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Addo Elephant National Park

Addo Elephant Park

suedafrikakarteaddo elephant park mapKarte vom Addo Elephant Park, freundlicherweise von SANParks zur Verfügung gestellt.

Der Park ist zwischen Darlington im Nordwesten und Kenton-on-Sea im Südosten in sechs Sektionen und die Main Camp Game Viewing Area aufgeteilt.

Hinzu kommt die Marine Section der Algoa Bay, u. a. mit einigen Inseln. Der Abschnitt des Elefantenparks wird als Main Camp Game Viewing Area bezeichnet. Verwirrend sind oft die verschiedenen Zufahrten und Ausschilderungen. Das o. g. Main Gate sollte grundsätzlich das erste Ziel sein. Die Zuurberg, Kabouga und Darlington Sections können mit einem normalen Pkw nur bedingt erkundet werden (Zuurberg Pass, von Norden über R400, Mvubu Camping Site), auf einigen Abschnitten nur mit Geländewagen (Permit erforderlich!).

Die Nyathi Section ist auf Gäste der dortigen Camps beschränkt. Die mehrteilige Woody Cape Section erstreckt sich entlang der Küsten und ist über Colchester, Alexandria und von Kenton-on-Sea erreichbar, von wo aus Pisten in den Park führen. Zum Meer muss man das letzte Stück laufen.

Die Colchester Section erreicht man von Süden über den Ort Colchester, von Norden von der Verbindungspiste zwischen Addo und N 10.

Die Addo Main Camp Viewing Area umfasst 8.600 ha, zuzüglich der 15.000 ha der Zuurberg Section sowie der 30.000 ha der nordwestlichen Sections (Kabouga, Darlington).

Die Colchester Section im Süden wird stetig mit weiteren Tieren besiedelt. Wunderschön sind auch die Küstenabschnitte (samt Ozean) zwischen Colchester und Kenton-on-Sea (Woody Cape). Hier beeindrucken vor allem die riesigen weißen Dünen sowie die Lagune des Sundays River. Die Piste zur Flussmündung ist privat, gehört also nicht zum Park. Man erreicht sie über den Campingplatz an der N2 (hinter der Tankstelle) am Ort Colchester. Dort bezahlt man und gelangt nach 3,5 km, zumeist entlang dem Fluss und vorbei an den gewaltigen Dünen, zur Lagune an der Mündung. Eine tolle Strecke und der Campingplatz direkt am Fluss ist ebenfalls ein Tipp!

Die „Big Seven“

Heute kann sich der Addo NP der „Big Seven“ rühmen (Elefant, Löwe, Leopard, Büffel, Nashorn, Glattwal, Weißer Hai). Er zieht sich von der Nama-Karoo nordwestlich des Lake Darlington über die Zuurberg Mountains bis hin zum größten Küstendünengebiet der südlichen Hemisphäre im Südosten, hinzu kommt die Meeresfläche vor der Küste inkl. Bird und St. Croix, zu denen 3–6-stündige Bootstouren von Port Elizabeth aus angeboten werden. Auf St. Croix lebt die weltgrößte Brutkolonie des African Penguin. Insgesamt wird die Größe des Parks mit 186.000 ha angegeben, jährlich zählt man über 300.00 Besucher.

Mittlerweile ist die Population wieder auf über 600 Elefanten angewachsen. Entlang einer Rundstraße in der Main Camp Viewing Area sowie der Strecke durch die Colchester Section, die auf kleine Beobachtungshügel und an Wasserlöcher führen, kann man die Elefanten beobachten. Am Parkeingang erhält man Informationen, wo die Dickhäuter gerade zu finden sind. Die Addo-Elefanten sind kleiner als die in anderen Parks. Da sich die Herde nur aus den ehemals verbliebenen elf Elefanten fortpflanzen konnte, haben sich nur die Gene für die kleineren Elefanten durchsetzen können. Zudem bei den weiblichen Elefanten auch nur die, die keine Stoßzähne haben. Mittlerweile wurde der erste „große“ Elefant aus dem Kruger Park in eine Herde eingeführt.

elefanten-addo-elephant-parkElefanten im Addo Elephants Park in SüdafrikaSeit 1961 wurden im Park Schwarze Nashörner (Spitzmaulnashorn = Black Rhino, damals sehr selten zu sehen, heute sind es etwa 50), Büffel (ca. 400), Kudus, Elenantilopen und andere Savannentiere ausgesetzt. Heute gibt es sogar wieder Löwen, Hyänen, ein paar Hippos und Leoparden (Löwen und Leoparden nur in kleiner Zahl). Weitere Tiere im Park sind Zebras, Kuhantilopen, Springböcke, Schakale und verschiedene Schildkrötenarten. Besonders beeindruckend ist auch die Vielfalt an Vögeln. Es wurden über 170 Vogelarten gezählt, darunter so unterschiedliche Arten wie Strauße, Habichte, Falken und Teichhühner.

Nachtfahrten im Addo

Auf Nachtfahrten kann man mit etwas Glück auch Erdwölfe, Stachelschweine, Springhasen und Eulen sehen. Am kleinen Stausee im Main Camp gibt es einen weiteren Beobachtungspunkt, der gerne von Elefanten und manchmal auch Nashörnern besucht wird und abends ausgeleuchtet wird. Besonders nahe ist man den Tieren im tiefer gelegenen „Versteck“. Die ausdrücklich zu empfehlenden Nachtfahrten unternimmt der Ranger, müssen aber vorher angemeldet werden. Impalas, Giraffen, Geparden (Cheetahs) sucht man vergebens, denn die hat es in dieser Region niemals gegeben. Fazit: Es handelt sich in erster Linie um einen Elefanten-Park und alle anderen Tiere spielen nur eine untergeordnete Rolle und sind zumeist, bis auf die Büffel, in nur kleinen Zahlen zu finden.

Die Vegetation besteht aus Kletterpflanzen und Bäumen, wobei kaum ein Baum höher als 4 m ist, da er vorher bereits von den Elefanten gestutzt wird. Typische Bäume sind der Spekboom, der Karoo Boer Bean und der Guarrie.

Wer gerne wandert und dieses bereits im Park getan hat, sei darauf hingewiesen, dass der Spekboom Trail (12-km-Rundweg, 3–4 Std.) zeitweise nicht zu benutzen ist.

Einer Überpopulation an Elefanten wird vorgebeugt. Wenn die Zahl der Elefanten im Park die Maximalgrenze übersteigt, werden Tiere verkauft, so z.B. auch ans nahe Shamwari Nature Reserve. In den 1990er Jahren kaufte das National Parks Board aber trotzdem weitere 6.500 ha hinzu, um dem erforderlichen Lebensraum der stetig wachsenden Elefantenpopulation gerecht zu werden. Heute misst der Park über 14.000 ha. Danke für Text und Bilder an Dr. W. Franke - Addo Elephant National Park

Anfahrt: N2 in nordöstlicher Richtung bis zur Abfahrt 761, von dort führt die R335 direkt zur Hauptparkzufahrt (12km nördlich des Ortes Addo). Fahrzeit/km: 1 Std. von Port Elizabeth/70 km. Main Gate: tgl. 7–19 Uhr, andere Gates (Matyholweni Gate im Süden, Zuurberg Section, bei Kirkwood) schließen meist um 16.30/17 Uhr.

Alle Tierparks in dieser Region sind malariafrei!

Hinweis: Bitte nicht über Elefanten-Dung fahren. Denn in ihm legen die Dungbeetle (Mistkäfer) ihre Eier ab. Außerdem gilt: Dungbeetle haben immer „Vorfahrt“ (entsprechende Schilder beachten!).

Reisepraktische Informationen Addo Elephant NP & Umgebung

Der Addo Elephant NP erstreckt sich verwaltungstechnisch mittlerweile vom Darlington Dam im Nordwesten bis hin zur Küste bei Kenton-on-Sea.

Das Main Visitor Centre befindet sich 12 km nördlich von Addo, nahe der R335,
w (042) 233-8600, Buchung/Infos: www.sanparks.org, Tel. (012) 428-9111, Main Gate geöffnet: 7–19 Uhr. Wer von Süden (N2 bei Colchester) in den Park fahren möchte, kann dieses durch das Camp Matyholweni-Gate tun (7–17 Uhr). Öffnungszeiten der anderen Gates aktuell erfragen.

Barefoot Elephant Lodge, Zuurberge, ca. 19 km nördl. des Zuurberg Mountain Inn,
w (083) 283-2359 (Buchung). Elephant Encounters (mit Spaziergang und Fütterung) sowie komfortable Cottages ($$$$$). Anfahrt nur mit 4x4, ansonsten Abholung arrangieren.

Bootstouren zu Bird und St. Croix Island, Tel. (073) 152-2277. Abfahrt am Algoa Bay Yacht Club im Port Elizabeth Harbour. Unbedingt im Voraus buchen! Dauer 3–4 Stunden.

Addo Elephant National Park - The Experience!

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