Richard Rive

Richard Rive (* 1931 in Kapstadt † 1989 ebenda) war ein südafrikanischer Schriftsteller.

Rive wurde 1931 in einem Arbeiterviertel von Kapstadt, Südafrika genannt "District Six" geboren. Als Farbiger war es ihm möglich eine akademische Karriere sowohl in seinem Heimatland, wie auch in Übersee zu beginnen. So bekam er 1965 ein Fulbright-Stipendium und später ein Forschungsstipendium der Universität Oxford. Dort schreib er auch seine Doktorarbeit über Olive Schreiner.

Rive glaubte an den Antirassismus und blieb im Gegensatz zu vielen Kollegen im Land und verteidigte dort die Stellung der Diskriminierten.

Der Großteil seiner Arbeiten wurde in der ersten Hälfte der 60er Jahre veröffentlicht, z.B. die Kurzgeschichten "Dagga-smoker's Dream" und "The Bench", die die Grausamkeiten des Apartheidsystems offenlegten. Zuerst konzentrierte er sich auf diese Art der Prosaliteratur und veröffentlichte diese als Sammlungen oder in Magazinen wie "Drum" und "Fighting Talk", später schrieb er allerdings noch drei Romane: "Emergency" (1964), "'Buckingham Palace', District Six" (1986) und "Emergency Continued" (1990); außerdem veröffentlichte er eine mäßig erfolgreiche Autobiographie mit dem Namen "Writing Black" (1981).
Sein letzter Roman wurde postum veröffentlicht, da Rive 1989 in seinem Haus in Kapstadt ermordet wurde.