Kapstadt.de - Reiseführer für Kapstadt & Südafrika

Artikel  | Werbung  | Datenschutz  | Impressum  | Kontakt

Kapstadt.de - Logo

Hermanus in der Overberg Region in Südafrika

Gansbaai (Gans Bay) in der Overberg Region

great-white-sharkDer "Grosse Weisse Hai" - Great White Shark - Quellenhinweis Foto: Wikipedia

Zwischen all den Resort- und Touristenorten entlang dieser Küste hat sich Gansbaai (Gans Bay) noch den Charakter eines Fischerstädtchens erhalten, obwohl auch hier der Tourismus seine Spuren hinterlassen hat.

Es gibt eine Fischfabrik und die Trawler im Hafen sind auch größer als in den meisten anderen Küstenorten. Gansbaai ist immerhin die größte Ansiedlung entlang der Küste zwischen Hermanus und Mossel Bay und zudem Ausgangspunkt zu einigen der genannten Sehenswürdigkeiten.

Übernachtungen

Eine Übernachtung empfiehlt sich eher in einem der zahlreichen Gästehäuser im 7 km entfernten De Kelders, wo in den frühen 1990er-Jahren die Klipgat Strandloper Caves entdeckt wurden. Sie können auf einem 25-minütigen, etwas felsigen Weg vom nahen Parkplatz besucht werden (besser bei Niedrigwasser).

Ein 7 km langer Wanderweg führt von der Höhle entlang der Küste bis Gansbaai. Eigentlich stammt der Name des ruhigen Örtchens von einer ganz anderen Höhle, der Drup Kelders Cave, die jedoch nicht zu besichtigen ist, da sie sich auf einem Privatgelände befindet. Bereits vor 50.000–60.000 Jahren sollen in den Höhlen Menschen gewohnt haben. Zu dieser Zeit war der Wasserstand des Meeres viel niedriger und die Küste befand sich 3–7 km entfernt vom heutigen Festland.

Tourist-Information

Gansbaai Tourism Bureau, Great White Junction, Main Rd., Tel. (072) 291-5564, xplorio.com/gansbaai, www.overberg.co.za.

Hai Käfigtauchen - Hai Tourismus

Zu einem fragwürdigen Tourismus-Engagement hat die Wasserstraße, im Volksmund bekannt als „Shark Alley“, zwischen Insel und Festland geführt. Hierher fahren die Boote aus Gans Bay, um Touristen in Käfigen ins Meer herabzulassen, wo es viele weiße Haie gibt. Das wäre ja noch nicht so schlimm. Damit sich die Raubfische auch sicher zeigen, werden sie von den Bootseignern gefüttert und oft auch provoziert. Das hat mittlerweile zu Fehlverhalten der Tiere geführt.

gansbaai panoramaGansbaai Panorama von Julie Carlisle00 - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60960202

Danger Point

danger point leuchtturmDanger Point Leuchtturm von Janek Szymanowski - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28742917

Danger Point, die Landspitze ein Stück weiter westlich, hat sich am 26. Februar 1852 einen Platz in der Geschichte gesichert. Damals lief hier das britische Schiff „Birkenhead“ auf Grund und begann zu sinken.

Der Käpitan gab darauf den bis dato üblichen Befehl: „Every man for himself“. Doch die Soldaten an Bord reihten sich nach Rang auf und ließen die Frauen und Kinder zuerst von Bord. Sie wussten, dass es zu wenige Boote gab, und verhinderten somit eine Panik. 442 Menschen ertranken dennoch. Doch ihr Verhalten hat die neue Regel „Frauen und Kinder zuerst“ ins Leben gerufen.

Den Leuchtturm vom Danger Point kann man besteigen und nebenan auch nächtigen. Große Abschnitte von der Landspitze sind heute nicht zugänglich, weil dort Abalone („Perlemoen“), eine seltene und wohlschmeckende Molluskenart, geerntet werden. Die jährlichen Ernten sollen den vertretbaren Normen entsprechen. Bewiesen ist aber, dass über die Hälfte der Ernten entlang der Küsten Südafrikas illegal sind und die Abalone vom Aussterben bedroht ist. Daher wird scharf kontrolliert und abgeschirmt. Der größte Teil der südafrikanischen Ernte wird exportiert, vor allem nach Fernost.

Dyer Island

Nicht weit von der Küste liegt die 20 ha große Dyer Island, benannt nach einem schwarzen Amerikaner, der hier zu Beginn des 19. Jh. ein Einsiedlerleben führte und Guano abbaute.

Heute bevölkern über 3.000 Brillenpinguine (African Penguin) das Eiland und zahlreiche Vögel verbringen hier ihre Brutzeit. Auf dem nahen, kleineren Geyser Island lebt eine große Anzahl von Robben.

Die Wasserstraße zwischen Insel und Festland, bekannt als Shark Alley, lockt die Adrenalin-Junkies an. Sie werden zum sog. Cage Diving mit Booten aus Gansbaai bzw. Kleinbaai hergebracht, in Käfigen auf einen Meter Tiefe herabgelassen und warten dort auf den Weißen Hai. Damit sich die Raubfische sicher zeigen, wird häufig angefüttert. In der Anfangszeit des „Shark Booms“ wurden sie zudem noch provoziert. Das hat aber zu Fehlverhalten geführt, z.B. zu Hai-Angriffen an anderen Küstenabschnitten. Mittlerweile ist man bemüht, sogar aufs Anfüttern zu verzichten.

Unterkünfte in Gans Bay

Grootbos Nature Reserve

$$$$$, Abzweig zwischen De Kelders und Stanford, Tel. (028) 384-8008 bzw. 384-8053. Grootbos liegt oberhalb der Walker Bay und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Bay. Unterkünfte in exklusiven Cottages. Im Preis inkl. sind Führungen durch die Vegetation, Ausritte und alle Mahlzeiten. Ökologisch nachhaltig geführt.

Cliff Lodge

$$$$–$$$$$, 6 Cliff St., De Kelders, Tel. (028) 384-0983. Tolle Aussicht über die Bay vom Pool und von drei der fünf Zimmer aus. Die Lodge liegt oberhalb der Felsklippe am Wanderweg zur 20 Min. entfernten Klipgat Cave. Mehrfach prämiert. Der Tipp!

Sea Star Cliff

$$$$–$$$$$, 41 Cliff St., De Kelders, Gansbaai, Tel. (028) 384-0396. Moderner und luxuriöser Komfort, dazu ruhige, herrliche Lage mit tollem Ausblick aufs Meer. Eine gute Alternative, falls die Cliff Lodge ausgebucht sein sollte.

Danger Point Lighthouse Cottage

$$–$$$, direkt am Leuchtturm, Tel. (021) 449-2400. Selbstversorger-Cottage mit sechs Betten. Einfach, aber grandios. Mit 4 Personen reduziert sich der Preis ($$).

White Shark Guest House

$$–$$$, 2 Geelbek St., Kleinbaai, Tel. (082) 777-4814 bzw. (060) 989-1647. Sechs großzügig eingerichtete Gästezimmer, einige mit Meerblick. Schöne Lounge und gute Kücheneinrichtung für Selbstversorger. Frühstück inkl. Das beliebte Great White House Restaurant (s. u.) liegt gegenüber.

Camping

Der schönste Campingplatz in der Region befindet sich im Uilenskraal Mond Resort, nahe der R 43 südöstlich von Gansbaai. Tel. (028) 050-0894. Er liegt nah am Meer und ist sehr sauber. Es gibt auch einfache Chalets.

Essen und Trinken

The Great White House, 5 Geelbek St., in Kleinbaai, Tel. (028) 384-3273. Hier treffen sich die „Cage Diver“ und hier gibt’s den Fisch so richtig frisch. Berühmt ist die Küche für die Calamari-Steaks. Gemütliche Cottages werden auch vermietet.

Blue Goose, 22 Hoop St., Gansbaai, Tel. (071) 863-1514. Schickes Restaurant (Meeresfrüchte, Fisch, Steaks) mit guter Weinkarte. Nahezu Fine Dining.

Thyme at Rosemary’s, 13 Main Rd., Gansbaai, Tel. (028) 007-0416 bzw. (072) 884-4936. Südafrikanische Gerichte sowie Fischplatten und Salate in viktorianischem Ambiente.

Weitere Fischrestaurants gibt es am Hafen von Gansbaai.

Die Lodges und B&Bs in De Kelders sind gerne behilflich bei der Reservierung in weiteren Restaurants. In De Kelders gibt es so einige Geheimtipps.

Cage Diving/Walbeobachtungstouren

Mehrere Unternehmen bieten Touren vom Hafen in Kleinbaai zur Shark Alley an, z. B. Sharklady Adventures, 14 Geelbek St., Tel. (028) 313-2306. Ein anderes Unternehmen ist Dyer Island Cruises, 5 Geelbek St., Tel. (082) 801-8014 bzw. (076) 555-5520, das etwa von Juli bis Nov. auch Walbeobachtungstouren veranstaltet.

Great White Sharks. Gans Bay, South Africa

social buttons
Copyright © 1998-2022 | All rights reserved | J. Köring
Wir benutzen Cookies
Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob Sie Cookies zulassen möchten. Bitte bedenken Sie, dass bei einer Ablehnung einige Funktionen der Seite wie z.B. Wetterberichte oder Youtube-Videos usw nur eingeschränkt zur Verfügung stehen!