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Frühe Besiedlung Südafrikas – San und Khoikhoi

Die Frühgeschichtsforschung weist bei der Suche nach der Wiege der Menschheit nicht nur Afrika im Allgemeinen, woher die ältesten und vollständigsten Dokumente stammen, sondern auch trotz weniger sicher datierter Funde speziell Südafrika einen hohen Stellenwert zu. Schon in archäologischen Zeiten vor mindestens 3 Millionen Jahren wurden hier Vor- und Frühformen des Menschen (Australopithecus africanus = afrikanischer Südmenschenaffe) nachgewiesen. Während Wissenschaftler der Universität Pretoria das Auftreten des Homo sapiens in Südafrika vor 70.000 Jahren glaubten belegen zu können, wird heute allgemein als gesicherte Erkenntnis anerkannt, dass sich in Südafrika vor über 100.000 Jahren Gruppen der Familie Hominidae befanden. Knochen- und Steinwerkzeugfunde weisen auch im südlichen Kapland (Smitswinkel Bay bei Roikrans und am Bonteberg) Spuren von menschenähnlichen Wesen (Homo erectus) nach. Sie werden der Stellenbosch-Kultur (vor ca. 200.000 Jahren) zugerechnet. Jüngst wurde ein 117.000 Jahre alter menschlicher Fußabdruck nördlich von Kapstadt in der Langebaan-Lagune gefunden.

Als direkte Nachfahren der negroiden Rasse im südlichen Afrika bildete sich vor ca. 35.000 Jahren das Sammler- und Jägervolk der San heraus. Mit deutlich hellerer, braungelber Haut, kleinem Wuchs (ca. 1,60 m) und sogenanntem Pfefferkornhaar unterscheiden sich die San erheblich von den Bantu-Völkern. Von den holländischen Siedlern wurden sie als Bosjesmans,d.h. Leute, die hinter den bosjes/ zusammengeflochtenen Zweigen wohnen, bezeichnet (engl. Bushmen; dt. Buschleute). Von den nach Süden vorrückenden Bantu und von den sich aus dem Süden ausbreitenden Weißen aus ihren Jagdgebieten verdrängt, leben heute nur noch etwa 50.000 San, vor allem noch in der Kalahari (Namibia) und deren Randgebieten, wenige in Angola, Botswana und in der Republik Südafrika.

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Khoisan in Südafrika - Quellenhinweis Foto: Wikipedia

Die traditionellen Lebensweisen, die schon vor 3.000 Jahren praktiziert wurden, finden sich heute noch bei etwa 10 Prozent der San. Zur Urbevölkerung Südafrikas werden sie jedoch nicht gerechnet, da sie aus den ostafrikanischen Savannen stammen, wo sie anderen Hirten- und Bauernvölkern weichen mussten und in die feuchteren Regionen Südafrikas wanderten. Während ihre materielle Kultur sehr einfach ist, sind die San durch ihre Kunst berühmt geworden: Sie schufen Felsreliefs und vor allem Felszeichnungen und -malereien.

San, Khoisan, Hottentotten und Khoikhoi

Um ca. 200 v. Chr. bildete sich eine weitere Bevölkerungsgruppe heraus, wahrscheinlich aus einer Verbindung von San und hamitischen Hirtenvölkern in Ostafrika. Sie betrieben Viehzucht (Schafe, Rinder) und nannten sich (Mensch-Menschen = die eigentlichen Menschen). Die Holländer bezeichneten im 17. Jahrhundert die Khoikhoi jedoch als Hottentotten, was auf ein immer wieder gesungenes Wort bei deren Begrüßungstänzen zurückzuführen ist. Der Ausdruck Khoisan bezieht sich auf beide Gruppen. Die Khoikhoi besiedelten große Teile der Westhälfte Südafrikas und damit auch die Gegend ums Kap, die dank ihres Wasserreichtums für Viehzucht hervorragend geeignet war.

Beide Bevölkerungsgruppen lebten mit- und nebeneinander, auch wenn ihre entgegengesetzten Betätigungsfelder, Viehzucht und Jagd, sie zu Konkurrenten machten. Durch die Zuordnung zu Wildbeutern oder Viehzüchtern in der westlichen Hälfte Südafrikas wurde gleichzeitig die soziale Stellung festgelegt: Die Viehzucht galt als höherwertig, und demnach konnte es vorkommen, dass ein San für einen Viehzüchter arbeitete, jedoch nicht umgekehrt. Der soziale Aufstieg war nur durch Vieherwerb oder Heirat möglich. Skelettfunde und Felszeichnungen aus der Zeit um etwa 30000 v. Chr. beweisen, dass die Trockengebiete der heutigen Kapprovinz, die kurz nach Überwindung der ersten Gebirgskette nördlich von Kapstadt beginnen, von San- und Khoikhoi-Stämmen bewohnt wurden. Pockenepidemien im 18. Jahrhundert, gegen die sie keine Abwehrkräfte hatten, und Kriege trugen entscheidend zum Verschwinden der Khoikhoi bei.

Kommentare  

 
#2 May-Line 2011-05-23 18:14
Ich schreibe im Moment meine Facharbeit über Nelson Mandela. Ich fand Mandela schon immer eine eindrucksvolle Person, doch durch diese Arbeit wurden mir erst richtig die Augen geöffnet wie hart die Apartheid wirklich war! Wir denken uns vielleicht, dass es nicht möglich ist einem anderen Menschen so etwas schreckliches anzutun...doch dies geschiet noch heute an vielen Orten auf der Welt, vielleicht nicht in diesen Ausmassen aber denoch geschiet es! Die Welt ist friedlich, die Menschen aber nicht!! Dies ist traurig aber wahr!!
 
 
#1 Julietta Martire 2011-05-03 08:40
Die Demokratie ist in in der jetzigen zeit nun mal die vorherrschende Regierungsform. Doch in der tatsächlichen Durchführung kommen große Probleme auf, die prinzipiell heutzutage nicht auftreten dürften. Nun wird auch in mehreren Arabischen Staaten die Demokratie eingeführt, und die Probleme treten auch hier auf. Und wer kommt dafür auf? Natürlich der Steuerzahler. Zum Beispiel guckt man sich nur mal diese riesigen Wahlkampagnen an. An Stelle Wähler (die übrigens für den Bestand der Parteien verantwortlich sind) objektiv zu schildern welche Zielsetzungen sie haben, und welche Schritte sie dazu unternehmen, verschwenden sie Unmengen an Toner und Papier, oder fahren mit großen Wahlständen umher. Anstatt den Staat mit ebendiesen Finanziellen Mitteln zu stützen, sorgen sie dafür, dass Unternehmen, sogar teilweise Ausländische, viel Geld mit der Toleranz des Deutschen Bürgers zu verdienen. Lasst uns handeln! Ich drucke Plakate gegen solche Verschwendung.
 

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