Schwarze Bevölkerung in Südafrika

schwarzer-in-suedafrikaSchwarzer in Südafrika Im 3. Jahrhundert n. Chr. siedelten Angehörige der negroiden, schwarzen Rasse in Natal und Transvaal, wo sie vermutlich als Ackerbauern lebten. Da vorher vermutlich nur Khoisan in dieser Gegend gelebt hatten, wird eine Einwanderung aus dem Norden angenommen. Über die Wanderroute besteht allerdings noch Unklarheit. Man hält die die Ostküste herunter gewanderten Ackerbauern für Vorfahren der heute Bantu-sprechenden Völker Südafrikas.

Um 1600 war die Osthälfte Südafrikas zum größten Teil von Ackerbau betreibenden Schwarzen bewohnt. Die Wanderung der Bantu hörte bei einer imaginären Linie, die sich vom Großen Fischfluss im Osten bis zum Oranje im Westen erstreckte, auf, d.h. das Winter-Regengebiet der Western Cape Province und des südöstlichen Kaps sparten sie aus. Im Laufe des zweiten Jahrtausends bildete sich eine grobe Zweiteilung der schwarzen Südafrikaner nach Sprachgruppen heraus. Die Schwarzen Südafrikas stellen demnach keine homogene Bevölkerungsgruppe dar, sondern unterscheiden sich voneinander stark. Insgesamt gliedern sie sich in acht große Hauptgruppen – Zulu, Nord-Sotho, Xhosa, Süd-Sotho, Tswana, Shangaan-Tsonga, Swasi, Süd-Ndebele, Venda –, die sich wiederum stark unterscheiden (bei den Zulu gibt es allein ca. 200 Stämme).

xhosa-familieXhosa Familie in Südafrika - (Foto courtesy of SA Tourism) Mit gut 81 % bilden die zu den bantusprachigen Völkern zählenden schwarzen Afrikaner die größte Bevölkerungsgruppe Südafrikas. Der östliche Teil des Landes wurde im 3. Jh. n. Chr. von schwarzafrikanischen Bantustämmen besiedelt, die dort vermutlich Ackerbau betrieben. Weitere Stämme aus nordöstlichen Gebieten wanderten bis ins 19. Jh. ein, wahrscheinlich auf der Suche nach neuen Weidegründen. Es wird angenommen, dass diese Gruppen aus dem Nordosten Afrikas stammen, weil gewisse Gemeinsamkeiten zwischen ihrer und der noch heute in Tansania gesprochenen Klicksprache bestehen.

Die Schwarzen Südafrikas stellen keine homogene Gruppe dar, sondern unterscheiden sich stark voneinander. Insgesamt gliedern sie sich in acht große Hauptgruppen (Zulu, Xhosa, Basotho,Venda, Tswana, Tsonga, Swazi, Ndebele), die jedoch auch nicht homogen sind. So gibt es etwa bei den Zulu ca. 200 verschiedene Stämme und die Bantu sprechende Bevölkerung zählt sich zu den Zulu, den Xhosa oder den Ndebele.

In Kapstadt bilden die Xhosa heute die größte Gruppe der Schwarzen. Sie sind während des Wirtschaftsaufschwungs nach dem Ersten Weltkrieg an das Kap gekommen und haben sich nach Abschaffung der Passgesetze zumeist in den illegalen „squatter camps“ am Stadtrand Kapstadts niedergelassen. Hinzu kam ein massiver Zustrom von überwiegend aus den Homelands kommenden Schwarzen, die das Leben in einfachen Blechhütten dem in verarmten Landgebieten vorzogen, weil sie auf eine bessere Zukunft für ihre Kinder hofften.