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V&A Waterfront in Kapstadt | Südafrika

Geschichte der Waterfront in Kapstadt

old-waterfront-cape-townDie alte Waterfront lange bevor es ein touristisches Zentrum wurde.
Foto courtesy of  Etienne du Plessis
Bis zur Mitte des 19. Jh. reichte die Wasserlinie bis zum Old Castle und zu dem Punkt, wo heute Adderley und Darling Street aufeinandertreffen.

Der Hafen war klein, Prostitution und Verbrechen waren an der Tagesordnung. Daher lagen die Schiffe oft auf Reede. Dort aber fielen sie nicht selten den berüchtigten Stürmen zum Opfer.

Das geschah so häufig, dass selbst die für ihre Risikobereitschaft so bekannte Lloyds-Versicherung 1860 keine Policen für Schiffe am Kap ausgab. Noch im selben Jahr vollzog Prince Alfred, englischer Thronfolger und Sohn Queen Victorias, den ersten Spatenstich für einen durch einen Schutzwall („Breakwater“) gesicherten Hafen. Zehn Jahre später war das Alfred-Becken fertig, 1905 folgte das doppelt so große Victoria-Becken. Bis Mitte der 1930er-Jahre wurden hier die meisten Güter Kapstadts umgeschlagen, dann genügten die Becken den Anforderungen nicht mehr.

old-penny-ferry-waterfront-210Östlich davon baute man das größere Duncan-Dock, dem 30 Jahre später das Ben-Schoeman-Dock angefügt wurde. Dadurch verloren die alten Becken rapide an Bedeutung und seit der Zeit der großen Tanker und Containerschiffe verkamen sie regelrecht. 

Erst Mitte der 1980er-Jahre entschlossen sich Stadtverwaltung und private Investoren, die Hafenbecken zu neuem Leben zu erwecken. Die ersten Pläne sahen noch bescheiden aus: Man siedelte den Seenot-Rettungsdienst (NSRI) an (der heute zu besichtigen ist), verlegte die Fischereiflotte komplett hierher, ließ die Schlepper im Alfred-Becken auf ihre Aufträge warten und unterstützte zwei kleine Werften, die sich vornehmlich auf Reparaturaufträge sowie den Bau von Jachten spezialisiert hatten.
 
waterfront-harbour-cafe-sixtiesDas bekannte "Waterfront Harbour Cafe" in den SechsigernWenig später kamen die Museen, so das Maritime Centre und das Two Oceans Aquarium, hinzu. Wichtig war den Investoren, dass die alten Gebäude restauriert wurden und erhalten blieben.

Somit hat auch heute vor allem der Kernbereich des gesamten Areals den meisten Charakter. Doch schon bald platzte dieser Bereich aus allen Nähten und ab Mitte der 1990er-Jahre begann man, immer weiter in die Peripherie zu bauen.

Letzte große Projekte

waren der Kanal zum Convention Centre, das New Basin, die Apartmenthäuser an der Granger Bay, das Zeitz Museum of Contemporary Art Africa, die Ansiedlung des Oranjezicht Market und der beginnende Ausbau des Foreshore-Bereichs einschließlich des Kreuzfahrtterminals am Duncan Dock. Es bleibt nur zu hoffen, dass die neuen Anlagen nicht dem historischen Kern die Show stehlen.

waterfront alfred basin um 1965Waterfront Alfred Basin um 1965 herum

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