Religionen in Südafrika

Über 80% der Bevölkerung Südafrikas gehören bei geltender Religionsfreiheit und starker konfessioneller Zersplitterung einer christlichen Religion an, wenn auch die Vielfalt der verschiedenen Kirchengemeinden kaum überschaubar ist. Die meisten Mitglieder haben Afrikaans-sprachige reformierte Kirchen (z.B. Nederduitse Gereformeerde Kerk), gefolgt von der römisch-katholischen Kirche und den Methodisten. Der bekannteste Vertreter der anglikanischen Kirche ist Erzbischof Desmond Tutu. Darüber hinaus gibt es „Unabhängige Schwarze Kirchen“, von denen es mehrere Tausend gibt.

Diese Kirchen haben einerseits ihre Wurzeln im christlichen Glauben, integrieren aber auch traditionelle afrikanische Vorstellungen wie den Ahnenkult. Die größte dieser unabhängigen schwarzen Kirchen ist die Zion Christian Church (ZCC), die zu Ostern in Moria, im Nordosten Südafrikas, mit Millionen Gläubigen das größte jährliche Kirchentreffen der Welt veranstaltet.

Die Anzahl der vor allem in der Kapregion ansässigen Muslime (Anteil dort 7,6 %, in SA 2,5 %) ist steigend. Die absolute Zahl der Hindu, vorwiegend Inder, die in KwaZulu-Natal leben, steigt zwar leicht aber beständig an, aufgrund der unterdurchschnittlichen Geburtenrate nimmt ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung aber ab. Die Gemeinde der jüdischen Südafrikaner schrumpft, v. a. durch Auswanderung.

Religions in South Africa