Kapflora in Kapstadt

blumenmeer-fruehlingBuntes Blumenmeer in der Frühlingszeit am KapÜber den Ursprung der Kapflora gibt es zwei Theorien, die gemeinsam das heutige Erscheinungsbild der Vegetation am Kap erklären:

  • Im Verlauf der Kaltzeiten, als sich Gletscher von Nordeuropa aus nach Süden schoben, mussten die damals vorherrschenden Vegetationsgürtel nach Süden ausweichen und fanden u.a. am Kap ideale Zufluchtsbedingungen.

  • Die andere Theorie geht davon aus, dass die Kapflora schon immer eigenständig war und sich entwickelte, als sich Afrika – gemeinsam mit den späteren Landmassen Australien, Neuseeland, Indien, Südamerika und Antarktis – aus dem Urkontinent Gondwana herausbildete. So gibt es als Beweis dafür eindeutige Beziehungen zwischen bestimmten Protea-Arten am Kap und in Australien.


kirstenbosch blumenDie Kapflora weist – bedingt durch besondere klimatische Verhältnisse – unverwechselbare Charakteristika auf:

  • Es ziehen beispielsweise auch in der trockenen, heißen Sommerzeit Nebelschwaden um den Tafelberg, die nicht nur Feuchtigkeit spenden, sondern auch extrem heiße Temperaturen verhindern.

  • So wächst hier – neben 1.400 anderen blühenden Pflanzenarten – die Blue Drip Disa, eine nur in dieser Gegend und sonst nirgendwo auf der Welt lebende Orchidee. Die Vegetation der Kaphalbinsel wird von Fachleuten als „Fynbos“ bezeichnet. Darunter versteht man dichte, strauchartige Gewächse, die grobes oder feines, weiches oder hartes Blattwerk aufweisen. Sicherlich ist die Protea die berühmteste Vertreterin des Kap-Fynbos.

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