Weinproduzenten in Südafrika

kap-weineDeutschland gehört zu einer der grössten Importeuren des KapweinsBekanntlich ist der Weinmarkt hart umkämpft, besonders, da sich auch die amerikanischen, australischen und neuerdings auch südamerikanischen Weine immer mehr mit guten Weinen etablieren und in den entsprechenden Ländern, wie auch in Südafrika, die Anbauflächen noch zunehmen.

Lange Zeit hatte Südafrika sogar ein ganz spezielles Problem, es wurde bis zu 25 % mehr produziert, als vermarktet werden konnte. Mit der Aufhebung der Sanktionen in den 1990er Jahren galt dieses dann nur noch für die Weißweine. Wie in vielen warmen Regionen, wurden auch in Südafrika großenteils Weißweine angebaut, denn sie sind bekömmlicher und leichter.

Der Weltmarkt, besonders aber der europäische Markt, verlangt nach Rotweinen. Somit blieben die Südafrikaner immer noch auf großen Mengen ihrer Weißweine sitzen, während sie den Bedarf an Rotweinen nicht in vollem Maße abdecken konnten. Das führte besonders in guten Jahren zu Preiskämpfen bei den Weißweinen, die schließlich so günstig vermarktet wurden, dass sie in Europa einen Imageverlust erlitten.

Weintrinker klassifierten den Weißwein aufgrund des Preises viel zu niedrig ein und verschmähten ihn sogar des öfteren. Mittlerweile bemüht man sich in Südafrika aber um eine exportorientierte Preisgestaltung, und immer mehr Weingüter pflanzen rote Reben an.

Wie oben bereits erwähnt, hat die neue Preisgestaltung aber den Nachteil, dass die Winzer sich immer mehr auf den lukrativeren Export konzentrieren und nur noch ungern bzw. Überhangmengen im eigenen Land verkaufen wollen. Gute, aber noch bezahlbare Tropfen finden sich daher immer seltener in den Regalen. Einige Weine und die besten Brandys landen beispielsweise nur auf dem Exportmarkt.

South Africa's booming wine industry