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Garden Route bei Plettenberg Bay in Südafrika

Wilderness National Lakes Area

gardenroute-wilderness-seenSeenlandschaft zwischen Wilderness und SedgefieldNoch vor Sedgefield macht eine andere Landschaftsform auf sich aufmerksam: „The Lakes“.

Der 20 km lange Küstenabschnitt bis zum Pass westlich des Ortes Wilderness wurde geprägt durch zwei uralte Dünenketten, eine direkt am Meer, die andere, größere, am Berghang hinter den Seen. Zwischen diese Dünen floss das von den Bergen kommende Wasser (Touws River, Serpentine und andere kleine Flüsse) und bildete eine Seenkette, deren Seen wiederum durch kleine Dünen voneinander getrennt sind.

Wie Perlen an einer Kette reihen sich von Osten her Swartvlei, Rondevlei, Langevlei und Island Lake aneinander. Letztere fließen über Serpentine und Touws River ab, der Swartvlei dagegen über die Swartvlei Lagune ins Meer. Ruigtevlei und Groenvlei gehören nur bedingt dazu („Vlei“ in Afrikaans = Sumpfsee). Der Salzgehalt der Seen nimmt zum Meer hin zu. Auch die Knysna Lagune, das Keurbooms Estuary und andere Küstenabschnitte haben sich auf ähnliche Weise gebildet.

Der Groenvlei („grüner Sumpf“) ist der einzige wirkliche Süßwassersee der Region. Er liegt höher als die anderen Seen und kann somit nicht von Ebbe und Flut beeinflusst werden. Wasser fließt einzig von den ihn umliegenden Bergen und Dünen hinein. Schaut man im Frühling ganz flach über das Wasser, ist ein grüner Grasschleier auf dem Wasser wahrnehmbar. Das Hotel Lake Pleasant Chalets & Lodges am Westende des Sees bietet eine familienfreundliche Unterkunft an diesem kleinen Paradies.

Der jetzt folgende, knapp 20 km lange Küstenabschnitt bis zum Pass westlich des Ortes Wilderness wurde maßgeblich beeinflusst durch zwei uralte Dünenketten, eine direkt am Meer, die andere - größere - am Berghang hinter den Seen. Zwischen diese Dünen floss das von den Bergen kommende Wasser (Touws River, Serpentine und andere kleine Flüsse) und bildete eine kleine Seenkette, deren Seen wiederum durch kleine Dünen voneinander getrennt sind.

Wie Perlen an einer Kette reihen sich von Osten her Island Lake, Langevlei, Rondevlei und Swartvlei aneinander. Letzterer bietet dann über die Swartvlei Lagune den Abfluss ins Meer. Der kleine Ruigtevlei und der Groenvlei gehören nur bedingt dazu. „Vlei“ bedeutet dabei in Afrikaans soviel wie Sumpf. Der Salzgehalt der Seen nimmt von Westen bis zum Swartvlei hin zu.

Hinweis
Natürlich haben sich auch die Knysna Lagune, das Keurbooms Estuary und andere Küstenabschnitte auf ähnliche Weise gebildet wie „The Lakes“, doch unterscheiden sich diese einfach „äußerlich“ von den anderen. Daher haben wir sie an dieser Stelle geographisch ausgegliedert.

Ostabschnitt

Kurz darauf folgt an der N 2 ein Abzweig nach rechts zum Swartvlei: Lake Road/ Die Vlei (Sand) Road. Nach gut 3 km ist die Einfahrt zum östlichen Abschnitt der Wilderness Section erreicht. Dieser Parkabschnitt ist naturbelassen und daher besonders beliebt bei Vogelkundlern, die sich die Brackwasservögel anschauen möchten.

Der sandige Cape Dune Molerat Trail nördlich des Rondevlei (bis zu 6 km lang/2–3 Std.) ist sehr empfehlenswert. Er führt auf die mit Fynbos und Proteen bewachsene Inlandsdüne. Unterkünfte und andere Freizeitaktivitäten werden in diesem Parkabschnitt nicht angeboten. Der Rondevlei trägt zu Recht seinen Namen, so rund ist er. Wilderness Dune Beach und die Flat Rocks (Abfahrt bei Tankstelle am Kreisel; Views Boutique Hotel) ein Stück weiter entlang der N2 geben eine weitere Gelegenheit für einen kurzen Spaziergang bzw. einen Ausblick aufs Meer.

Wilderness Section

Die Landschaft zwischen dem Goukamma Nature Reserve im Osten und dem Touws River im Westen ist großenteils zur 2.600 ha großen Wilderness Section und damit Teil des Garden Route National Park zusammengefasst worden. Im Einzelnen umfasst das Gebiet den Mündungsbereich des Touws River, einen 18 km langen Strandabschnitt, die Wilderness sowie die Swartvlei Lagoon, den Serpentine River als auch die Seen Island Lake, Rondevlei, Ruigtevlei und Swartvlei. Die Parkgrenzen sind nur vage auszumachen, und selbst die Karten unterscheiden sich da manchmal. Für die Erkundung der Lakes Area tut das aber nicht viel zur Sache.

Das Nebeneinander von Salz-, Brack- und Süßwasser sorgt für eine vielfältige Flora und Fauna. Deshalb zählt diese Gegend zu den artenreichsten Wasservogel-Gebieten Südafrikas (u. a. Flamingos, Löffler). Die Uferzonen der Seen sind mit den unterschiedlichsten Schilfgewächsen zugewachsen, je nach Salzgehalt des Wassers.

Interessant ist auch, dass die einzelnen Seen nicht nur von den Bergflüssen (Touws, seinem Nebenfluss Serpentine und vier weiteren) mit Wasser gespeist werden, sondern in hohem Maße auch von dem Flutwasser, das vor allem über die Wilderness-Lagune und den Serpentine eindringt. Ferner speisen aufsteigendes Grundwasser und höchstwahrscheinlich auch durch die Küstendünen einsickerndes Seewasser die Gewässer des Hinterlands. Die Seen zwischen Island Lake und Swartvlei sind übrigens nicht durch den Serpentine miteinander verbunden, sondern durch einen natürlichen Kanallauf.

wilderness panoramaWilderness Beach auf der Garden Route von M.Uebel [CC0], via Wikimedia Commons

Aktivitäten im Wilderness Park

Der erste Stopp sollte am Ebb & Flow Park Headquarter, zwischen dem Wilderness Dune Beach und Wilderness (noch östlich der Touws River Bridge, ausgeschildert als „Wilderness National Park“ bzw. „Ebb & Flow“), sein. Hier erhält man alle nötigen Informationen.

Wanderwege

Es gibt eine Reihe von Wanderwegen im Park für 1- bis 5-stündige Wanderungen entlang des geschwungenen Serpentine-Flusses, durch die Dünen oder um die einzelnen Seen herum. Auf dem 10 km langen Rundweg Pied Kingfisher Trail hat man die Chance, alle typischen Gegebenheiten des Parks in weniger als 4 Std. zu erleben (Strand, Dünen, Flüsse, Vögel, Vegetation). Der Trail beinhaltet aber einige weniger reizvolle Straßenabschnitte. Er beginnt und endet am Ebb & Flow Visitor Centre

Kanu fahren und Segeln

Da die Flüsse wenig Strömung aufweisen und die Seen zu klein für große Wellen sind, gehören Kanutouren zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Die normalen Touren dauern 2–5 Std. und führen zu Picknickplätzen und einem Wasserfall (inkl. Fußweg). Highlights sind die unregelmäßig stattfindenden 3- bis 4-tägigen Kanutouren zwischen Wilderness und Sedgefield. Übernachtet wird dabei in einfachen Camps. Gestellt werden nur der Guide, die Betten (ohne Bettzeug) und die Hütten. Nahrung, Schlafsack, wetterfeste Kleidung, Campingkocher und Getränke müssen mitgebracht werden.Diese Tour muss vorher reserviert werden. Boote für die kurzen Strecken können nahe dem Visitor Centre über einen Kanuverleih ausgeliehen werden. Hier gibt es auch Stand-Up-Paddle-Borde (SUP) zu mieten. Segeln gehört zu den Angeboten, ist aber nicht so einzigartig, wie es von offizieller Seite dargestellt wird.

Ferner empfiehlt sich die Umgebung der Wilderness Lakes Area mit Para- bzw. Hanggliding (an den Kliffs am Holiday Inn und an der „Map of Africa“), Mountain Biking (in die Outeniqua Berge), Fischen (Süß- und Salzwasser) und Ausritte (Binnenseen, Strand). Anbieter bzw. Verleihstationen gibt es in Wilderness.

Mountainbiking und andere Aktivitäten

Ferner werden Para- bzw. Hanggliding (an den Kliffs – Abfahrt bei der Tankstelle am Kreisel, Views Boutique Hotel – und an der „Map of Africa“), Mountainbiking (in die Outeniqua-Berge), Fischen (Süß- und Salzwasser) und Ausritte (Binnenseen, Strand) im Park bzw. im Ort Wilderness angeboten.

Groenvlei

Der „grüne Sumpf“ ist der einzige wirkliche Süßwassersee der Region. Er liegt etwas höher als die anderen Seen und kann somit nicht mehr beeinflusst werden von Ebbe und Flut. Alles Wasser fließt hinein von den ihn umliegenden Bergen und Dünen. Schauen Sie z.B. im Frühling ganz flach über das Wasser, werden Sie den grünen Grasschleier auf dem Wasser erkennen, der sanft übergeht in das Ufergras und weiter in den Dünenbewuchs. Das schöne „Lake Pleasant Hotel“ am Westende des Sees bietet z.B. eine geruhsame Unterkunft an diesem kleinen Paradies.

Wilderness, South Africa

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