Corona? DON'T PANIC? 80x80 Deutscher Unternehmer Senator h.c. Marco Scherbaum im Dialog mit Vertretern der südafrikanischen Regierung in Kapstadt.

Der deutsche Unternehmer und Europäische Wirtschaftssenator für das EWS-Ressort „Corporate Health“ Senator h.c. Marco Scherbaum nutzte seinen 6-wöchigen Aufenthalt in Kapstadt für informativen Austausch mit Betroffenen Unternehmern, Arbeitnehmern und Vertretern der südafrikanischen Regierung.

Unternehmer Senator h.c. Marco ScherbaumScherbaum war selbst im Herbst 2020 an Covid-19 erkrankt. Seit November gilt er durch Negativ-Tests als genesen und verfügt nachweislich über Antikörper. Dadurch war dem Unternehmer ein verantwortungsvolles Reisen unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften möglich. Der Ehrensenator folgte im Januar vor Ort der Einladung des amtierenden Bürgermeisters Kapstadts Daniel Plato zu einem fachlichen Austausch mit dem stellvertretenden Bürgermeister Herrn Neilson, sowie Dr. Zahid Badroodien, Mitglied des Ausschusses für Gesundheit.

Des Weiteren hatte Scherbaum Gelegenheit eines Treffens mit Frederik Willem de Klerk, dem ehemaligen Staatspräsidenten der Republik Südafrika. Zusammen mit Nelson Mandela erhielt de Klerk 1993 den Friedensnobelpreis. Ebenso gab es ein Gespräch mit dem Polizeichef Kapstadts und Anfang Februar einen ausführlichen Austausch mit dem Generalkonsul Hr. Matthias Hansen. Im Zentrum der Dialoge standen der Umgang mit der Pandemie, deren Bedeutung für die Unternehmen mit deren Angestellten sowie die Folgen für die Wirtschaft Südafrikas. © Pressefoto rechts: Senator h.c. Marco Scherbaum

Fazit Senator h.c. Marco Scherbaum:

„Während meines Langzeitaufenthaltes in Kapstadt konnte ich persönlich beobachten, sowie durch die Gespräche mit vielen Beteiligten aus Wirtschaft und Politik aus erster Hand erfahren, mit welcher Klarheit die südafrikanische Regierung Maßnahmen und Beschränkungen konsequent umsetzt - und das anders als mit der deutschen Salamitaktik – nämlich mit sofortiger Wirkung. Die Bevölkerung in Kapstadt zeigt sich diszipliniert. Denn: Hier wird nicht lange gefackelt. Wer sich nicht an das landesweit strikte Alkoholverbot, Maskenpflicht oder Ausgangsbeschränkungen hält, begeht eine Straftat und landet gar für bis zu 6 Monate im Gefängnis.

Covid-19 gilt bei den Südafrikanern als eine von vielen Krisen, denn dort gibt es zudem auch Armut, Hunger und Krankheiten wie Aids und Hepatitis. Die Corona-App des Landes ist informativ aufgebaut. Tagesaktuell werden Zahlen, Daten, Fakten (inklusive Angabe der Genesenen-Rate), Tipps sowie alle geltenden Beschränkungen transparent zusammengefasst. Ein 5-Stufen-Modell in Abhängigkeit der Inzidenz gibt klare Regelungen sowie Orientierung. Die Worte der südafrikanischen Regierung und des Gesundheitsministers an die Bewohner des Landes sind freundlich und ohne Angst zu schüren unter dem Motto „Don´t Panic“ formuliert.

Der Einzelhandel, Friseure und Restaurants sind unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften hier zwar geöffnet, doch der Tourismus ist mitten in der sommerlichen Hochsaison nahezu im „Schlafmodus“ und leidet. Herr Seehofer spricht von „törichtem Verhalten“, wenn man heutzutage reist. Solche Pauschalaussagen und Schlagzeilen aus Deutschland haben fatale soziale und wirtschaftliche Auswirkungen in Ländern wie Südafrika. Anders als im Schlaraffenland Deutschland gibt es in Südafrika keine staatlich finanzierte Corona-Hilfen für Unternehmen oder Beschäftigte.

In meiner Wahrnehmung können Europa/Deutschland und Südafrika voneinander lernen. Die Pandemie ist eine internationale Herausforderung und geht uns alle an! Es geht doch darum, dass wir alle gemeinsam die Krise besiegen und neben den Menschen auch die Wirtschaft am Leben erhalten. Ich würde mir seitens der Deutschen Regierung mehr Bereitschaft zu positiver Kommunikation wünschen und vor allem eine klar definierte Strategie, die dann auch einheitlich und zuverlässig gilt. Meines Erachtens brauchen Menschen klare Spielregeln, um sich dann auch damit zu identifizieren. Nur wer Sinnhaftigkeit und gleichzeitig Perspektiven sieht, wird sein Handeln danach ausrichten. Deutschland eiert rum und leidet an Akzeptanzverlust in der Bevölkerung!“