leguan in SüdafrikaLeguan in SüdafrikaEinige wenige der vorkommenden Schlangen, wie die Cape Cobra und die Puff Adder (Puffotter), sind giftig. Allerdings sind Reptilien meistens an sehr naturnahe, ungestörte Biotope gebunden und scheu. Sollten Sie doch einmal einer Schlange begegnen, bieten sie ihr die Möglichkeit zur Flucht, indem sie ruhig stehenbleiben. Mit etwas Glück erblicken sie dagegen vielleicht auch ein Cape Dwarf Chameleon, das in den Gebüschen des Fynbos auf Insektenjagd ist.

Die bis 15 cm langen Chamäleons können ihre kegelförmigen Augen unabhängig voneinander bewegen und benutzen ihren Schwanz beim Klettern als fünftes Glied. Durch ihre Fähigkeit, die Hautfarbe der Umgebung anzupassen, sind sie meist gut getarnt und schwer zu entdecken.

Chamäleons in Südafrika

Kleines ChamäleonKleines ChamäleonDie Chamäleons (Chamaeleonidae) (griech. χαμαιλέων chamailéōn „Erdlöwe“) sind eine Familie der Leguanartigen (Iguania) innerhalb der Schuppenkriechtiere (Squamata).

Es sind über 200 Arten beschrieben, die sich in zwei Unterfamilien aufteilen:

Die Echten Chamäleons (Chamaeleoninae) und die Stummelschwanzchamäleons (Brookesiinae).

Nahezu alle Chamäleons sind in ihrem natürlichen Lebensraum gefährdet, weshalb sie unter das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen fallen und ihre Haltung somit meldepflichtig ist.

 

 

Weitere Informationen zu Chamäleons bei Wikipedia

Chamäleon auf den PflastersteinenChamäleon auf den Pflastersteinen

ChamäleonChamäleon

Chamäleon auf den PflastersteinenChamäleon auf den Pflastersteinen

Echsen in Südafrika

Geschuppter Skink (Glattechse) auf dem RasenGeschuppter Skink (Glattechse) auf dem RasenEchsen ist die biologisch nicht eindeutige Bezeichnung für ein zu den Reptilien bzw. Sauropsiden gehörendes Taxon. Die gängigsten Definitionen stellen die Echsen entweder als Unterordnung zu den Schuppenkriechtieren oder ordnen ihnen alle heute lebenden Reptiliengruppen (traditionell unter Ausschluss der Schildkröten) zu.

Der erstgenannten Gruppe wird der wissenschaftliche Name Lacertilia zugewiesen, der zweitgenannten der Name Sauria (griechisch σαῦρος sauros ‚Eidechse‘, ,Salamander‘. Verwirrenderweise wird der Name „Sauria“ aber auch synonym zu Lacertilia verwendet, sodass man nur anhand des Kontextes bzw. bei Angabe des entsprechenden Autors erkennen kann, welches Taxon gemeint ist.

Weitere Informationen zu Echsen bei Wikipedia

Zwei große Echsen auf einem Felsen an der Timbavati River Road im Westen des Krüger-NationalparksZwei große Echsen auf einem Felsen an der Timbavati River Road im Westen des Krüger-Nationalparks

Rock Agama am Kap der Guten HoffnungRock Agama am Kap der Guten Hoffnung

Rock Agama auf einem Zweig an der Küste des De Hoop Nature ReserveRock Agama auf einem Zweig an der Küste des De Hoop Nature Reserve

Schöne Eidechse auf einem Stein beim Picknickplatz oberhalb des Mlondozi-Dammes im Südosten des Krüger-NationalparksSchöne Eidechse auf einem Stein oberhalb des Mlondozi-Dammes im Südosten des Krüger-Nationalparks

Rock Agama auf einem SandsteinfelsenRock Agama auf einem Sandsteinfelsen

Zwei Rock Agamas auf einem Felsen an der Steilküste im Cape of Good Hope Nature ReserveZwei Rock Agamas auf einem Felsen an der Steilküste im Cape of Good Hope Nature Reserve

Schwarze Eidechse auf dem Gipfel des Chapman´s PeakSchwarze Eidechse auf dem Gipfel des Chapman´s Peak

Große Eidechse in einem Felsspalt auf dem Gipfel des Chapman's PeakGroße Eidechse in einem Felsspalt auf dem Gipfel des Chapman's Peak

Farbenprächtiger Rock Agama beim Wolfberg ArchFarbenprächtiger Rock Agama beim Wolfberg Arch

Krokodile in Südafrika

Junges Krokodil im Reptilpark der Garden Route Game LodgeJunges Krokodil im Reptilpark der Garden Route Game Lodge

Die Krokodile sind eine Ordnung der amniotischen Landwirbeltiere. Heute werden etwa 25 Arten unterschieden, die sich auf 8 bis 9 Gattungen in den drei Familien der Echten Krokodile, der Alligatoren (inklusive Kaimane) und der Gaviale verteilen.[1] In einem spezielleren Sinn wird der Begriff „Krokodile“ auch auf die Echten Krokodile angewendet. Krokodile leben in Flüssen und Seen der Tropen und Subtropen, nur das Salzwasserkrokodil kann auch im Meer leben und kommt häufig an den Küsten Australiens und verschiedener Inseln Südostasiens vor. Ihr echsenartiges, urtümlich anmutendes Aussehen ist nur eine von vielen Anpassungen an ihre Lebensweise als im Wasser lebende Lauerjäger. Sie besitzen einen seitlich abgeflachten Schwanz, mit dessen Hilfe sie schnell schwimmen können. Außerdem haben sie hochliegende Augen und Nasenlöcher, sodass sie fast vollständig untertauchen, aber trotzdem noch atmen und aus dem Wasser schauen können.

Weitere Informationen zu Krokodile bei Wikipedia

Nahaufnahme eines Krokodilkopfes auf der KrokodilfarmNahaufnahme eines Krokodilkopfes auf der Krokodilfarm

Leguane und Warane in Südafrika

Urzeitlicher Leguan in einem Terrarium im Two-Oceans-Aquarium an der V&A WaterfrontUrzeitlicher Leguan in einem Terrarium im Two-Oceans-Aquarium an der V&A Waterfront

Die Leguane (Iguanidae) bilden eine Familie der Schuppenkriechtiere (Squamata). Sie kommen auf dem amerikanischen Doppelkontinent vom Süden der USA bis nach Paraguay, auf den Karibischen Inseln, den Galápagos-Inseln und den Fidschi-Inseln vor. Leguane erreichen Längen von 14 Zentimeter bis zu zwei Meter.

Der Schwanz ist oft länger als der übrige Körper. Ihre Köpfe sind oft mit Schuppenkämmen oder Kehlwamme versehen, die bei den Männchen ausgeprägter als bei Weibchen und bei der Balz und bei Rivalitätskämpfen wichtig sind.

Die Rückenschuppen der Echsen sind meist klein, die Bauchschuppen größer, stehen aber nicht in regelmäßigen Reihen.

Weitere Informationen zum Leguan bei Wikipedia

Nilwarane auf einem alten TermitenhügelNilwarane auf einem alten Termitenhügel

Schildkröten in Südafrika

Große Bergschildkröte in der Nähe des Camps im Karoo-NationalparkGroße Bergschildkröte in der Nähe des Camps im Karoo-Nationalpark

Die Schildkröten sind eine Ordnung der Sauropsida und erschienen erstmals vor mehr als 220 Millionen Jahren im Karnium (Obertrias).

In der klassischen Systematik werden sie zu den Kriechtieren bzw. Reptilien gezählt; diese Bezeichnungen stehen für ein in seinem traditionellen Umfang paraphyletisches Taxon und stellen daher heute nur mehr informelle Sammelbegriffe dar.

Man unterscheidet derzeit 341 Arten mit über 200 Unterarten.

Die Schildkröten haben sich den unterschiedlichsten Biotopen und ökologischen Nischen angepasst.

 

Weitere Informationen zu Schildkröten bei Wikipedia

Leopardenschildkröte auf der Matjulu Loop im Südwesten des Krüger-NationalparksLeopardenschildkröte auf der Matjulu Loop im Südwesten des Krüger-Nationalparks

Bergschildkröte auf einer Straße in MontaguBergschildkröte auf einer Straße in Montagu

Schildkröte im Karoo Botanical GardenSchildkröte im Karoo Botanical Garden

Bergschildkröte beim Grasen im Hauptcamp des Addo-Elephant-NationalparksBergschildkröte beim Grasen im Hauptcamp des Addo-Elephant-Nationalparks

Zwei sich paarende Bergschildkröten im Bontebok-NationalparkZwei sich paarende Bergschildkröten im Bontebok-Nationalpark

Schlangen in Kapstadt und Südafrika

Grüne Mamba (Dendroaspis angusticeps) im Reptilpark der Garden Route Game LodgeGrüne Mamba (Dendroaspis angusticeps) im Reptilpark der Garden Route Game Lod

Für Wanderer und Camper gilt:

Lehrsatz 1:
Das Risiko, an Schlangenbiss zu sterben oder ernsthaft Schaden zu nehmen, ist äußerst gering.

Sehen wir es aus der Sicht der Schlange: Der Mensch ist keine Beute, sondern eine Gefahr. Wenn sie flüchten kann, warum sollte sie zubeißen?

Lehrsatz 2:
Keine Schlange ist aggressiv, außer der schwarzen Mamba im Kern ihres Territoriums.

Gift ist für Schlangen wertvoll und wird nicht verschwendet. Wenn sie doch beißt, überlegt sie, welcher Aufwand sinnvoll ist. Fühlt sie sich angegriffen, herrscht Panik, also wird sie ihr Gift einsetzen. Stört der Mensch zufällig, genügt ein "trockener" Biss. Ausnahme: Junge Schlangen beißen immer giftig.

Lehrsatz 3:
Nicht jeder Biss einer Giftschlange ist giftig.

Welche Erfahrung hat die Schlange mit Menschen? Afrikaner haben panische Angst vor Schlangen, sie machen erst einen Satz und versuchen sie dann zu töten. Weiße haben ebenfalls Angst, aber bleiben meist defensiv. Also reagieren Schlangen in ländlichen, dicht besiedelten Gebieten, wo sie oft Attacken erleben, eher giftig. In menschenarmen Gebieten werden sie flüchten oder ruhig bleiben und allenfalls trocken beißen.

Lehrsatz 4:
In traditionellen Siedlungsgebieten ist das Risiko höher als anderswo.

Schlangengifte wirken unterschiedlich. Es genügt hier, 2 Arten zu unterscheiden. Kobra, Mamba: Nervengift, "neurotoxisch", greift Organfunktionen an (Lungenversagen, Erstickungstod). Wenig Schmerzen. Puffotter: Zellgift, "cytotoxisch", wirkt auf das umliegende Gewebe. Starke Schmerzen am Biss. Puffottergift kann tödlich sein, wenn es schnell über die Blutbahn ans Herz gelangt.

Lehrsatz 5:
Nur Kap-Kobra und Schwarze Mamba sind akut lebensgefährlich!

Interessanter Artikel zu Schlangen in Südafrika und wie sie wirklich sind...

Maßnahmen bei Schlangenbissen in Südafrika

Gefleckte grüne Busch-Schlange am Strand zwischen Haga-Haga und Double MouthGefleckte grüne Busch-Schlange am Strand zwischen Haga-Haga und Double MouthMaßnahme 1:
Patienten zu Boden bringen und ruhigstellen!

Die Schlange in Ruhe lassen, sie hat noch mehr Gift. Ein Arzt muss zur Behandlung die Art nicht kennen, ihm genügen die Symptome

Maßnahme 2:
Wunde betrachten.

Ist klare Flüssigkeit sichtbar, kann es Gift sein, abwischen - sonst nichts! Jedes Reiben oder Saugen ist schädlich. Ist die Wunde trocken, geht man vorerst von einem giftlosen Biss aus. Allenfalls Blut abwischen.

Maßnahme 3:
Symptome abwarten! Abtransport organisieren oder Biwak einrichten.

Notmaßnahmen bei Schlangenbissen

Kap-Kobra in einem Baum am Campingplatz des Bontebok-NationalparksKap-Kobra in einem Baum am Campingplatz des Bontebok-Nationalparks

  • Puffotter: nicht bandagieren (Biß schwillt an). Ein Verband würde die Zirkulation behindern und den lokalen Schaden vergrößern.
  • Kobra/Mamba: Patient und Glied ruhigstellen, dann Arzt mit Gegengift. Evtl. Druckverband auf die Wunde, nie abbinden.
  • Bei Atemstillstand künstlich beatmen, das ist lebensrettend!
  • Speikobra/Rinkhals spucken ins Auge, das Zellgift kann zu Erblindung führen. Spülen, notfalls mit Urin.

Wie immer gilt: Keine Therapie ohne Diagnose! Aber: Jedes Bißopfer muss zur Überwachung in ärztliche Fürsorge.

Cape Town Poison Unit: 021 689 5227