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La Grange Restaurant in Franschhoek

Rand-Käs mit Musik

Ein Käseland wie Frankreich, die Schweiz oder Italien wird Südafrika kaum werden. Zu schwer lastet einerseits das Pfefferminz-Erbe aus England, andererseits die Ketchup-Kultur der USA auf der jungen Nation: Man streicht Chutney oder Minzgelee auf den Käse, der ohnehin meist schon mit Rauchschinken oder Paprika verunreinigt ist. Kein Wunder: Vor zehn Jahren gab es hier Cheddar und Boerenkaas, sonst nichts. Tradition wächst langsam.

Im Übrigen sind die Hygiene-Vorschriften zu streng, um Rohmilchkäse herzustellen – kein Wunder bei den afrikanischen Temperaturen, die eine reißfeste Kühlkette zur Utopie werden lassen. Der Privatmann legt sich also zwangsläufig pasteurisierte Käseleichen in den Kühlschrank, die mit zunehmendem Alter nicht reifen, sondern verwesen.

Vor diesem Hintergrund übt ein Lokal wie La Grange, geleitet von einem holländischen Käsefachmann, große Anziehungskraft aus – es sei denn, man sei Allergiker oder Veganer. Kein Rezept kommt ohne Käse aus, und die eigene Fabrikation stellt sicher, daß die Qualität stimmt.

Ob es Mozarella-Kügelchen mit Cherrytomaten sind, die da als Amuse-bouche angerollt kommen, um mit Olivenöl und Pfeffer aus der Mühle verfeinert zu werden, oder Crèpes mit Gorgonzola-Füllung im Salatbett – alles ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch ein Genuß. Und die Stimmung auf der Terrasse ist so entspannt, daß der Chef des Hauses sich zwischendurch ans elektrische Piano setzen kann, um den Musik-Clown zu geben ...

13 Daniel Hugo Street, Franschhoek
Nur Lunch, täglich bis 17:00
021 876 2155