Bevölkerungs- Struktur und Zahlen in Südafrika

zwei-moslem-kinderMoslemkinder in Südafrika - (Foto courtesy of SA Tourism)Mit über 56 Mio. Einwohnern ist die Republic of South Africa (RSA) der bevölkerungsreichste Staat im südlichen Afrika, allerdings sind Schätzungen (z. B. von der UN) über das Wachstum der Bevölkerung in den nächsten Jahren von einem wesentlich höheren Zuwachs ausgegangen. Die hohe HIV-Infektions- und Sterberate durch AIDS hat entscheidende Auswirkungen auf das Wachstum der Bevölkerung. Auch existieren zwischen den einzelnen ethnischen Gruppierungen Unterschiede bezüglich Geburtenrate, Sterberate und Altersgliederung. Insbesondere zwischen der schwarzen Bevölkerungsmehrheit und der weißen Minderheit gibt es große Disparitäten.

Das Bevölkerungsmuster zeigt einen deutlichen Ost-West-Gegensatz, d.h. die westlichen, trockenen Landesteile sind dünner besiedelt und weisen nur wenige klein- und mittelgroße Städte auf. Die Land­flucht in die Metropolen ist weiter anhaltend. Auf der einen Seite hat das zur Aufsiedlung der meist von Weißen verlassenen Gebiete durch Schwarze und Coloureds geführt, auf der anderen Seite steigt die Zahl der Marginalsiedlungen in den Randgebieten der Städte. Die große Mehrheit der Bevölkerung konzentriert sich auf vier Ballungsräume: Tshwane/ Pretoria/Johannesburg, Durban und Umland, Großraum Kapstadt und Port Elizabeth/Nelson Mandela Metropole. Hinzu kommt, dass der Verstädterungsprozess weiterhin anhält. Damit verbunden sind oft nebeneinanderliegende sozioökonomische Diskrepanzen. Hier treffen Erscheinungen der „Ersten“ und „Dritten Welt“ aufeinander.

Die wichtigsten schwarzen Volksgruppen bzw. Ethnien in Südafrika sind Zulus, Sothos, Xhosas, Tswanas, Shangaan/Tsongas, Swasis und Ndebeles. Die weiße Bevölkerungsstruktur setzt sich hauptsächlich aus den Nachkommen von Niederländern, Briten, Franzosen und Deutschen zusammen, die sich ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in der Kapregion niederließen. Die Farbigen (Coloureds) umfassen zwei Hauptgruppen, die Griquas und die Kapmalaien. Die Griquas sind Nachfahren von Verbindungen zwischen Khoikhoi und Europäern; die Kapmalaien stammen von den früheren Sklaven ab, aus dem süd- und südostasiatischen Raum (Singalesen, Chinesen, Inder, Indonesier und Malaysier).

Südafrikas Bevölkerungszahl

Nach Angaben der Vereinten Nationen wuchs die Bevölkerung Südafrikas seit 1970 von insgesamt 22,5 auf 43 Millionen Einwohner. Schätzungen sagen für das Jahr 2025 eine Zunahme der Bevölkerung auf über 73 Millionen voraus. Zwischen den einzelnen ethnischen Gruppierungen existieren Unterschiede bezüglich des Niveaus und der Entwicklung von Geburtenhäufigkeit und Sterblichkeit, hinsichtlich der Altersgliederung sowie der räumlichen Bevölkerungsverteilung. Insbesondere zwischen der schwarzen Bevölkerungsmehrheit und der weißen Minderheit gibt es beträchtliche Disparitäten.

Die wichtigsten schwarzen Volksgruppen bzw. Ethnien in Südafrika sind Zulus, Sothos, Xhosas, Tswanas, Shangaan/Tsongas, Swasis und Ndebeles. Die weiße Bevölkerungsstruktur setzt sich hauptsächlich aus den Nachkommen von Niederländern, Briten, Franzosen und Deutschen zusammen, die sich ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in der Kapregion niederließen. Die Farbigen (Coloureds) umfassen zwei Hauptgruppen, die Griquas und die Kapmalaien. Die Griquas sind Nachfahren von Verbindungen zwischen Khoikhoi und Europäern; die Kapmalaien stammen von den früheren Sklaven ab, aus dem süd- und südostasiatischen Raum (Singalesen, Chinesen, Inder, Indonesier und Malaysier).

Als Synonym für Farbige wird häufig auch der Begriff Mischlinge verwendet, gilt heute jedoch als politisch unkorrekt. Am homogensten ist die ethnische Struktur der asiatischen Bevölkerung, bei denen es sich fast ausschließlich um die Nachkommen von Indern und nur in geringem Umfang (1 %) um Chinesen handelt.