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Landschaft im Hinterland der Westküste von Kapstadt | Südafrika

Ceres

ceres-winterIn Winter liegt regelmässig Schnee in Ceres - Quellenhinweis Foto: WikipediaCeres ist ein außergewöhnlich liebenswerter Ort. Er liegt im herrlichen Bokkeveld Valley und wird durch die umgebenden Felsen der Skurweberge und Witsenberg vor dem oft stark wehenden Südoster geschützt.

Ceres bietet hervorragende Bedingungen für den Obstanbau von u.a. Orangen, Kirschen, äpfel und Birnen. Hier steht auch eine der größten Obstverpackungsfabriken des Kontinents. Frisches Obst wird sowohl lokal als auch international verkauft, genauso daraus erzeugte Waren wie Säfte und Trockenobst. Auch hier geerntete Kartoffeln und Zwiebeln gelangen in den Export. Neuerdings werden sogar Ceres-Weine hergestellt.

Ceres wurde übrigens benannt nach der römischen Göttin der Fruchtbarkeit. Das Klima ist eher schon kontinental. Die Sommer sind warm und windstill und im Winter fällt sogar häufig Schnee, der auf den Bergen liegen bleibt und Skifahrer aus Kapstadt anlockt. Kapstädter nennen die Gegend daher auch gerne das "Switzerland of South Africa". Interessant ist auch das "Transport Riders' Museum" mit zahlreichen Wagen, Karren und Utensilien, die von dem frühen überlandhändlern benutzt wurden. Sehr empfehlenswert für Autoreisende ist die aussichtsreiche Straße über den "Mitchell's Pass".

Weiter im Osten befinden sich die steilen Sandsteinklippen und Schluchten der Hex River Mountains, die Bergsteiger und im Winter Skifahrer anlocken. In dem unterhalb gelegenen breiten, flachen und unglaublich fruchtbaren Tal gibt es über 200 Farmen. Das Hex-River-Tal ist zu allen Jahreszeiten sehenswert, doch besonders im Herbst und frühen Winter.

ceres valleyCeres Valley Panorama View - Danie van der Merwe from Cape Town, South Africa, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons

Zentrum des Obst und Fruchtanbaus

Benannt nach der römischen Fruchtbarkeitsgöttin, wurde die Stadt Ceres 1849 gegründet. Nach der Entdeckung der Diamanten 1869 wurde die Straße durch Ceres zur Hauptroute in Richtung Kimberley. Der Du Toits Pass (eröffnet: 1949) bzw. der Huguenot Tunnel (eröffnet: 1988) existierten damals noch nicht, und die Hex River Mountains mussten umfahren werden. Das Umland von Ceres ist eines der größten Gemüse- und Obstanbau-Gebiete in Südafrika. Frisches Obst wird sowohl lokal als auch international verkauft, genauso daraus erzeugte Waren wie Säfte und Trockenobst. Auch hier geerntete Kartoffeln und Zwiebeln gelangen in den Export. Neuerdings werden sogar Ceres-Weine hergestellt. Jeder von Ihnen hat sicherlich schon den überall in Südafrika erhältlichen Ceres-Saft probiert. Besichtigungen der Ceres Fruit Juices-Fabrik sind über das Informationszentrum zu buchen, werden aber nur selten angeboten.

Ceres Transport Riders’ Museum, 8 Orange St., Tel. (023) 312-2045, www.ceresmuseum.co.za, Mo–Fr 8.30–17 Uhr, Sa/So nach Vereinbarung.

Von Mitte November bis Ende Dezember ist Cherry Picking Season auf der Klondyke Cherry Farm. Dann kann man selbst auf der Farm die leckeren Kirschen pflücken.

Klondyke Cherry Farm, 12 km nach Osten auf R46, dann nach rechts abbiegen in die Bo-Swaarmoed Pass Rd. und noch 18 km fahren, Tel. (087) 550-0232, www.cherryfarm. co.za. Auch Selbstversorger-Häuser ($–$$) für 4–8 Personen und Camping.

Auf dem Weg nach Tulbagh bietet sich entweder ein Stopp in dem kleinen „Tollhouse Tea Garden“ (kurz hinter Ceres) oder einer im gemütlichen Teegarten „The Grain & Grape“ (an der R46, ca. 13 km vor Tulbagh) an. Der schöne Michell’s Pass, gleich hinter Ceres, stellt sich übrigens eher als Schlucht dar, denn die Passhöhe selbst befindet sich in Ceres.

Ceres Tourism Bureau, Ecke Voortrekker/Owen Sts., Tel. (023) 316-1287, www.ceres.org.za.

Buschmann - Felsenzeichnungen

Das "Ceres Bergfynbos Reserve", das zweitgrößte Naturreservat der Kapregion, beherbergt eine große Artenvielfalt einheimischer Flora und bietet dramatische Felsenansichten sowie alte Buschmann - Felsenzeichnungen. Tausende von Felszeichnungen und Gravuren im südlichen Afrika geben Hinweise und Einblicke in die private Welt der Jäger und Sammler und die Entwicklung der Buschmänner.

Diese kleinen Kunstwerke, die nahezu unscheinbar an Felswänden, in Ecken und Höhlen, in Flussläufen und Bergformationen im gesamten südlichen Afrika zu finden sind, beschreiben den wechselnden Lebensstil der Menschen vom späten Steinzeitalter, vor mehr als 20.000 Jahren, bis in die heutige Zeit hinein. Die detaillierten Porträts ihres Zusammenlebens haben eine unschätzbare Aufzeichnung ihrer Kultur hinterlassen, welche durch die Siedlung der Weißen und der Bantu-sprechenden Menschen zerstört wurde. Telefon: (0233) 22301. Im nahegelegenen Vogelschutzgebiet trifft man auf seltene, einheimische Vögel und Affen.

Unterkünfte in Ceres

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass eine Übernachtung in den relativ nahen Orten Tulbagh und Paarl einer in Ceres vorzuziehen ist.

Chantilly Guest House

$–$$, 18 Alheit St., Tel. (083) 441-9532. Gästehaus im kapholländischen Stil. Toller Garten, Pool. B&B und Selbstversorger.

Pine Forest Resort

$–$$, Carson St., Tel. (023) 316-1878. Einfaches Ferienresort. Selbstversorger-Chalets und einfachere Rondavel sowie Campingplatz. Großer Swimmingpool, Trampoline, Spielplatz, Ruderboote etc.

Naturfreunden sei noch der Campingplatz im 36 km östlich gelegenen und 1.000 ha großen Matroosberg Nature Reserve (Tel. (023) 312-2282, www.matroosberg.com) ans Herz gelegt. Hier kann man wandern und im Winter kann es auf dem Berg sogar Schnee geben.

Ceres - Western Cape - South Africa

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