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Architektur in Kapstadt

Kapholländischer Stil in Kapstadt

Die landschaftliche Schönheit des Kaplandes mit seinen blau-violetten Bergkulissen, den anmutigen Weintälern sowie der Blütenpracht seiner Gärten scheint keine Steigerung zu kennen – wenn es nicht die anmutigen kapholländischen Häuser gäbe. Sie zeichnen sich durch ihre praktische Einfachheit aus, sind symmetrisch angelegt und einfach gemütlich. Obwohl dieser Baustil seine Wurzeln in Europa hat, konnte er sich hier in einer spürbaren Harmonie mit der Landschaft entwickeln. Die Bauten sind dem Klima angepasst: dicke, verputzte Wände – blütenweiß gestrichen – halten extreme Temperaturschwankungen fern.

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Kapholländischer Baustil aus der Region bei Kapstadt


Auch die Gastfreundschaft der hier siedelnden Weinbauern fand eine architektonische Antwort: Bedingt durch große Entfernungen und das Fehlen von Gasthäusern, wurden die Empfangsräume und die Küchen besonders groß angelegt. Ebenso spiegelt sich die wirtschaftliche Entwicklung des Kaplandes in diesen Bauwerken wider: Waren die ersten Häuser rechteckig und mit zwei einfachen Giebeln versehen und verlief an der Vorderseite eine erhöhte Plattform, so wurde mit wachsendem Wohlstand immer mehr Wert auf die Ausgestaltung der Mittelgiebel gelegt. Die Giebel der frühen Häuser waren dreieckig, und erst allmählich – im 18. Jahrhundert – gestaltete sich daraus die gewundene Form des Kapgiebels.

Oft waren die Fenster mit Sprossen versehen und hatten in der unteren Hälfte Klappläden, damit das starke Sonnenlicht nicht allzu sehr die Möbel und die Teppiche der ”guten Stube” traf. An vielen Hauseingängen gab es sog. Stalltüren: Das sind zweigeteilte Türen, deren untere Hälfte man arretieren konnte, damit kein Vieh ins Wohnhaus gelangte. Später wurden diese Haus- und Hofformen immer raffinierter, doch blieben sie in der Gesamtkonzeption stets klar und einfach: T-, U- und H-Formen lösten den einfachen rechteckigen Grundriss ab.

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The Old Town House, Greenmarket Square 1762

In Stadthäusern befand sich oft ein gepflasterter Innenhof, in dem schattenspendende Bäume gepflanzt waren. Manchmal sogar schmückte ein Teich das Innengeviert. Vor den Häusern pflegte man Eichenbäume anzupflanzen, die im südafrikanischen Klima nicht nur schnell wuchsen, sondern auch für den in der Sommerhitze so nötigen Schatten sorgten. Und als in Europa die Zeit des Barocks anbrach, wurden – zumindest bei den Leuten, die es sich leisten konnten – die Giebel noch schwungvoller und mit Reliefszenen versehen. Besonders schöne Zeugnisse des kapholländischen Stils können Sie in den Beiträgen bewundern.

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