Menü
  • kinder-gesichter-kapstadt
  • gemaelde-geschichte-suedafrika
  • township-kunst
  • suedafrika-fans-kapstadt
  • Die Menschen von Südafrika
  • Südafrika's Geschichte...
  • Proudly South African...
  • Regenbogennation Südafrika
HomeSüdafrikaGeologie

Beitragsseiten

Geologische Entwicklung der Kapprovinz

Das Alter der oberen geologischen Schichten der Kapprovinz reicht von 440 (Silur) bis 160 Mio. Jahren (Jura) und deckt damit weite Teile des Erd-Mittelalters (Mesozoikums) und des Erdaltertums (Paläozoikums) ab. Vielfach wurde das Alter der Schichten durch Fossilienfunde belegt, die weltweit erdgeschichtlich zugeordnet werden können. Der südliche Gürtel der Kapiden (Kapkette, Cape Rocks) ist das Ergebnis von Faltungen, die nordwärts gerichtet sind und über 700 km parallel zur Küste verlaufen. Breite Längstäler teilen die Kapiden in mehrere einzelne Gruppen. Die Kapiden gehören zum Gebirgsgürtel des ehemaligen Urkontinents Gondwana, weitere Teile findet man in Südamerika, der Antarktis und Ostaustralien. Vor etwa 125 Mio. Jahren begann Gondwana sich aufzuspalten, und die heutigen Kontinente bildeten sich langsam heraus. Die Entstehung der Bergketten ist auf Plattenbewegungen im Zuge dieser Kontinentalverschiebung zurückzuführen, bei der sich die südamerikanische unter die afrikanische Platte schob (Sub­duk­tion). Die Kapregion war eine passive Kontinentalgrenze. Die Auffaltung der Kapketten fand im Ausgang der Kreidezeit (vor 100–70 Mio. Jahren) statt.

Die drei Hauptzüge des Kapgebirges, die auch als Kap-Supergruppe bezeichnet werden, sind die Table Mountain Serie (= T.M.S, nördlich der Peninsula), die Bokkeveld Serie (nördlich von Ceres) und die Witteberg Serie (südlich von Matjiesfontein). Während die Sedimente der Kapketten zwischen späten Ordovizium bzw. frühem Silur (vor ca. 450 Mio. Jahren) und dem frühen Karbon (vor ca. 350 Millionen Jahren) geformt wurden, weisen die im Bokkeveld gefundenen Meeresfossilien auf ein Alter dieser Gesteine von etwa 400 Mio. Jahren (Devon) hin. Südafrika war zu dieser Zeit nie weit entfernt vom Südpol. Weite Teile der heutigen Kapprovinz lagen in einem flachen Meeresbecken, das sich im Norden bis zu den Bokkeveldbergen, östlich entlang der Roggerveld- und Nuweveldberge bis weit über das heutige Port Elizabeth hinaus erstreckte.

Die Gebirgsketten am Kap erreichen Höhen von 1.000–1.500 Metern und bestehen zumeist aus grau-grünlichem Table Mountain sandstone (T.M.S), Witteberg quartzite oder dem harten Cape granite (Hügel im Westen des Kaplandes), der das Ergebnis früher vulkanischer Aktivität ist. Der Table Mountain sandstone findet sich am häufigsten und ist eine Mischung aus Sandstein und Quartzit, die relativ langsam verwittert und deshalb so bizarre Formen und Farbvarianten schafft. Bis vor etwa 300 Mio. Jahren ist der T.M.S. durch Sandablagerungen unter dem Meeresspiegel aufgeschichtet, durch die Faltung dann angehoben worden. Der nicht geschichtete Granit besteht aus Quartz, Feldspat und schwarzem Muskovit und bildet den Untergrund unter der Peninsula-Halbinsel, liegt also unter dem T.M.S., wenn auch die Grenze in unterschiedlicher Höhe verläuft. Im nördlichen Teil der Peninsula ist er häufig an der Oberfläche zu sehen.

Große Teile der Kapketten waren im späten Pleistozän (vor 30.000–10.000 Jahren) mit Gletschern überzogen, eine ganze Reihe glazialer Formen deutet darauf hin. Hauptursache der Vergletscherung war die Nordverschiebung der Westwindzone, die kühle Temperaturen und mehr Niederschläge brachte. Zu einer Vereisung der Landmassen, wie zur gleichen Zeit in Nordeuropa, kam es am Kap jedoch nicht. Die Küste mit ihren vielen felsigen Buchten und breiten Stränden erhielt ihre Form erst in jüngerer Zeit und besteht aus Sanden, Konglomerat und Kalkstein. Viele der Sande, z.B. in der False Bay oder den Cape Flats, sind von Wasser und Wind abgetragenes Material aus den Bergen des Kaps.

Öffentlichen Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

RSS Artikel Facebook Google+ Follow me