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Kapstadt vom Signal Hill | Südafrika

sa flag 80x80 Ich möchte mit diesem Beitrag deutsche Staatsbürger, die in Südafrika mit deutschem Pass und "permanent residence" Stempel leben, warnen, was sie zu erwarten haben, wenn der "alte" Reisepass abläuft und ein neuer an der Deutschen Botschaft oder beim Generalkonsulat beantragt werden muss. Die Deutsche Botschaft und das Deutsche Konsulat in Südafrika haben die "Spielregeln" für den Antrag für einen neuen Pass (Ersatz für den abgelaufenen Pass) allem Anschein nach still und heimlich geändert.

Es reicht jetzt nicht mehr, drei bis sechs Monate vor Ablauf des noch gültigen Passes zum Konsulat / Botschaft zu gehen, dort das Formular für "Antrag auf Ausstellung eines Passes" auszufüllen, zwei Fotos abzugeben (auf denen man nicht lächeln darf), die Gebühr von 760 Rand zu zahlen und dann zu warten, bis man einige Wochen später den "neuen" Pass abholen kann.

Jetzt wird verlangt und erwartet, dass bei der Pass-Erneuerung entweder:

  1. der alte Pass vor der Erneuerung nicht älter als 9 Jahre ist (obwohl der Pass 10 Jahre Gültigkeit hat)
  2. der "permanent residence" Stempel im Pass nicht älter als 9 Jahre ist (was er meistens ist, da man sich diesen sofort nach Erhalt des neuen Passes bei Home Affairs einstempeln lässt)
  3. das SA-ID-Book nicht älter als 9 Jahre ist.

Weiss nicht, wer oder wieso man auf die "magic" Zahl 9 gekommen ist? Der Grund für all' diese Neun-Jahre-Regeln: Zu beweisen, das man in den vergangenen 9 Jahren nicht die südafrikanische Staatsbürgerschaft beantragt hat und dementsprechend keinen Anspruch mehr auf einen deutschen Pass hat. Sollte man die verlangten Voraussetzungen in Punkt 1, 2 und 3 nicht erfüllen können, wird "Plan B" gefordert: Nun muss der Pass-Ansucher ein Schreiben/Dokument vom SA Home Affairs in Pretoria anfordern, welches bestätigt, dass der Passansucher weiterhin als Deutscher / Ausländer mit "permanent residence" in SA lebt und nie die SA-Staatsbürgerschaft beantragt hat.

Wenn man dieses Schreiben/Formular erhalten hat, darf man endlich den neuen Pass in Empfang nehmen. Jedoch die Wartezeit für dieses Schreiben/Dokument vom Home Affairs Pretoria (laut Information vom 25.1.2011) beträgt 6-8 Monate. Wir wissen ja alle, wie unser SA Home Affairs funktioniert/ arbeitet (gar nicht) und in der Zwischenzeit ist dann der alte Reisepass sicher schon abgelaufen.

Früher hat sich die Botschaft bzw. das Konsulat diese geforderten Informationen sicher selbst von Home Affairs geholt, was wohl zeitaufwendig und kompliziert war... und nun hat man diese eben recht unangenehme bürokratische Aufgabe einfach auf den Antragsteller abgeschoben. Es bedarf vielleicht einer Untersuchung, um festzustellen, ob die Deutsche Behörde überhaupt das Recht hat, einem regulären deutschen Staatsbürger vor Ablauf des gültigen Reisepasses die Erneuerung und Aushändigung eines neuen Reisepasses zu verweigern.

Wenn die Behörde (grundsätzlich und bei jedem Antragsteller) Zweifel am nationalen Status des Passerneuerers hat, so ist es doch wohl ihre Aufgabe, dies zu beweisen. Und nicht die des Antragstellers, der ja im Antragsformular mit seiner Unterschrift bestätigt hat, "nur deutsch" zu sein! Ja, das war mal eben so kurz ein Bericht über die "neuen Mucken" unserer Beamten. Wäre ja schön, wenn durch die Veröffentlichung etwas erreicht würde, viel Hoffnung habe ich jedoch nicht.

Alles nochmal gut gegangen

In Bezug auf meine obige Problem-E-mail habe ich heute einen Erfolg und Abschluss zu melden und möchte gleichzeitig ein Lobeslied auf das Home Affairs Office in Swellendam und Caledon singen. Jawohl, sowas gibt es tatsächlich doch noch!

Nachdem ich also mit Telefonieren und Home Affairs in Pretoria nichts erreichen konnte, habe ich mich letzte Woche an unser Home Affairs Bureau in Swellendam gewandt, obwohl die dort eigentlich mit "Ausländer-Angelegenheiten" nichts zu tun haben. In unserem Home Affairs Office hier arbeiten 2 sehr kompentente junge Damen, die netterweise bereit waren, sich mein Problem anzuhören.

Swellendam Home Affairs fällt eigentlich unter Caledon, dennoch hat sich die eine Dame hier die Mühe gemacht, meine Aktennummmer in ihren Komputer zu geben und siehe da, sie konnte meinen Fall auf ihrem Komputer verfolgen. Sie rief dann persönlich in Caledon an, erklärte ihrer Kollegin dort meinen Fall und bat ihre Kollegin, dort in Pretoria anzurufen, etwas Staub dort aufzuwirbeln und meinen Fall endlich zu beschleunigen und abzuschließen. Es hat alles geholfen - ein Wunder - heute bekam ich einen Einschreibebrief aus Pretoria mit meinem lang ersehnten Schreiben.

Nun bestätigt, ich bin weiterhin Ausländer und habe nie die SA Staatsbürgerschaft beantragt. Hurra, ich kann nun meinen deutschen Pass (der nun schon seit etwa 3 Monaten im Konsulat liegt) mit dem Schreiben bewaffnet abholen. So, meine Geschichte hat ein freudiges Ende, aber ich bin mir im Klaren, dass das Wunder ohne die Hilfe der Damen im Home Affairs Office in Swellendam und Caledon nicht geschehen wäre. Also ein großes Lob für diese beiden Home Affairs Büros - die südafrikanischen Angestellten dort waren ein exemplarisches Beispiel für das Home Affairs in Pretoria und den Angestellten dort.

Allein und voll verantwortlich für diesen Artikel inklusive Fotos:
ECHO: Euromedia Pty Ltd, Box 2388, Stellenbosch 7601, Südafrika

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