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Kapstadt Immobilien Ratgeber

Immobilienkauf in Kapstadt und Südafrika

von Christoph v. Kalckreuth
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Die Saison 2006/2007 sagt aufgrund der Terrorgefahr in vielen Urlaubsländern der Welt zumindest für Südafrika eine große Touristenwelle voraus. Viele Gäste werden aufgrund des zur Zeit schwachen Randes zu der Entscheidung kommen, sich in Südafrika eine Ferienimmobilie oder eine Immobilie als Investment zu kaufen oder um vielleicht sogar den Entschluss zu fassen, sich hier niederzulassen. Einzige wirkliche Voraussetzung, die ein ausländischer Käufer mitbringen muss, ist eine gültige Aufenthaltserlaubnis zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses, wobei das Touristenvisum ausreicht. Wer illegal im Land ist, kann/darf keine Immobilie erwerben.

Mit dieser Euphorie sollte auf alle Fälle äußerste Wachsamkeit einhergehen. Der Kauf einer Immobilie in Suedafrika ist im Prinzip so einfach und unkompliziert, dass man als Unwissender schnell in eine unerwünschte Situation gerät, die finanzielle Nachteile bis hin zum Verlust von Anzahlung und / oder der gewünschten Immobilie führen kann.

Die Suche nach der Traumimmobilie läuft in Südafrika meist über eine der vielen Makleragenturen des Landes. Über das Internet, viele Wochen- und Monatsmagazine aber auch die über die wöchentliche Beilage der Tageszeitungen, erhält man einen guten Überblick über den Immobilienmarkt.

Der Kauf der Immobilie läuft dann auch fast immer nach dem folgenden Schema ab: Man findet eine interessante Immobilie mit Hilfe eines Maklers. Nach der Besichtigung kommt früher oder später die Entscheidung „das ist es“. Als Käufer gibt man dann ein Kaufangebot ab, die sog. „Offer to Purchase“. Es wird in der Regel vom Makler aufgesetzt, bzw ein Standardvertrag ausgefüllt. Hier zeigt sich schnell das Fachwissen des Maklers, wenn es darum geht eigene Forderungen und Wünsche einzubringen, die auf Widerspruch beim Verkäufer stoßen könnten. Es sind gewisse Klauseln besonders zu beachten, auf die wir im weiteren Verlauf noch näher eingehen werden. Hat man das Angebot unterzeichnet, überbringt der Makler das Angebot dem Verkäufer.

Der Verkäufer hat nun die Möglichkeit das Angebot genau so anzunehmen oder aber ein Gegenangebot abzugeben. Dies geschieht dann unter Korrektur des existierenden Angebots. Der Makler überbringt nun das Gegenangebot dem Käufer. Dieser kann nun annehmen oder ebenfalls ein erneutes Gegenangebot abgeben. So kann es passieren, dass der Makler mehrmals hin- und hergeschickt wird, bis es letztendlich zu einer Einigung kommt oder eben nicht. Der Vertrag geht dann zum vom Verkäufer bestimmten Notar. Dieser nimmt mit den Vertragsparteien Kontakt auf und steuert die weitere Ausführung des Vertrags. Sämtliche erforderlichen Dokumente, Zertifikate usw laufen bei ihm zusammen.

Er bereitet die Zahlung der Übertragungssteuer und die anteilige Grundstückssteuer vor. In der Zwischenzeit wird die Anzahlung fällig, die entweder auf das Treuhandkonto des Notars oder des Maklers überwiesen wird. Weiterhin wird der Notar beim Käufer frühzeitig nach der Differenz des Kaufpreises fragen oder zumindest eine Bankgarantie für den Restkaufpreis einfordern. Etwa sechs bis acht Wochen nach dem Vertragsschluss sollte der Käufer die Steuern und Gebühren an den Notar abführen, damit dieser eine Quittung vom Finanzamt erhalten kann. Diese ist erforderlich für die Grundstücksübertragung. Ist das Grundstück mit einer Hypothek belastet, bereitet er weiterhin die entsprechende Ablösung vor. Sollte eine Finanzierung für den Käufer in Betracht kommen, kann er diese Eintragung vorbereiten, es sei denn dass die finanzierende Bank einen anderen Notar dafür bestimmt hat. Etwa ein bis zwei Wochen vor dem Übertragungstermin reicht der Notar alle Dokumente beim Grundbuchamt ein.

Der Prozess dauert je nach Arbeitsbelastung zur fünf bis zehn Werktage, oft auch länger, bis die Übertragung zur Registrierung aufgerufen wird. Am Tag der Übertragung zahlt dann der Notar den treuhänderisch gehaltenen Kaufpreis an den Verkäufer aus, abzüglich etwaiger Hypothekenschulden. Hat der Makler eine Anzahlung gehalten, zieht er seine Provision von der Anzahlung ab und zahlt die Differenz an den Verkäufer. Die Zinsen aus den Treuhandkonten gehen an den Käufer. Der Makler übergibt in der Regel die Schlüssel an den Käufer.

Es kann nicht deutlich genug darauf hingewiesen werden, dass viele der oben genannten Punkte oft nur kurz von den am Prozess des Immobilienerwerbs beteiligten Parteien angesprochen werden.


Eine rechtliche Beratung und sei es nur die Kontrolle des Angebots bevor (!) es vom Käufer unterschrieben wird, sollte nie außer Acht gelassen werden. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Kauf und später viel Freude an Ihrer Immobilie in Südafrika.

Christoph v. Kalckreuth
Rechtsanwalt der Bundesrepublik Deutschland
Seit 2001 in Südafrika


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