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Oudtshoorn

Mit ca. 45.000 Einwohnern ist Oudtshoorn die bei weitem größte Stadt in der Kleinen Karoo und liegt, von den umliegenden Bergen geschützt, in einem sanften Tal. Ursprünglich gab es an der Stelle der Stadt die Farm „Hartenbeesrivier“. Als die Bevölkerung im Gebiet der Kleinen Karoo allmählich anwuchs, stellte der Farmbesitzer C. P. Rademeyer vier Hektar seines Grundes zur Verfügung und stiftete 1839 eine Kirche.

Damit war der Grundstein für die spätere Stadt gelegt. Seinen Namen erhielt Oudtshoorn nach der Baronesse Gesina E. J. van Reede van Oudtshoorn, der Frau des Kommissars von George, einem gewissen E. Bergh. Er war oberster Verwaltungsbeamter für die gesamte Region um George, einschließlich der Kleinen Karoo.

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Viele besuchen bei Oudthoorn die berühmten Cango Caves Stropfsteinhölen

„Straußen-Paläste“ in Oudtshoorn

Obwohl die Gegend von Oudtshoorn sehr trocken ist, hat man genügend Wasser, das der Olifants River und sein Nebenfluss Grobbelaars herbeiführen. So konnte man sich von Anbeginn mit landwirtschaftlichen Produkten versorgen, legte Gärten und Luzerne-Felder an, auf denen sich in den Boomjahren der Straußenfeder-Produktion über 100.000 Strauße tummelten. Die Zeit vor dem 1. Weltkrieg (1. Boom: um 1870, 2. Boom: vor dem 1. WK) war sicherlich die wirtschaftlich bedeutsamste Periode des Städtchens, und die reichen Straußen-Farmer – als „Feder-Barone“ bezeichnet – sowie die zumeist jüdischen Feder-Händler bauten sich „Straußenpaläste“ und verschnörkelte Villen mit Jugendstileinrichtungen.

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Ein "Straussen-Palast" aus der Zeit des Booms der Straussenfedern
(Foto courtesy of SA Tourism)

Ein gutes Beispiel für die „Straußen-Paläste“ stellt der „ostrich-palace“ Pinehurst dar, 1911 für E. J. Edemeades errichtet. Mit dem wirtschaftlichen Niedergang nach dem 1. Weltkrieg ging es langsam bergab mit dem Federschmuck, wenn auch die „Golden Twenties“ noch einmal für wenige Jahre die Straußenfeder-Industrie aufflackern ließ. Erst seit den 1970er Jahren, als Oudtshoorn begann sich seiner eigenwilligen Geschichte wieder bewusst zu werden, keimt wieder Hoffnung auf. Der Tourismus boomt, und einige neue Straußenfarmen sowie die für die Touristentouren eingerichteten Showfarmen sorgen seither für frischen Wind. Es gab sogar Anfang der 1990er Jahre Hoffnung, dass die Federn erneut in Mode geraten. Die Tatsache aber, dass seither überall in der Welt - und vor allem eben in anderen Regionen Südafrikas – Straußenfarmen für die Fleisch- und Lederproduktion aus dem Boden schossen, haben für eine kolossale Überproduktion an Federn gesorgt, so dass der Federn-Sektor in Oudtshoorn nicht wieder in Gang kam.

Auf einer Fahrt in der Umgegend werden Ihnen aber die vielen Strauße auffallen. Sie werden heute nahezu ausschließlich für die Fleischproduktion gehalten.

Oudtshoorn – und besonders seine Innenstadt – macht auf den ersten Blick einen wenig attraktiven Eindruck. Stripmalls, wie sie so typisch sind für südafrikanische Kleinstädte, verschandeln das Bild. Doch verbergen sich in Seitenstraßen und im Umland so einige architektonische Schätze, zumeist in Form von Sandstein-Häusern, aus den Boomjahren der Straußenfedern.

Kunstfestival in  Oudtshoorn

Seit einigen Jahren versucht sich Oudtshoorn auch als künstlerisch orientierte Stadt. Jedes Jahr Ende März/Anfang April boomt es dann auf diesem Sektor – der bewusst die Strauße außen vor lässt. Mit gewissem Erfolg, wie es scheint. Denn dann sind alle Zimmer bereits monatelang im Voraus ausgebucht.

Golf in Oudtshoorn

Oudtshoorn Golf Club: P.O.Box 331, Oudtshoorn 6620, Tel.: (044) 272-4201, 18 Löcher, 6.212 m, Bar, kl. Restaurant. Dank großzügiger Bewässerungen ein angenehm schattiger Platz. Er gilt als leicht zu spielen und erfreut somit jedermann/-frau, die einmal kurz den Schläger schwingen möchten.

Attraktionen in und um Oudtshoorn:

  • Cangoo Caves
  • Straußenfarmen wie z.B. Safari und Highgate
  • Cango Wildlife Ranch
  • Federpaläste aus der Jahrhundertwende
  • Swartberg Pass, spektakuläre ungeteerte Passstraße in die Große Karoo
  • Meiringspoort, eine 20 km lange Schlucht durch die Swartberge
  • C.P. Nel Museum


Informationen

Tourim Bureau: Baron van Reede St., neben dem Museum, Tel.: (044) 279-2532, Fax: (044) 272-8226.

Cape Nature Conservation

In einem Gebäude direkt hinter dem o.g. Tourism Bureau untergebracht. Zuständig für die Reservierung von einfachen Hütten, Campingplätzen und Permits im Swartberg Nature Reserve und natürlich auch Infos zu diesem Gebiet. Postanschrift: Private Bag X658, Oudtshoorn 6620, Tel.: (044) 729-1739 bzw. 729-1829

Oudtshoorn Lageplan

Bilder aus Oudtshoorn

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Swartberg Pass bei Oudtshoorn
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Cango Caves Tropfsteinhöhlen
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