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Kapstadt vom Signal Hill | Südafrika

sa flag 80x80Wie bereits im IBN Newsletter 06 / 2011 berichtet steht eine der grössten Fusionen bevor und die Stimmen der letzten Stunde und Gerichtsanträge finden ihr Ende. Nach mehr als einem Jahr der öffentlichen Anhörungen und Ergänzungsvereinbarungen zum Fusionsvertrag hatte die ewig-gestrige Gewerkschaft COSATU die Frechheit ihre Bedenken zu äußern und hat bekommen, was sie verdient: eine von höchster Stelle Gewischt für nicht früher die Stimme erhoben zu haben.

Die Fusion ist zur Abwechslung einmal kein Panzer multinationaler Konzerne, der nach früheren Erfahrungen mit diesen Marktgiganten wie eine Dampfwalze durch die südafrikanische Gesellschaftslandschaft pflügt, aber vielmehr ein Werkzeug zum Wachstum als auch eine garantierte (!) Absicherung kontinuierlicher Beschäftigung. Damit stehen die Weichen auf „Hoffnung“ für eine wechselhaft erfolgreichen und derzeit gebeutelten Einzelhandel, einer der Säulen des nationalen Sozialprodukts und der dafür notwendigen Nachfrage.

Die Stimmen bei Gericht warnten vor einer sich drastisch verändernden Wirtschaft und einer Bedrohung des lokalen Herstellungssektors, aber die Kammer „Wettbewerb“ des Revisionsgerichtes befand am 21. Oktober 2011, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die Fusion die Wirtschaft des Landes nachteilig beeinflussen wird. „Nichts in der Beweislage weist darauf hin dass es zu einem wesentlichen Wandel in der Wirtschaft kommt“, führte der Konzernanwalt David Unterhalter aus, „Südafrika macht einige Dinge richtig gut und wo sie das tun, wird das Land auch weiter vorherrschen. Wo es allerdings verletzlich ist, wird sich nichts ändern.“

Er führt weiter aus, dass Südafrika sich nicht vom Rest der Welt unterscheidet, wenn es zum Sektor der Herstellung kommt. „Da sind einige Dinge, die wir gut machen, und einige nicht so gut und mit dieser Fusion können wir nicht eine südafrikanische Wirtschaft neu definieren wie mancher so denkt.“ In einem Dialog mit Rafik Bhana, Anwaltsvertreter dreier Minister, denen die Rahmenbedingungen für die Transaktion nicht streng genug waren, führte Richter Denis Davis aus, dass südafrikanische Hersteller oft nicht schnell genug auf die sich verändernde Nachfrage reagieren können. „Es geht vorrangig darum, Angebot und Nachfrage miteinander zu verheiraten“ führt er weiter aus, „und es geht nicht nur darum, beide Größen einfach zu steigern. Walmart kann in der gegenwärtigen Situation keine Gefahr darstellen, da es Südafrika an einem vernünftigen Herstellungssektor mangelt.

Das Thema hier ist eine Versorgungskette, die funktioniert, Unwirtschaftlichkeit weiter zu unterstützen kann langfristig einfach nicht von Vorteil sein!“ Der Erfolg von Walmart liegt im Management seiner Versorgungskette. Südafrikas Problem ist, das sein Herstellungssektor nicht schnell genug auf Marktveränderungen reagieren kann. Richter Davis bezeichnete im Laufe der Verhandlungen Walmart allerdings auch als globalen Hurrikan, der Südafrika trifft und dass es nicht die Aufgabe der Wettbewerbsgesetze sein kann, die südafrikanische Wirtschaft davor zu schützen.

Dies gesagt wird die Fusion nun stattfinden und eine andere Art für jedermann sein und nicht nur die Regale des Einzelhandels neu bestücken, sondern auch diejenigen – bisher unentdeckten – kleinen Absprache-Kartelle stoppen, die den Wettbewerbshütern wie der Competition Commission bislang durch die Finger geschlüpft sind und sogar die Ärmsten der Armen in Südafrika mit ihren unnachgiebigen Preisabsprachen ausbeuten.

Autor: Ralph M Ertner - Wir danken IBN für die Erlaubnis der Veröffentlichung

Walmart's push into Africa

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