Alexander Bay im Namaqualand

Hinweis: Die Strecke ab Alexander Bay kann nur mit geländegängigen Fahrzeugen gefahren werden, und Sie sollten sich auch aktuell erkundigen, ab die Minenfirmen nicht gerade Streckenabschnitte gesperrt haben.

Port Nolloth wurde 1855 gegründet und nach dem Kommandanten, der ein Jahr zuvor die Küste erkundet hat, benannt. Es wurde als Hafen für die Kupferexporte aus Springbok angelegt. Nach dem Ersten Weltkrieg, als die Kupferpreise drastisch absackten, erlosch seine Bedeutung. Doch der Zufall wollte es, dass man hier nur 8 Jahre später Diamanten fand, und der Ort erwachte aus seinem kurzen Schlaf. In nur einem Monat, bevor die Minengesellschaften alle Schürfrechte erhielten, fanden eilige Glücksritter bereits 12.549 Karat Diamanten.

Südafrika Diamanten

Heute werden die Diamanten zum großen Teil aus dem Wasser geholt. Während de Beers alle Schürfrechte direkt am Strand und im flacheren Wasser hat, gehen private Diamantentaucher weiter ins Wasser hinaus und pumpen den Meeresschlamm ab, um hinterher an Land die Diamanten herauszufiltern. Bei den kühlen Luft- und Wassertemperaturen ist das ganz bestimmt kein angenehmer Job. Mit den Absatzschwierigkeiten von de Beers und dem allmählichen Verlust seines Weltmarktmonopols gibt es aber Schwierigkeiten für die Diamantentaucher. Ihnen werden als erste die Schürfgenehmigungen abgenommen.

Wer nach Port Nolloth kommt, sollte sich darauf einstellen, dass es hier weder Sehenswürdigkeiten gibt, noch der Strand und das Klima besonders reizvoll sind. Es ist vielmehr die Pionieratmosphäre, die hier herrscht und einen Besuch lohnend macht, und die Landschaft auf dem Weg hierher.

Grazia de Beer fand wohl die richtigen Worte, als sie schrieb:

“Port Nolloth continues to exist ... although always on the brink of extinction. This is the only part of the world where gem quality diamonds are dredged from the sea bed by hardy divers. Its a tough job and certainly takes a certain type of person to pit his strength against the elements and dive deep into the icy Atlantic waters in every type of weather. Sometimes many diamonds are found and sometimes few or none at all. Boats have come and gone and fortunes have been made and lost. It’s a risky lifestyle, echoed by the unpredictability of the ocean here and not meant for anyone less than the stout of heart. So don’t expect the ordinary here in cowboy country, for dogs are dogs, and men are men! Where does that leave the more delicate forms of life? When the desert’s seeming barreness is suddenly transformed by a carpet of spring flowers, and colour and life is back to remind us of what could be – then we can take nature’s good example and find reward in the creation of something out of nothing ...“


Alexander Bay ist ein weiterer Diamantenort und wirkt äußerlich noch verschlafener als Port Nolloth. Einmal pro Woche kann die Diamantenmine besichtigt werden (Tourlänge: gut 3 Std.). Ein kleines Minenmuseum erzählt die Geschichte des hiesigen Diamantenfiebers. Wer noch keine Seehunde gesehen hat, sollte der großen Kolonie Beachtung schenken. Bis zu 8.000 Seehunde tummeln sich bei Alexander Bay. Die Piste zum Richtersveld National Park führt nach Sendelingsdrif, einer ehemaligen Minensiedlung und dem heutigen Parkhauptquartier. Dabei passieren Sie den Köcherbaumwald Cornellskop, unterhalb dessen sich ein über 40 m tiefes, natürliches Wasserloch („Sinkhole“) befindet, das für die Namas große Bedeutung hat: Eine Schlange bewacht hier einen großen Diamantenschatz, und ihr Gott Heitsi Eibib nennt das Loch seine Heimat.

Information
Municipality Tourism Bureau: Main Rd, Private Bag X113, Port Nolloth 8280, Tel.: (027) 851-8229, Fax: (027) 851-8366

 

Unterkünfte in Alexander Bay

Scotia Inn $$

Main Rd, P.O.Box 9, Port Nolloth 8280, Tel.: (027) 851-8353, Fax: (027) 851-8847. 25-Zimmer-Kleinstadthotel. Nichts Spektakuläres, aber durchaus okay. Bedrock $$: Beach Rd, P.O.Box 187, Port Nolloth 8280, Tel.: (027) 851-8865. Unterkunft in kleinen, hölzernen Häusern. Es gibt wohl kaum jemanden, der Ihnen mehr über den Ort erzählen kann als Garcia de Beer („Mama“), die Besitzerin der Lodge. Sie organisiert auch Touren in die Umgebung und zum Richtersveld. Da Alexander Bay z.Zt. für Besucher gesperrt ist, gibt es hier keine Unterkünfte. Richtersveld Nat. Park: Es gibt drei Chalets in Sendelingsdrift (95 km von Alexander Bay).

Camping in Alexander Bay

Port Nolloth: McDouglas Bay Caravan Park (Tel.: (027) 851-8657, auch einfache Hütten) und JWH Du Plessis Park (Tel.: (027) 851-8706) liegen beide südlich von Port Nolloth an der McDouglas Bay. Beide sind nicht außerordentlich attraktiv, erfüllen aber ihren Zweck. Knapp 30 km entfernt von Alexander Bay liegt die Farm Brandkaros am Oranje River. Kleine Chalets und ein Campingplatz stehen hier zur Verfügung. Tel.: (027) 831-1856. Richtersveld NP: Es gibt einfache, ausgewiesene Campingplätze im Park, aber keine besonderen Einrichtungen! Unbedingt über die Nationalparkbehörde vorher buchen.

Restaurants in Alexander Bay

In Port Nolloth gibt es eine Reihe kleiner, einfacher Restaurants, die für die Diamantentaucher und Angestellten der Minenfirmen als „Freizeitprogramm“ fungieren. Meeresfrüchte beherrschen natürlich die Speisekarten. Im Richtersveld Nat. Park gibt es z.Zt. noch kein Restaurant. Alle Lebensmittel müssen mitgebracht werden.