Buschmann Zeichnungen aus Südafrika

felszeichnungen-suedafrikaKunstvolle Felszeichnungen der Buschmänner in SüdafrikaTausende von Felszeichnungen und Gravuren im südlichen Afrika geben Hinweise und Einblicke in die private Welt der Jäger und Sammler und die Entwicklung der Buschmänner.

Diese kleinen Kunstwerke, die nahezu unscheinbar an Felswänden, in Ecken und Höhlen, in Flussläufen und Bergformationen im gesamten südlichen Afrika zu finden sind, beschreiben den wechselnden Lebensstil der Menschen vom späten Steinzeitalter, vor mehr als 20.000 Jahren, bis in die heutige Zeit hinein. Die detaillierten Porträts ihres Zusammenlebens haben eine unschätzbare Aufzeichnung ihrer Kultur hinterlassen, welche durch die Siedlung der Weißen und der Bantu-sprechenden Menschen zerstört wurde.

Mehr Informationen zu den Buschmann Zeichnungen in den Cederbergen

suedafrika-felszeichnungenDie schönsten und farbenfrohesten Sammlungen von Buschmann-Zeichnungen in Südafrika findet man in den Drakensbergen (in und um Lesotho). In der nordöstlichen Kapprovinz häufen sich nahe dem Oranje River eher Felsritzungen. Erwähnung sollten an dieser Stelle schließlich auch noch die Zeichnungen finden, die um den Olifants River westlich der Cederberge entdeckt wurden. Sie sind aber jüngeren Datums. Gezeichnet wurde nur von den Medizinmännern, die sich durch Rauchen von Marihuana („Dhagga“), durch Konzentration und durch manchmal 2–3 Tage dauernden Tanz in Trance versetzt hatten.

felszeichnung-kagga-kammaBuschmann-Zeichnungen finden sich an geschützen Felsvorsprüngen oder Höhlen Während unterschiedlicher Stadien der Trance wurden zunächst nur Punkte, dann Linien und später ganze Figuren gezeichnet (bzw. geritzt). Als Farbe diente eine Mischung aus Tierblut, Pflanzen, Tierfetten, die dann zermahlen und mit Wasser verflüssigt wurde. Als Pinsel dienten Vogelfedern, Knochen, Zweige oder Tierhaare. Das Alter der Zeichnungen lässt sich aufgrund der Struktur des Sandsteins oft nur sehr schwer bestimmen, und über die Bedeutung der Figuren gibt es nur Vermutungen. So glaubt man z.B., die Darstellung der langen dünnen Menschen mit Antilopenhufen stellt den Wunsch der Buschmänner nach Größe (sie sind durchschnittlich nur 160 cm groß) und die Verschmelzung von Mensch und Tier dar. Die meisten Figuren tragen Waffen, und deren Köpfe sind blasser gezeichnet. Das könnte ein Zeichen für Heiligtum sein.

Die in schwarz gezeichneten Figuren (aus Holzkohle und Tierfett) sollen darstellen, wie die Buschmänner den weißen Mann sahen: oft mit in die Hüften gestemmten Armen.

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