Allgemeines zu Südafrika
Deutung der verschiedenen Farben der Flagge von Südafrika
Flagge von Südafrika
Die Farben der Flagge finden sich in den Symbolen aller südafrikanischen Parteien wieder, aber die einzig wahre Symbolik der Flagge ist wohl in dem auf der Seite liegenden "Y" zu sehen, das als Zusammenschluss der verschiedenen Gruppen der südafrikanischen Gesellschaft auf dem Weg zur Einheit interpretiert wird.
Drei Farben der Flagge (Rot, Weiß und Blau) stammen von den Flaggen der beiden Burenrepubliken und dem Union Jack in der Mitte der alten Flagge, und die anderen drei Farben (Schwarz, Grün und Gold) stammen von der Flagge des ANC (der wichtigsten Partei im Widerstand gegen die Apartheid).
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Farben der südafrikanischen Flagge jedoch oft anders interpretiert: Das Blau steht für die beiden Ozeane (oft als Gedächtnisstütze für das korrekte Aufhängen der Flagge) und das Rot für das Blutvergießen in der Geschichte Südafrikas (oder für die häufig spektakulären Sonnenunteränge für die mehr positiv Denkenden). Grün steht für die Natur des Landes und Gelb für den reichhaltigen Bodenschatz Gold. Schwarz steht für die schwarze Bevölkerung und Weiß entsprechend für die Weißen.
Hauptstadt / Regierungssitz: Pretoria (Exekutive) / Kapstadt (Legislative) / Bloemfontein (Judikative)
Provinzen: Limpopo, Northern Cape, Gauteng, Mpumalanga, Free State, North West, Western Cape, Eastern Cape, KwaZulu/Natal (die Provinzen unterscheiden sich sehr in Größe, Bevölkerungsdichte, Wohlstand und Wirtschaft)
Fläche: 1.219.912 km²
Einwohner: 62 Mio. Einwohner; 50 Einwohner pro km²; Analphabetenquote: 13 % (Angaben: 7–14 %)
Bevölkerungsstruktur/-zunahme: 81 % Schwarze (u. a. Zulu, Xhosa, Basotho, Tswana, Tsonga, Swazi, Ndebele, Venda), 8,8 % Coloureds, 8,4 % Weiße, 2,5 % Asiaten. Bevölkerungszunahme (jährlich): 1,5 %
Städte (inkl. Randgemeinden): Über 60 % aller Südafrikaner leben in städtischen Gebieten: Johannesburg 4,5 Mio. (Großraum Gauteng 8,7 Mio.), Kapstadt 445.000 (Stadt), 3,9 Mio. (Metro), 4,5 Mio. (Großraum), Durban (eThekweni) 3,7 Mio. (Großraum), Pretoria 1,9 Mio. (Großraum Tshwane 3 Mio.), Metro Port Elizabeth 780.000 (Großraum Nelson Mandela Bay 1,3 Mio.)
Sprachen: 11 offizielle Landessprachen: Englisch, Afrikaans, daneben Zulu, Siswati, Süd-Ndebele, Sesotho, Sepedi, Xitsonga, Setswana, Tshivenda und Xhosa. Die meisten Südafrikaner sprechen mehr als eine dieser Sprachen. Amtssprachen: Afrikaans und Englisch. Englisch ist die übliche Handelssprache.
Religion (offizielle Zahlen variieren stark): Christen: 80-85 % (Afrikanische Kirchen um 40 % (Zahlen sind nicht eindeutig ermittelbar), Niederländisch-reformierte Kirche 6,5 %, Römisch-katholische Kirche 7,5 %, Evangelisch/Methodisten 8 %, Pfingstler 8%, Anglikaner 5 %, Lutheraner 3 %); weitere Religionsgemeinschaften: Afrikanische, Animisten und Naturreligionen zusammen 5,3%, Muslime: 2,5 %, Hindus: 1,1 %, Juden: 0,2 %
Staats- und Regierungsform: Parlamentarische Demokratie (im Commonwealth) seit 1961; Verfassung in Kraft seit 1997; Zweikammersystem: Die National Assembly mit mind. 360 Mitgliedern (gesamt 400 Sitze) wird direkt gewählt. Der National Council of Provinces besteht aus 90 Mitgliedern (je 10 aus 9 Provinzen). Wahlen finden alle 5 Jahre statt. Das Staatsoberhaupt wird alle 5 Jahre von der National Assembly gewählt. Wahlrecht haben alle Bürger ab 18 Jahren. Regierung: ANC; Oppositionelle Parteien: Democratic Alliance (DA), Economic Freedom Fighters (EFF), Inkatha Freedom Party (IFP), National Freedom Party (NFP), Freedom Front Plus (FF+), Pan African Congress (PAC) u. a.
Staatsoberhaupt und Regierungschef : Cyril Ramaphosa (ANC)
Inflation: unter 6 % (offizielle Zahl), 10 % (reelle Schätzung)
Arbeitslosigkeit: ca. 26 % (variiert in einzelnen Regionen); „offizielle“ Zahlen oft Unterschätzungen
Export (Zahlen schwanken stark, je nach Wechselkurs): US-$ 110 Mrd; Gold, Edelsteine, Perlen und Münzen 22 %; Mineralstoffe 19 %; unedle Metalle 17 %;
Hauptexportländer: China, USA, Indien, Großbritannien, Japan, Botswana, Deutschland, Namibia, Niederlande
Import (Zahlen schwanken stark, je nach Wechselkurs): US-$ 104 Mrd; Maschinen, Apparate, Geräte 27 %; Mineralprodukte 22 %; Beförderungsmittel 10 %; chemische Erzeugnisse 10 %; Originalgeräte, Kfz-Teile 5 %; unedle Metalle 4 %
Hauptimportländer: China (15,5 %), Deutschland (10,1 %), Saudi-Arabien (7,2 %), USA (6,7 %), Indien, Japan, Nigeria
Bodenschätze: Herausragende Vorkommen: Aluminium-Silikate, Chrom, Gold, Magnesium, Platin, Vanadium
Landwirtschaft: Sehr leistungsfähig und sichert zum größten Teil die Eigenversorgung; Anbau besonders von Weizen, Zuckerrohr, Obst, Wein, Zitrusfrüchten, Tabak, Mais, Baumwolle
Flagge: Die Farben der Flagge finden sich in den Symbolen aller südafrikanischen Parteien wieder, aber die wohl einzig wahre Symbolik der Flagge wird in ihrem auf der Seite liegenden „Y“ gesehen, das als Zusammenfließen der verschiedenen Gruppen der südafrikanischen Gesellschaft auf dem Weg zur Einheit interpretiert wird.
Klima: Südafrika gehört zu den warm-gemäßigten Trockengebieten der Subtropen; Sommerregen von Oktober bis April mit Ausnahme der Küstenregion von Natal, dem immer feuchten, warm-gemäßigten Küstenstrich von Mossel Bay bis Port Elizabeth und dem Winterregengebiet des Kaplands (Regen Mai bis Oktober).
Western Cape Province
Größe: 129.370 km² (= 11 % der Fläche Südafrikas), 6 Distrikte; die viertgrößte Provinz Südafrikas; Größe der Agglomeration von Kapstadt (ohne Cape Peninsula, Paarl und Stellenbosch): ca. 900 km² (Vergleich Berlin: 883 km²)
Hauptstadt: Kapstadt/Cape Town
Premier: Helen Zille (DA, die 59,4% der Stimmen bei der letzten Wahl 2014 in der Provinz erhielt)
Einwohner: 6,3 Mio.; 49 % Coloureds, 33 % Schwarze, 17 % Weiße, 1 % Asiaten
Einwohnerdichte: 47 Einw./km²
Größte Städte: (neben Kapstadt) George, Somerset West, Knysna, Paarl, Swellendam, Oudtshoorn, Stellenbosch, Mossel Bay
Wirtschaft: Industrie und Handel konzentrieren sich auf den Großraum Kapstadt (wenig Großindustrie, Hafen, Handel, Banken und Versicherungswesen); Landwirtschaft (Sonderkulturen wie Wein und Tafelobst, Gemüse, in den trockeneren Lagen vornehmlich Rinder und Schafweidewirtschaft); Tourismus
