Erkundungen im De Hoop Nature Reserve

Zebra im De Hoop NaturreservatZebra im De Hoop NaturreservatMit dem Auto lässt sich das Naturreservat natürlich am einfachsten erkunden. Fahren Sie zuerst zum Informationsbüro am De Hoop Vlei und nehmen Sie sich dort Zeit, die naturkundlichen und auch antropologischen Erläuterungen zu studieren und sich beim Ranger näher zu informieren. Ohne diese würden Sie viele Dinge im Park nicht wahrnehmen. „Pflichtziel“ ist der Parkplatz am Koppie Alleen: Wale beobachten, Strände, Tidenpoole etc.

Nach Südwesten führt die Straße auf wenigen Kilometern bis nach De Mond. Doch die Flussmündung des Salt River ist schon lange versandet, da die Dünen langsam westwärts wandern und den Ausfluss abgeschnitten haben. Über einen unterirdischen Abfluss entwässert der Fluss trotzdem. Zu sehen gibt es hier z.Zt. aber nichts, denn ein Teil der „Mündung“ ist sowieso gesperrt (Militärgebiet).

Wer sich entsprechend ausgerüstet hat (Getränke, Nahrung, Sonnenschutz etc.), der kann natürlich auch einige der kurzen Wanderwege oder aber auch der Mountain Bike-Strecken abfahren. Ein Fahrradverleih ist geplant, erkundigen Sie sich evtl. schon vorher telefonisch. Für alle Unternehmungen gilt aber: Früh starten, denn ab 10h fängt die Sonne an zu brennen.

agulhas long billed larkAgulhas Long-billed Lark von Ragnhild&Neil Crawford from Sweden - Agulhas long-billed lark, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5283562Der Parkabschnitt am 612 m hohen Potberg ist weniger besucht, denn er liegt abgeschnitten im Nordosten und kann nur durch Verlassen des Westabschnitts und eine Anfahrt über die Piste Wydgelee-Malgas erreicht werden. Der Inselberg aus Sandsteinen und Quarziten verspricht eine schöne Aussicht, auch auf das Inlandgebiet. Hier befindet sich die Forschungsstation des Parks, und diese beschäftigt sich vor allem mit dem vorm Aussterben bedrohten Cape (Griffon) Vulture (Kap-Geier, auch Gänse-Geier).

Dank der Parkinitiative leben wieder 80 Kap-Geier in der Gegend (1971: ca. 45) und brüten nahezu 25 Paare. Und da diese Geier nur ein Ei pro Jahr legen können, kann deren Fortpflanzung als nicht sehr „effizient“ bezeichnet werden. Um die Kleinen auch noch abzuhärten, fressen erst die erwachsenen Tiere, und nur was übrig bleibt, bekommen die Jungen.

Whale Trail

Seit 2001 gibt es in diesem schönen Naturpark die Möglichkeit, den sog. „Whale Trail“ zu erlaufen.

Dauer: 5 Tage. Reservierung erforderlich! Übernachtet wird in einfachen Steinhütten. Die Tagesetappen sind zwischen 8 und 13 km lang und erfordern mittlere Kondition. Gestartet wird auf dem Potberg. 3 ½ Tage des Trails führen dann entlang der Küste. Endpunkt ist Koppie Alleen. Sie werden dort abgeholt und wieder zum Startpunkt gebracht.

Wer seine Verpflegung nicht selbst tragen möchte, der kann auf einen Bringservice zu den einzelnen Hütten zurückgreifen. Eine durchaus empfehlenswerte Angelegenheit bei einer fünftägigen Wanderung! Die Lebensmittel müssen aber vorher von Ihnen eingekauft werden. Am beliebtesten für den Trail ist natürlich die Zeit zwischen Ende Juli und Anfang November. Dann können Sie die Wale beobachten und ist es noch nicht ganz so heiß. Da die zugelassene Zahl an Wanderern pro Tag begrenzt ist, müssen Sie für diese Hauptzeit bis zu einem Jahr im Voraus reservieren!

De Mond Nature Reserve

Wer sich für die Vogelwelt der Küste interessiert, sollte noch vor Struis Bay nach Osten auf die Piste abzweigen zu diesem kleinen Naturreservat. Es liegt an der Mündungslagune des Heuningnes River und bekannt wegen seltener Seeschwalben-Arten, die hierher kommen. Es gibt aber keine Unterkünfte im Park.

De Hoop Nature Reserve : Bredasdorp, South Africa