Wirtschaftssektoren in Südafrika

suedafrika brands schilderBekannte "Brands" in SüdafrikaDie Wirtschaftsmetropolen Südafrikas liegen im Norden und Nordosten des Landes, Drehpunkte sind Johannesburg und umliegende Satellitenstädte, wo auch der bedeutende Finanzsektor (20% des BIP) ansässig ist.Auch Industrie und Bergbau sind vorwiegend im Norden und Osten Südafrikas angesiedelt. Grundlage der Wirtschaft in Südafrika ist nach wie vor ihr Reichtum an Bodenschätzen, zu den wichtigsten mineralischen Rohstoffen zählen Gold, Diamanten, Platin, Chrom, Vanadium, Mangan, Uran, Eisenerz und Kohle. Rund 60% des gesamten Exports entfallen auf diese Güter. Für Platin, Mangan, Vanadium und Chrom führt Südafrika die Weltrangliste an, sowohl in Bezug auf die Roffstoffvorräte als auch was Fördermengen und Exportvolumen anbelangt. Neben der Rohstoffförderung (9,5% des BIP) nimmt das verarbeitende Gewerbe eine bedeutende Rolle ein. Die Bereiche Maschinenbau, Automobilherstellung (u.a. BMW,VW,Toyota, GM, Daimler haben hier Standorte), Metall­verarbeitung, Eisen- und Stahlproduktion, chemische Industrie (vor allem Düngemittel), Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Nahrungsmittelverarbeitung haben stetig an Bedeutung gewonnen. Einzig die Textilindustrie leidet unter den asiatischen Billigimporten. Der private Konsum steht für 64 % des BIP.

Landwirtschaft in Südafrika

Südafrika ist ein wasserarmes Land und zwei Drittel der Fläche gilt als arid oder semi-arid. Regenfälle sind in vielen Landesteilen unzuverlässig, immer wieder gibt es anhaltende Dürreperioden oder aber verheerende Überschwemmungen. Grundsätzlich gilt Südafrika als Land mit einer negativen Wasserbilanz. Die Landwirtschaft ist deshalb großenteils von der Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen abhängig, und viele Produkte – wie Wein, Obst, Zitrusfrüchte und Gemüse, aber auch Kartoffeln und Getreide – werden „under irrigation“ angebaut. Neben diesen landwirtschaftlichen Erzeugnissen haben die Produktion von Sonderkulturen (z.B. tropische und subtropische Früchte) sowie die industrielle Verarbeitung (Trockenobst, Konserven) subtropischer Früchte in den letzten Jahren eine steigende Tendenz erfahren. Problematisch ist allerdings die Situation der kleineren Farmbetriebe, die meist auf Ballungs- und Touristenzentren für den Verkauf ihrer Ware angewiesen sind. Der Anteil des Agrarbereichs am Bruttoinlandsprodukt ist insgesamt rückläufig und beträgt mittlerweile nur noch 2–3%, wobei die Landwirtschaft allerdings über 9% der Arbeitsplätze stellt sowie im Subsistenzbereich vielen Familien ein zusätzliches Einkommen bzw. Nahrungsmittel liefert. Südafrikas Landwirtschaft ist sehr viel weniger mechanisiert und dafür viel personalintensiver als die in Europa. Sie ist jedoch gut entwickelt und das Land kann sich mit vielen Produkten wie Wein, Obst, Gemüse, Tabak, Wolle oder Zucker erfolgreich am Weltmarkt behaupten. Nahezu die Hälfte der Produktion geht in den Export.

finanzsektor suedafrikaDer Finanzsektor ist mit 20% des BIP eines der wichtigsten Standbeine der südafrikanischen Wirtschaft

Tourismus in Südafrika

Mit über 9 Mio. internationalen und 25 Mio. inländischen Touristen pro Jahr trägt der Tourismus zum Bruttoinlandsprodukt bei. Die Gesamtausgaben der Touristen umfassen fast 100 Mrd. Rand, davon 70 Mrd. durch die Besucher aus dem Ausland, was maßgeblich zum Devisenaufkommen beiträgt. Die Regierung fördert diesen Sektor stark, da er viele Arbeitsplätze schafft. Rund 2 Mio. Menschen sind im Tourismus beschäftigt. Der größere Anteil der internationalen Besucher kommt aus dem übrigen Afrika (ca. 70 %), die meisten Besucher aus Übersee kommen aus Großbritannien, Deutschland und den USA, aber auch die Zahl der Besucher aus Asien, allen voran aus China, nimmt stetig zu. Mit einer gut ausgebauten Infrastruktur, Wildparks und Naturschutzgebieten sowie expandierenden Fremdenverkehrsangeboten auch außerhalb der bekannten Küsten- und Großparkgebiete bleibt Südafrika ein attraktives Reiseland.