Parken in Kapstadt

wheel clamped police carSogar die Polizei bekommt beim Falschparken die Kralle angelegt!Parkbuchten haben häufig nur Bezeichnungen (Bay 1..n). Diese Informationen sind an der Bordsteinkante mit Farbe geschrieben und meist weniger deutlich leserlich.

In der Mitte der jeweils zusammengehörenden Buchten befindet sich dann -meist direkt am Straßenrand- ein Automat, der sehr selten mit 20 und 50 Cent-Münzen bzw. 1 und 2 Rand-Stücken, fast nur noch per ADO-Cash-Card nach einer Programmierung auf die benutzte Parkbuchtnummer gefüttert werden muß. Es werden keine Parkzettel ausgegeben. Die Politesse kontrolliert nur den Apparat, der ihr mitteilt, welche Parkbucht jetzt frei sein müßte, da nicht bezahlt wurde.

Achten Sie beim Besuch von Ortschaften darauf, stets einen ausreichenden Vorrat an entspechenden Münzen bzw. eine entsprechende ADO-Card für die Parkuhren in der Tasche zu haben. Falschparker werden sehr schnell an die Kralle gelegt oder abgeschleppt. Eine Verwarnung (Knöllchen) kostet mindestens 60 Rand für ein paar Minuten und bei mehr als 15 Minuten schon 120 Rand. Eine Radkralle wieder entfernen zu lassen, kostet neben 250 Rand auch furchtbar viel Zeit.

Die Parksituation in Kapstadt

parken schild kapstadtLassen Sie sich niemals sagen Capetownians seien nicht bereit einem Fremden zu helfen! Die in Verruf geratenen "Car Guards" in Kapstadts City sind mehr als happy den entnervten Autofahrer in die kleinste und eigentlich nicht vorhandene Parklücke, gestenreich zu dirigieren.

Die Car Guards arbeiten in den meisten südafrikainschen Innenstädten und Shopping Centern. Sie reichen von offiziellen, uniformierten Helfern, die nach abgeschlossener Aktion eine Visitenkarte aushändigen, über inoffizielle "Helfer", die den verzweifelten Motoristen mit finsteren Blicken und handfesten verbalen Ausbrüchen überschütten, wenn sie nicht bezahlen, bis hin zu den völlig betrunkenen oder bekifften Stadtstreichern, die Ihr neues Fahrzeug direkt in einen handfesten Unfall verwickeln und für diese gelungene Aktion auch noch ein ordentliches "Trink"geld verlangen.

Zu leicht kommt da Zynismus bei dieser vermeidlichen Schutzgeldaktion auf. Tatsache ist aber, dass viele dieser Car Guards Immigranten aus anderen afrikanischen Ländern sind, die schlicht um Arbeit und ein kleines Einkommen bemüht sind. Bedingt durch ihre meist noch dunklere Hautfarbe und ihren breiten französischen Akzent, erwecken sie Misstrauen bei den vielen armen Locals, die ihren Lebensunterhalt durch einfaches Betteln nun gefährdet sehen.

Abschliessend die Frage nach der Bezahlung. Natürlich sollte man die Guards bezahlen und sei es nur, um den Flüchen und Verwünschungen der Zweitgenannten zu entgehen. Also, wenn Sie zu Ihrem Auto zurückkehren und es noch in der Lücke steht in der Sie Ihr Fahrzeug gezwängt haben, dann ist eine Entlohnung zwischen einem bis zwei Rand durchaus üblich.

Unser Tipp: Sollten Sie nach ausgiebigen Dinner die Pizza nicht geschafft haben, dann lassen Sie doch die restliche Hälfte einpacken und händigen Sie diese an Ihren persönlichen Car Guard aus. Er wird den Erben Ihrer Parklücke um so freundlicher und gestenreicher einweisen...

Car-Guard Culture