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Südafrikas Wirtschaft

Südafrika besitzt heute mit einem dreimal höheren Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Ägypten oder Nigeria die stärkste und fortschrittlichste Wirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent. Südafrika erwirtschaftet 1/5 des gesamtafrikanischen BIPs – bei einem Anteil von 4 % der Gesamtfläche und 6 % der Gesamtbevölkerung. Weltweit gesehen, ist Südafrika ein mittleres Einkommensland mit einem BIP von ca. 620 Mrd. Rand und einem Pro-Kopf-Einkommen von rund 3.200 US-$ (Mozambique ca. 100 $). Das Pro-Kopf-Einkommen spiegelt jedoch weder das verfügbare Einkommen der Mehrheit wider noch die großen Unterschiede in der Einkommensverteilung: 40 % der schwarzen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze (= weniger als 5.000 Rand/Jahr).

gold-produktion-suedafrika
Goldproduktion in Südafrika - (Foto courtesy of SA Tourism)

Den größten Sektor der südafrikanischen Wirtschaft nimmt die verarbeitende Industrie mit 25 % des BIP ein, gefolgt von Bank- und Versicherungswesen, Handel und Gewerbe sowie Staatsausgaben (alle ca. 15 %), dann kommt der Bergbau mit 9 %, der immer noch die größte Exportquelle ist, und schließlich die Landwirtschaft mit 4,5 %. Liest man diese Auflistung der heutigen Wirtschaftsanteile von hinten nach vorne, zeigt sich die wirtschaftliche Entwicklung Südafrikas von einem Agrarland (bis etwa 1870) über ein Agrar-Bergbauland (bis zum Zweiten Weltkrieg) zu einem Schwellenland auf dem Weg zu einem modernen Indus­trie- und Dienstleistungsstaat.

Der Reichtum an Bodenschätzen, ein großes Potential von einheimischen Arbeitskräften und fachliches Know-how sowie moderne Technologien durch Einwanderer aus Übersee bildeten nach dem Zweiten Weltkrieg gute Voraussetzungen für eine florierende Wirtschaft, die in eine lange, bis 1974 reichende Phase der Hochkonjunktur mündete. Hinzu kamen der hohe Entwicklungsstandard der Bergbauwirtschaft und ein expandierender Markt, was zusätzlich die ausländische Investitionsbereitschaft förderte. In der ersten Hälfte der 70er Jahre konnte Südafrika nahezu paradiesische Gewinne durch Rohstoffexporte erzielen, der Bergbau sicherte vielen billigen Arbeitskräften einen Arbeitsplatz, und eine aufgeblähte Bürokratie schaffte Arbeit für Weiße.

Die erste Ölkrise verursachte 1974 eine lang anhaltende Rezession, die erst 1979 einigermaßen überwunden war. Der große Aufschwung war jedoch vorbei. Und schon 1982, nach der zweiten Ölkrise, kam es zu einem noch viel tieferen Einbruch. Die Preissituation auf dem Weltrohstoffmarkt führte zu immer größeren Einkommensverlusten und dadurch zu Devisenmangel. Durch den Kursverfall des US-Dollars (Gold, Diamanten, Chrom usw. werden auf Dollarbasis abgerechnet) wurde zusätzlich Südafrikas Export geschwächt. Besonders die geringe Nachfrage nach Steinkohle, da Erdöl permanent billiger wurde, traf den Bergbau hart. Erstmals seit der Weltwirtschaftskrise der 70er Jahre schrumpfte das Sozialprodukt, das Pro-Kopf-Einkommen ging 1981–1987 im Schnitt pro Jahr sogar um 1,7 % zurück, die Inflationsrate stieg rasch. In diesen Zahlen ist jedoch die Schattenwirtschaft nicht erfasst, also etwa Straßenhandel und kleinere Dienstleistungen – ein Sektor, der in den letzten Jahren einen beträchtlichen Aufschwung erlebt hat und vom Staat mittlerweile wohlwollender behandelt, teilweise sogar gefördert wird.

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