André Brink

Zu den Autoren, die in den 1950er- und 1960er-Jahren an Beachtung, aber auch Verachtung durch das Apartheid-Regime erfuhren, gehören Nadine Gordimer, Bessie Head, Alex La Guma, Breyten Breytenbach und André Brink, dessen Bücher die ersten Afrikaans-Bücher waren, die von der Regierung verbannt wurden.Viele dieser Schriftsteller beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Apartheid in Südafrika, die sie z.T. am eigenen Leib erfahren haben.

Der bekannteste Afrikaans-sprachige Prosa-Autor ist der Literaturprofessor André Brink, der seit 1991 an der Universität Kapstadt lehrt. Brink wurde in ein burisches Elternhaus geboren. 1960 wird sein Gewissen wach gerüttelt, als die südafrikanische Polizei 1960 in Sharpeville ein Massaker unter schwarzen Demonstranten anrichtet. Der junge Schriftsteller ging ins Pariser Exil. Als Brink 1987 an einer Reise prominenter weißer Südafrikaner in den Senegal teilnahm, die dort erstmals Kontakt mit dem Afrikanischen Nationalkongress (ANC) hatten, löste er unter den konservativen Buren Empörung aus – vom Autor wurde sie als eigentlicher Beginn des Reformprozesses gewertet. Brink lehrte in dem kleinen Universitätsstädtchen Grahamstown Afrikaans, bevor er 1991 den Kapstädter Lehrstuhl für englische Literatur erhielt.

Brink wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert und zählt neben Breyten Breytenbach und J. M. Coetzee zu den bedeutendsten Afrikaans-sprachigen Schriftstellern Südafrikas. Sechs seiner Romane wurden bereits in Deutsche übersetzt. Sein 1995 erschienenes Buch „Im Gegenteil“ handelt von einem aus der Reihe tanzenden Buren, der sich - im geschundenen Schoß der Sklavin Rosette - in den schwarzen Kontinent verliebt.

South African Anti-apartheid Author Andre Brink Dies