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Robben Island Geschichte

Die Geschichte der 575 ha großen Insel – uns allen bekannt als Nelson Mandelas „Gefängnis“ – geht einige tausend Jahre zurück. Also lange vor der Kolonisation lebten hier bereits Menschen. Zumeist waren es San-Fischer, die hier temporär während der klimatisch angenehmen Jahreszeit verweilten und ihre Fangtouren von der Insel aus starteten.

Die ersten Holländer erkannten dann sehr schnell das eigentliche „Potential“, welches in dieser Insel steckte, nämlich das einer Sträflingsinsel: Zu weit vom Land entfernt (7 km bis Bloubergstrand), um von ihr fliehen zu können, und nahe genug für die Versorgung.

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Heute strömen jährlich unzählige Touristen auf die Gefängnisinsel
(Foto courtesy of SA Tourism)

Seit Mitte des 17. Jahrhundert wurden hier Gefangene gehalten
, i.d.R. politische Aktivisten, Sklaven und später auch Moslems, die sich den Gesetzen der Kolonialherren widersetzt hatten. Erster Häftling soll 1658, während des Krieges zwischen Holländern und San, van Riebeecks „Strandloper“-Dolmetscher Authumao gewesen sein. Andere Quellen behaupten, dass es hier bereits 15 Jahre vorher „Sträflinge“ gegeben haben soll.

Viele Häftlinge versuchten, trotz der Entfernung, von der Insel zu fliehen. Der überwiegende Teil scheiterte natürlich und ertrank (Authumao aber ist die Flucht geglückt). Auch die Briten nutzten Robben Island für die Deportation von „unwanted subjects“. Sie schickten im 19. Jahrhundert nicht nur Unruhe stiftende Xhosa-Führer ins Insel-Exil, sondern auch Prostituierte, Taschendiebe, Leprakranke sowie chronisch und mental Kranke. Später, während des 2. Weltkrieges, folgten die Kriegsgefangenen und zum Schluss, ab 1961, eben die politischen Häftlinge der Apartheidszeit, zusammen mit Schwerverbrechern, um den äußeren Schein zu wahren. Der letzte Häftling verließ Ende 1996 die Insel, zusammen mit dem gesamten Gefängnispersonal.

Doch die Insel wurde nicht ausschließlich als Gefängnis genutzt, zwischenzeitlich und auch parallel dazu war sie Versorgungsstation für Seefahrer und Kolonaialisten sowie Walbeobachtungsstation, Krankenhaus und militärische Basis. Oft wurden diese Vorhaben aber nach wenigen Jahren wieder abgebrochen, da der dafür nötige Fährverkehr zu häufig auch den Gefangenen als Fluchtmöglichkeit diente.

Am 4. September 1996 beschloss die südafrikanische Regierung, die Insel als National Monument und National Museum zu erklären, und seit 1997 steht sie unter der Leitung des Ministeriums für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Technik.

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Robben Island Museum - (Foto courtesy of SA Tourism)

Das Robben Island Museum (das die Insel als Ganzes einschließt) versucht, ihre Grundlagen und Aktivitäten so zu leiten, dass „ihr einzigartiges Symbol, ihre Kreativität und Innovationen einen Beitrag zur sozial-ökonomischen Entwicklung und Änderung der südafrikanischen Gesellschaft und Bereicherung der Menschheit wird“. Man hofft, dass Robben Island auch zum Weltkulturerbe deklariert wird. Andere Pläne sprechen davon, hier ein Nobelhotel bzw. ein Ferienresort zu errichten. Sicher ist, dass die Tierwelt auf der Insel geschont werden soll. Elandantilopen, Böcke, Seemöwen und die namengebenden Robben haben sich wieder etabliert.

Ob die im 17. Jahrhundert von den Holländern hier ausgesetzten Kaninchen aber geschützt werden, ist noch fraglich. Denn die Legende behauptet, dass James Cook Mitte des 18. Jahrhunderts hier anlandete und anschließend ein paar der Hoppler nach Australien mitnahm, wo es dadurch später zur allbekannten Kaninchenplage kam. Hierzu gibt es aber auch andere Gerüchte.

Lageplan

Robben Island Bilder

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Nelson Mandelas Gefängniszelle
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Führung durch ehemalige Häftlinge
gefaengnis-block-innen
Zellenblosck auf Robben Island
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